Kleine Insel, große Freiheit
Donnerstag, 26. April 2012
April April...
Heute ist meiner einzigen Tochter 30. Geburtstag. Sie feiert ihn auf Hawaii.
Der Technologie sei Dank.... geskypt haben wir ... ich sah sie in ihrer jungle eco cabin...
wirklich mitten in Urwald, per Mobile Phone präsentierte sie ihre 1000 Mückenstiche.
Vor 30 Jahren lag ein winziges Menschlein in meinen Armen. Kind neu auf dieser Welt und auf jegliche
Hilfe und Wärme angewiesen. Mutter unsicher... mit Angst, das minikleine Wesen allein durch pures Halten
zu zerbrechen... linkisch würde ich das heute bezeichnen, unsicher und alles andere als einfach
zupackend. Zum Glück hatte sich diese Haltung schnell verändert.
Wünsche hatte ich für meine Tochter, Träume. Zum Beispiel, dass sie alles anders macht als ihre Mutter.
Sie sollte glücklich werden, mehr Lachen als Weinen erleben. Freude haben im Leben, nichts als Freude.
Welch frommer Wunsch... der sicherlich aus Mutterns Mangelerfahrung erwuchs.
Nun, heute ist sie zufrieden, glücklich und lacht viel. Sie hat in ihrem Leben viel Freude.
Aber einfach so... gab es das nicht.
Sie hat sich mit ihrem Studienwunsch durchgesetzt (ihr Kampf und meine späte Einsicht)
Sie hat während ihres Studiums unentgeltlich bei einem Radiosender gearbeitet... gerne und mit Leidenschaft
Heute ist sie Radiofrau mit Leib und Seele.
Sie wollte einen bestimmten Mann... und litt viele Jahre, weil er nicht wirklich frei war.
Sie hat ihn... er hat sich für sei befreit von alten Geschichten. Viele Liter Tränen und harte Arbeit,
ständig Dramen und eine Therapie.
Was dabei herauskam: eine völlig unkonventionelle Partnerschaft, in der beide zufrieden sind.
Erkenntnisse, die ich mir in 60 Jahren erarbeitet, hatte sie schon bis 30.
Sie ist keine von verwöhnten jungen Damen, die alles im Leben auf dem Silber
tablett serviert bekommen.
Ihre Haltung, ihre Einsichten, ihre Verantwortungen hat sie sich wirklich hart erarbeitet.
Dafür bewundere ich sie und dafür bin ich unendlich dankbar.
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