Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 5. Mai 2010

"Was machst Du eigentlich, wenn....



... Du nicht arbeitest?“ fragte meine Mutter. Sie erinnert sich an das Bild des Wohnclos: Pittoresk, ein wenig wie des Armen Poeten Behausung von Spitzweg... ein Dach über dem Kopf, aber nichts für wenn das Wetter inselgemäß gruuusig ist.

Nun, auch in 10 qm kann ich mich trefflich aufhalten, kann schreiben, denken, kochen schlafen, träumen und warten, bis sich die Sonne wieder in meinem Velux-Fenster zeigt.
Denn dann ist es Zeit, die warme Jacke, Handschuhe, Mütze und Schal zu schnappen und raus in die Natur zu eilen. Das kann mit dem Fahrrad sein, mit den Stöcken oder ganz einfach beim „altersgemäßen“ Spaziergang. Zu sehen, entdecken und genießen gibt es immer was... den weiten Himmel mit den skurrilsten Wolkenbildern, das zarte Grün der Birken, Buchen und anderer Laubbäume, die in den vergangenen Jahren im Kiefernwald neu aufgeforstet wurden. Kleine, nein Mini-Häschen gibt es schon, die noch keine böse Welt kennen und einfach den Fahrradweg überqueren. Eichhörnchen, die eh keine Scheu vor nix haben und Fasane, die ein Gezeter veranstalten, bis die Frau Gemahlin endlich an ihrer Seite ist.

Es gibt immer eine Bank, ein windgeschütztes Plätzchen, von dem aus ich einfach nur gucken und genießen kann. Meine Augenweide ist die Heide – noch dunkel vom Winter – dahinter Felder (grad mal frisch besät) und dann, dann das blaue, tiefblaue Watt, wenn das Wasser da ist, mit der Insel Föhr am Horizont. ... dunkelbraun, hellbraun, bisschen grün, dunkel-wasser-blau und hell-himmelblau bis gelbgold von Föhr.

Jeden Tag ein Highlight zu beschreiben, nahm ich mir vor für diesen Blog. Heute?
Holte ich André von der Fähre ab. André von der Post war 10 Tage auf Gran Canaria und ich spielte Taxi. Das war wie Helen vom Bahnhof abholen oder Mutti... es fühlte sich wie zuhause an und jemand Vertrautes kommt heim. Schön!





So richtig wohl fühle ich mich, wenn der Himmel weit ist und das Land flach, wie der Himmel über Schleswig-Holstein, der für mich der schönste ist... lauter Wattebausch- und Baiser-Wolken. Sie erzeugen eine Tiefe, wie ich sie sonst nirgendwo erlebe.

An meine Lieben und Freunde daheim!

Es bedarf schon einiger küstlicher Morgenstunde im Bett, um die Möglichkeiten eines Blogs zu ergründen...

Jetzt seid Ihr alle eingeladen, mitzulesen und mitzureisen.


Dank Mütze und Jacke seid Ihr eh überall dabei, wärmt und tragt mich - hier und anderenorts in jeder Beziehung.

4. Mai 2010

16 Tage und schon wieder wie "zu Hause".
Es ist, als wäre ich nie weg gewesen und doch ganz anders.

Lustjobben heisst in diesem Jahr: 4 Vormittage in einem kleinen netten Hotel in einer der schönsten Ecken der Insel Frühstück machen und danach aufräumen. Um 12.00 Uhr ist mein Dienst vorüber und die Insel gehört mir (natürlich allen anderen Gästen auch).

Die Insel ist, und darüber wundere ich mich wieder, ein Hort der Geborgenheit, eine Heimat.
In mir drinnen ist Ruhe, Stille und Entspanntheit, wie ich sie "zuhause" in München oder anderenorts nicht kenne in mir.

Vielleicht ergründe ich sie, diese Ruhe, während dieses Inselsommers.
Ich mag meinen kleinen feinen Freudeskreis, der mich schon im letzten Jahr liebevoll aufgenommen hatte. Ich fühle mich dort angenommen, angekommen und .... einfach prächtig.

Start in den Blog

(M) Ein Inseltagebuch wollte ich schreiben.
Nicht, wie im letzten Jahr, meine Bilder veröffentlichen.
Mein, mir schwebt für diesen Inselsommer eine Kombination vor:
Bilder der schönen und bemerkenswerten Momente und die will ich auch mit Worten festhalten.
So nehme ich Euch, die Ihr den Inselblog lest, mit auf die Reise.

Uns allen wünsche ich eine gute Reise und viel Freude hier im Inselsommer.