Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Samstag, 12. Mai 2012

Ich will auch mal....

Ich heisse Schmid, Herr Schmid.
Gestern traf ich meinen Freund Eddi Kleffke, der erzählte mir, er habe eine eigene Facebook Seite.

Na, dachte ich, das können wir doch auch. Ich kann doch hier auch mal aus meinem Inselleben erzählen.

Mein Tag beginnt, wenn meine Cheffin zum Arbeiten muss. Dann sagt sie meistens ganz lieb "Schmiddi, jetzt ist es Zeit". Ich räckle mich dann noch mal auf dem Sofa, schau sie meist ziemlich gelangweilt an und erhebe mich ganz langsam... Wir verlassen die Wohnung. Draußen ist noch keiner meiner Spielkameraden, weil es so früh ist. Die Vögel sind laut und nie zu sehen, die lustigen Häschen rieche ich nur und natürlich die nächtlichen Spuren meiner Kameraden. Aber.. dafür ist morgens keine Zeit, sagt die Cheffin... also muss ich schnell (alles muss hier immer schnell gehen...) meiner Geschäfte nachgehen. Cheffin sitzt auf dem Fahrrad, wenn wir ans Watt kommen. Jaja, sie fährt langsam und schont mich, meint sie. Aber kommt Ihr mal grad aus dem Schlaf und den wunderbaren Träumen und sollt gleich Marathon laufen. Das geht nun wirklich zu weit. Ich hab ihr schon beigebracht, dass ich eine gewissen Anlaufzeit brauche... und dann, dann wetze ich neben dem Rad, als hätte ich in meinem Leben nie was anderes gemacht. Sie merkt gar nicht, dass ich sie eigentlich ziehe, denn so schnell wie ich ist sie ja nie im Leben. So schnell renne ich aber nur, weil ich weiß, dass es danach ein Leckerchen gibt... Ruhe, weil Cheffin arbeitet und zur Belohnung eine schicke Spielrunde mit Josh, meinem großen Freund. Der passt auf Jes auf, das ist Cheffins Chef. Josh ist eine Richback-Dogge, lieb und gutmütig. Ich darf ihn ärgern. Das kümmert ihn überhaupt nicht. Einmal, als er mir meinen Quietschelefanten wegnehmen wollte, habe ich ihn zornig angebellt. Das ist meiner. Ganz allein meiner. Josh hat das akzeptiert. Seitdem weiß ich, dass ich meine Sachen verteidigen darf. Das macht Spaß. Knurren ist toll, bellen tu ich nicht so gern. Aber knurren und so tun, als sei ich ein Großer, zum Spaß mit den Zähnen fletschen. Die Frau Doktor sagt immer, ich hätte so tolle weiße Zähne. Na, die muss ich doch mal zeigen.

Nach getaner Arbeit geht es denn entweder wieder nach Hause. Natürlich wieder am Rad. Nur, wenn ich wirklich keine Böcke habe, komme ich in mein eigenes Körbchen und lass mich fahren. Cheffin ist auch mein Taxi. Ich muss nur bockig genug sein, dann darf ich aufsitzen. Fahrradfahren ist toll... ich kann alles sehen, muss mich nicht anstrengen und bin trotzdem draußen. Ein bisschen Luxus muss auch sein. Das Gitter auf dem Bild sieht schlimmer aus als es ist. Mein Sicherheitsgurt, sozusagem.


Nachmittags sind wir meistens draußen. Am liebsten rase ich über die Dünen, die kleinen Huppel vor den großen Dünen, in die darf ich ja nicht... aber die kleinen machen auch Spaß....

Cheffin sagt, ich solle mal Schluss machen. Jetzt will sie nämlich raus. Die Sonne scheint grad. Wie ich den Laden kenne hier, gehts jetzt mit dem Bus zu Freund A... dort gibt's einen netten Ratsch, viele Streicheleinheiten für mich und danach laufen wir nach Hause... weil's doch jetzt so schön geworden ist. Und mit dem Wind, das ist nicht so anstrengend....

Von meinen Freunden erzähle ich ein anderes Mal.
Tschüß denn