Die Leichtigkeit der Insel, des Sommers ist verflogen. Bleiern lastet die Ungewissheit über das Verschwinden eines 10jährigen Gastjungen auf ihr.
Wo gestern noch die Rotorengeräusche von zig Hubschraubern dominierten, liegt jetzt die Stille schwer auf der Insel... Keine Hubschrauber mehr, keine Suchtrupps, keine Spürhunde... seit gestern späten Nachmittag.
Wachte ich auf, dachte ich an den Jungen und daran, was passiert sein mag. Es quält mich.
Erinnerungen an Maddie werden wach... nur, jetzt ist es so nah und ganz anders, als es einfach in der Zeitung zu lesen. MICH hatte der einsame Polizist am Sonntag Abend gefragt, ob ich einen kleinen Jungen gesehen hätte... und stapfte weiter in die Dünen... in der Hoffnung, er werde ihn finden, im Spiel versunken. HIER fuhren die Feuerwehren nächtens durch die Orte mit Lautsprechern und suchten nach ihm: "Sebastian, komm nach Hause" oder "Es wird Sebastian gesucht..."
Mutter und Polizei gehen inzwischen von einem Verbrechen aus, das Wort "Entführung" geisterte gestern erstmals duruch die Insel und steht heute in BILD...
Es ist grad nicht alles gut auf der Insel... seit Sonntag