Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 29. September 2010

Mittwoch, 15:18 Uhr.... NEIN


Ohne den Kasten hätte man wunderbaren Meerblick... aber der Kasten steht ja da.


Durch dieses Veluxfenster sieht man den Anleger.. um die Ecke


Die Treppe ... weiß verkleidet mit neuem Belag könnte sie akzetabel sein


Hülsta würde hier am Kopfende für Sündgeld einen Super Einbauschrank hinstellen...
für Sündgeld..


Der Knaller: Wohnzimmer mit versüffter Küche und hobbygebauter Essbar mit Stühlen...
der derzeitige Mieter würde gerne alles verkaufen. Sein Blick spricht Bände.
ER würde mir die Wohnung nicht geben....

Die ganze Aufregung umsonst? Nein. Aber die Wohnung habe ich nicht genommen. Ich müsste, um sie so schön zu haben wie die meine in München, mindestens 10.000 euro reinstecken - und wer kann das machen? Allein die Materialien müssen vom Festland kommen....
Soviel Umstand für eine suboptimale Wohnung bin ich nicht bereit zu tragen.
Gelernt habe ich, wie schön ich doch in München wohne und wie professionell die Einbauten sind, die Scheibl gemacht hat. Und den kriege ich ja nicht auf die Insel und auch nicht seine Materialien... also AUS DIE MAUS.
BASTA

Jetzt darf ein kleines Appartment für die kommenden Saison kommen, in dem ich wohnen kann, Betonung auf: WOHNEN, nicht hausen.

Und, irgendwie sind mir Felsbrockemn von der Seele geplumst.
Es war tatsächlich so: ich kam rein und hatte das Gefühl: das wird teuer...Klar waren da Ideen und Bilder, aber immer noch war sie ziemlich dunkel und eng... das kann ich auch mit Farbe nicht ausgleichen.

Mal sehen, ob Jes die Wohnung nimmt.
Uff, jetzt muss ich raus und mich bewegen. Tut auch dem Blutdruck gut ;-)))

8:12 Uhr... ich lebe noch

... und erlitt heute nacht keinen Schlaganfall. Der Blutdruck tendiert wieder gen "normal erhöht", um 9.40h bin ich zum EKG bei Frau Dr. Claudia angemeldet... das geht auf dem Dorf ziemlich unproblematisch.

Ganz deutlich spüre ich, dass ein Teil von mir noch nicht auf der Insel lebt(en will) oder einfach - siehe unten Louise Hay - losgelassen werden will.

Wie gut manchmal eine fast durchwachte Nacht ist, in der neben den Gedanken auch die Gefühle spazieren gehen dürfen.

Da ist immer noch die Angst vor Neuem - klar. Vor dem Umzug - na und?

Die Vernunft, die sagt: ne super Wohnung hier, bist eh 7 Monate hier und den Rest verreist Du und revanchierst Dich bei Deinen lieben Freunden, die Dich im Sommer besuchten. Du besuchst Deine Familie und bleibst ein paar Wochen bei Mutti. Du nimmst Mutti mit auf Reisen. Du bist also nie wirklich allein, es sei denn, Du verziehst Dich im Winter ganz bewusst auf die Insel... dann bin ich auch wirklich reif dafür.

Den Sommer hier kenne und liebe ich...das Gefühl von JAAA dazu fühlt sich richtig gut an.

Blutdruck(hoch).. dazu sagt Louise Hay: lange bestehendes ungelöstes emotionales Problem... und sie empfiehlt folgendes neues Gedankenmuster:
Freudig lasse ich die Vergangenheit hinter mir. Ich bin im Frieden.

Lieber Gott, wenn Du mir jetzt auch noch sagst, welches ungelöste Problem das ist, wird alles gut. ;-))

188 : 96....

...das war mein Blutdruck heute abend... zu viel um ruhig zu schlafen, denke ich und schreibe lieber meinen Block, schreib's mir von der Seele - vielleicht liest mir ja eine liebe Seele zu.

Nur nicht schlafen, ich könnte mit einem Schlaganfall aufwachen, gelähmt sein oder nicht mehr sprechen können? Das war ein Gedanke vorhin.
Nachdem ich über Hypertonie las, bin ich wieder ruhiger und nehme mir vor, morgen früh gleich zu Dr. Claudia zu gehen, professionell messen zu lassen und dann weiter sehen.

Ich spiele gerade einige Szenarien durch:

1. Ich lasse ab von der Insel Idee, wenn sie mich derart unter Druck setzt... und kann schreiben, fühle eine Erleichterung.

2. Ich entscheide mich morgen einfach für die Insel und warte ab, was geschieht...und das Blut klopft hinter den Ohren

3. Ich versuche mich ganz zu entspannen und würde am liebsten jetzt in der Nacht spazieren gehen ... würde aber das ganze Haus aufwecken und nehme Abstand. Entspannen geht nicht ohne... loslassen

Loslassen von der Idee, jetzt und morgen unbedingt die Entscheidung fürs Leben zu treffen. Loslassen von der Idee, dass ich nur auf dieser Insel zufrieden und glücklich sein kann. Loslassen von der Idee, dass ich es immer allen recht machen muss... Loslassen loslassen und einlassen.

Einlassen auf die Idee, dass das Leben es richten wird - nicht ich. Ich muss nur zulassen...Aber wie mache ich das jetzt heute nacht, wo ich doch schon so dolle entscheiden wollte. Ich finde grad den Zugang zum Einlassen und Zulassen nicht. Wo bitte geht es zum Universum und meine dortigen Helfern? Wo bitte?

Vor lauter Blut-Druck habe ich mich nicht mehr gespürt, meine Gefühle nicht mehr wahrgenommen. Hab gedacht, dass ich schon längst klar bin...klar?

Es druckt an allen Ecken und Enden. Wie gut, dass ich das jetzt grad spüren kann.

Sigrid - unter Druck

Dienstag, 28. September 2010

"Not" macht erfinderisch....

Welche Ideen kamen mir in den letzten Tagen....wenn ich an (m)einen Her-zug denke....

Kleines Apartment in München mieten, damit ich immer noch einen Koffer dort habe und kommen kann, wann ich will, ohne Gast zu sein - wie wohl ich natürlich auch gerne Gast bin.

Meine Wohnung für ganz wenig Geld (400 pls Nebenkosten = 550) teilmöbliert untervermieten.... meine Lieblingssachen rausnehmen, das Arbeitszimmer und die Einbauschränke, inkl. Küche und Bad lassen
Da würde ich die solventen Mieter sofort suchen und... dann meiner Hausverwaltung präsentieren....wenn ich merke, dass es mir wichtig ist, in München eine Wohnung zu haben, für den Fall, dass ich zurück komme..

Hier nur das möblierte Apartment finden (wenn mir die Wohnung nicht gefällt, tagsüber zu dunkel ist, oder oder oder...) und doch in meiner Münchener Wohnung bleiben - dann würde die allderings nie nur teilmöbliert sein....

Mal sehen, was noch für Ideen kommen.

Heute habe ich mal wieder frei - und morgen und übermorgen. Mein Chef macht Frühstück und ich genieße, noch im warmen Bettchen zu sitzen, die Heizung gurgelt lauwarm vor sich in, das Wetter wird schöner - aber merklich kühler. Und... bald werde ich raus und meine Wäsche waschen.
Es ist Haushaltstag. Yipeeeehhh

Und wenn ich es genau nachfühle... sowas (Waschmaschine, Auslauf, schön frühstücken und den Tag schön mit Ausblick und "alles meines" beginnen) hier in meiner eigenen Wohnung zu haben, fühlt sich gut an.
Übrigens: meinen Job für das kommenden Jahr habe ich schon fest. Und ich gehe mal davon aus, dass die Tage verhandelbar sein werden... nicht aber die 400 Euro, allerdings der Stundenlohn. Da werde ich mich an dem orientieren, was die familiären Studenten heuer bekamen... außerdem macht André von der Post Andeutungen, dass sie sich "erweitern".... "the money lies on the streets of the isle of Amrum"... you only have to bow for it....
11.20h: die Wäsche ist gewaschen, das vorletzte Mal, die Fähre für den 12.10. ist gebucht... die Sonne ist raus. Ich werde meinen freien Tag an der Luft und beim Radln genießen.
Grüß Gott Alle miteinander.

Sonntag, 26. September 2010

Klär-Werk...

Klärung ist angesagt, Kopf klar kriegen, Angst angucken, alle "wenn, dann's" anschauen,
innere Bilder haben:

- Ich auf der Insel mit Wohnung, draußen kalt, innen warm, Hund muss pieseln... oder
- Ich auf der Insel mit Wohnung, Job, draußen warm und Besuch auch München... oder
- Ich in München, auf dem Rad durch den Engl. Garten von Schwabing kommend...
- Ich mit dickem Hals, weil die Trampeltrine über mir wieder unerträglich ist
- Helen kommt mich hier besuchen - das Wohnzimmer ist dann mein Schlafzimmer, Gäste
gehen eine Treppe höher...
- Meine lieben Freunde besuchen mich und wir sitzen alle bei den Wein Jungs...
-
-

Wie gut, dass es hier regnet, kalt ist und so langsam eckelig wird.
Ich bin froh, dass ich mir die Wohnung am Mittag ansehen kann - hell und freundlich soll sie sein. Schön denken ist wie schön trinken und dauert bis zur Ernüchterung nicht lange.

Danke für all Eure lieben Wünsche, Mutzusprechungen und Unterstützungen.
Das tut gut und hilft wirklich!!!

Mittwoch, 22. September 2010

Norderende???

Hannah kommt nicht mehr auf die Insel, ihre Wohnung ( die sie mieten wollte) ist frei und sucht einen MieterIn...und ich schaue mir das Ganze am nächsten Mittwoch an.
Hannah war begeistert - und ich denke, was Wohnen angeht, hat sie eine gute Nase und ein verdammt gutes Gefühl.




... das könnte meine neue Adresse auf der Insel werden.... Ihr seht das Haus und den linken (!!) Balkon. 2 Zimmer 60 qm auf 2 Ebenen, Vom Schlafzimmer der Blick auf den Anleger und Wittdün...


Und so sieht der Blick vom Eingang aus... direkt auf das Wattenmeer. In nicht mal 50 Schritten bin ich am Deich und dem Wattenmeer, nach links gehts zum Hotel (10 min) nach rechts "in die Stadt" zum Einkaufen.



Und etwa diesen Sonnenaufgang könnte ich vom Schlafzimmer aus sehen... jeden Tag, immer wenn es nicht regnet.... und das tut es ja hier selten.

Am kommenden Mittwoch schaue ich mir die Wohnung an, mache Fotos und schlafe drüber. versprochen!

Montag, 20. September 2010

Der Countdown läuft....

....das Ende des Inselsommers ist in Sicht. Am 11. Oktober mache ich das letzte Frühstück, am 12.10. geht meine Fähre um 6.15 Uhr.

Noch spüre ich keine Sehnsucht, keine Trauer, denn die Ferienwohnung für Weihnachten ist schon gesichert.

Eher freue ich mich auf Neues, auf 10 Tage Bad Brückenau, in denen ich meinen Walspeck abstreife und als Forelle wieder nach München fahre. Mit Angela, meiner lieben Freundin aus München, treffe ich mich am Jungbrunnen bei Weckbeckers. Im letzten Jahr hat mir die Woche sehr gut getan.

Hannah ist in Hamburg und hat mir ihre Frühstücksschichten da gelassen... super!!Jeden Morgen um 1/2 6 raus, Frühstück machen und arbeiten... ohne freie Tage, bis sie wieder auf der Insel ist. Die Götter wollen, dass ich mich auf mein Bett in München freue, auf ein Ausschlafen. Aber... die Wahl zwischen München und Ausschlafen vs. Amrum und Frühstück würde Amrum immer gewinnen. Und Frühstück hat auch was mit Unterhaltung und Freude zu tun... die Gäste freuen sich an mir und ich mich an ihnen.
Danke, Hannah!!!

Samstag, 18. September 2010

"Ich kann mich nicht satt sehen"....

... Endlich hat mal einer in Worte gefasst, was ich immer spüre und fühle, wenn ich über die Insel streife.... mehr mehr mehr und ich werde nicht müde, immer wieder überall neu zu gucken und Neues zu sehen und andere Farben und andere Stimmungen....
Es ist als male der liebe Gott in jeder Stimmung ein anderes Bild von der Insel und ich bin sein größter Fan...
André brachte seine Sehnsucht und seine Liebe zu Amrum damit auf den Punkt:
Ich - kann - mich - nicht - satt sehen.
So einfach ist es.

Als ich das iphone zücke, war er komplett, dieser Regenbogen - für den Bruchteil einer Sekunde. Und nun ist er nur noch lab zu sehen und dennoch rund und schön....
Ich weiß, anderes Lied, passt aber grade.



Die folgenden Bilder stammen vom gestrigen Spaziergang am Strand und zurück.
Das wichtigste Utensil dabei war: die Regenhose über der Hose...
Denn Goretex-Jacken, ob rot, schwarz oder olive, sind wunderbar Wind und Wasser abweisend...aber das doofe Nass läuft eben ab - auf die Stoffhose....
Ganz anders das Gefühl bei der Regenhose. Erst seit ich sie trage, weiß ich um die Richtigkeit des Spruches: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.
Also: Strand, Wind von hinten, Sonne und.... plötzlich der Guss aus tiefen schwarzen Wolken. Allein mit allen Gewalten.
Das Meer tobt vor sich hin (bei ablaufendem Wasser, wenn ich nicht schwimmen gehe, eher ein zahnloser Tiger), der Wind treibt mich nach vorne und der Regen duscht wie angestellt auf volle Pulle.... HERRLICH. Eines noch lernte ich durch Erfahrung:
die Regenhose will über die Gummistiefel gestülpt werden, denn ansonsten läuft das Wasser grad in den Stiefel. Und das ist ja auch nicht so lustig, finde ich.





Vom Strand direkt durch die Dünen und den Dünenwald... und schon wieder schien die Sonne. Ein wundebarer Kontrast... nicht satt sehen...



Und diesen Kumpel trafen wir - André und ich - als wir am Freitag nachmittag 3 Stunden (drei!!!! ) Stunden zunächst gegen 7 Windstärken in Richtung Norddorf gekämpft hatte, dann über das Quermarkenfeuer in den Dünen Schutz vor dem Sturm suchten und genussvoll letztlich durch den Wald unser Ziel erreichte: die dicke Himbeersahnetorte bei Schult.
Schmeckte richtig gut nach der Anstrengung. Und dieser kleine nette Fliegenpils stand einfach so da... ein Männlein stand im Walde, ganz still und stumm...

Mittwoch, 15. September 2010

Ich beiße gerade in trockene Nektarinen...

.... und merke: der Sommer ist vorbei. Aus meinem Fenster im Dach sehe ich sich die Bäume im Sturm bewegen, zwischendurch kommt der Regen wie im Vollwaschgang gegen die Scheiben gepeitscht, es pfeift und zieht....
Das hatte ich so noch nicht erlebt und finde es einfach klasse, im Trockenen zu sitzen und an Euch alle zu denken, meine lieben geneigten Leser.

Still war es hier geworden, meinte Tina. Ja, ich arbeitete nach meiner Rückkehr aus Freudenstadt mehr, musste danach einen Absacker direkt nach dem Arbeiten bei den Jungs trinken und fiel schließlich ins Bett.
Gestern und heute war Sylt angesagt - das letzte Mal in diesem Sommer. Und - damit ich wirklich alles erlebe - fiel der Adler Express aus, der mich in 45 min von einer zur anderen Insel hoppen lässt. Die wunderbare Alternative: mit der großen Fähre ans Festland und dann mit der Bahn über den Hindenburg-Damm. Als Insulaner nimmt man es hin, als GastInsulaner ist man erstaunt, dass man es hinnehmen kann.
Und weil ich es wirlich auskosten sollte, fuhr der Adler Express heute wegen des Sturmes nicht.... zurück also auf selbem Wege... aber mit dem aufregenden Erlebnis des Sturms direkt am Panoramafenster.... Und wenn das Wasser an die Scheiben klatschte, war es Regen oder Meerwasser oder beides....
Wahnsinn, es sah aus wie im 3D Kino... nur dass wir nicht nass wurden.



Der Besuch auf Sylt endete mit einem sehr netten Frühstück mit den TS Kollegen. Mir hatte es Freude gemacht, dort zu unterstützen. Sie würden mich gerne auf Sylt haben und suchen nun auch eine Wohnung. Jobs würde ich spielend kriegen. Nun sehen wir mal, wie sehr sie integriert sind. Denn: Sylter ist man erst, wenn man 2 Generationen auf dem Friedhof besuchen kann.... und davon gibt es niemanden, den ich kenne.
Beziehungen sind die, die nützen.... sagt Mutti immer. Schaun wir mal.



Hier noch ein schönes MorgenhimmelamWattBild,als es noch Spätsommer war - vorgestern.

Ich komme jetzt wieder öfters rüber. Die letzten 4 Wochen beginnen, Hannah ist ab morgen für bestimmt ne Woche in HH. Für mich heisst das: Mehrarbeit.

Bis denne

Freitag, 10. September 2010

noch einmal schlafen...

Die Tage hier waren wichtig, Mutti geht es prima, sie genießt mein Hiersein.
Viel gelacht haben wir, shoppen waren, spazieren in "urbanen" Gegenden, weil es die so auf der Insel nicht gibt, ins Kleinstadtgedränge mischten wir uns bis ich meinte: Gott sei Dank ist das bald vorbei.
Heute morgen saßen wir sogar mit einem Milchkaffee auf Europas größtem bebauten Marktplatz in der prallen Spätsommersonne. Der Wecker ist auf halbsechs gestellt, um sieben geht der Zug, nach einem Umstieg in FFM fährt mich der IC bis an die Wasserkante.
André und Hannah holen mich ab....

Hannah hat eine Wohnung auf der Insel... Helen hatte sie gefunden und Hannah "schlug zu. Juhuuu. Ein Problem ist gelöst.

LOTTO habe ich heute gespielt, nachdem ich entdeckte, dass mein Lieblingshaus in den Dünen direkt am Bohlenweg zum Süßwassersee abgerissen und neu gebaut wird.... eine 3ZiWohnung mit Terrasse für 255.000,00. ....bieten sie im Internet an... Immerhin kommen grad Wohnungen zum Kaufen, wenn ich 25946 als PLZ angebe.

Morgen um diese Zeit bin ich zurück und freue mich auf eine behagliche Weise.

Mittwoch, 8. September 2010

Bei Muttern....

2 große Zimmer, Küche, Bad und große Diele, geräumiger Keller, 2 Waschmaschinen, ein Trockner, großer Flachbildschirm.... WLAN und anne Heizung, Rotwein wohl temperiert, ALDI um die Ecke, Waldwege unweit des Hauses, Regen, der auch mal aufhört...
Mutti, die wohlauf ist und in ihrem Rythmus glücklich und zufrieden....GOTT SEI DANK !!!

Schön ist es hier. Ich genieße das Hiersein und freue mich auf die Insel. Dort zog inzwischen der Herbst ein - mit Stürmen und Regen... Na und, es wird auch wieder wärmer.

Bis Samstag ist Genießen angesagt... die vielen Schritte von A nach B, das breite Bett, die große Glotze, den großen Kühlschrank, Mutti und ihre liebevolle Betreuung...

Dann bin ich wieder die Inselfrau

FestLand....

25 min Verspätung, in Karlsruhe ein Taxi-Gutschein der DB, Regen in Freudenstadt, Ausmisten mit Muttern, Menschliches....
Das ganz natürliche Leben hat mich hier auf dem FestLand eingeholt.

Lasse ich auf der Insel Dinge einfach an mir vorbeirauschen? Passieren manche Dinge nur auf dem FestLand? Klar, Züge haben auf der Insel keine Verspätung - und wenn der Adler nicht nach Sylt fährt, dann sind 10 Windstärken und das ist eben so. Insellage hilft, Dinge anzunehmen, die die auf dem festen Land partout anders haben wolltest.

Es fühlt sich an, als hätten die Dinge auf dem Festland ein anderes Gewicht... im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie schwerer, dringender und sperriger....

Am Samstag fahre ich zurück und bin sehr gespannt, wie sich die Rückkehr anfühlt.

Montag, 6. September 2010

inselhopping


Hoppe gerade von der Insel...

Mein Chef möchte, dass ich bis in den Oktober hinein auf der Insel bleibe - Frühstück mache und sein Büro "winterfest" mache. Dazu MUSS er viel Zeit haben (weniger Gäste) und ich auch, denn seine Buchhaltung wollen wir noch ganz erledigen.

Nun, und meine Mutti möchte auch Dinge mit mir erledigen. Also hat sie das Pré. Für diese Woche fahre ich gerade in den Schwarzwald.... 15 min Verspätung haben wir schon vor FFM... Falls ich die S-BAHN nicht kriege, zahlt die Bahn ne Taxe.
Dann hoffe ich doch mal, dass die SBahn nicht wartet .-))

Ich melde mich wieder, wenn ich wieder auf die Insel drau-gehoppt bin.

Freitag, 3. September 2010

Ein mystischer Morgen....


Heute nur mal schnell die Bilder, die ich heute morgen auf dem Weg zum Hotel unbedingt machen musste.
Soooo einen Sonnenaufgang, soviel Zauber und Mystik, hatte ich die ganzen 4 Monate noch nicht.... die Tage werden kürzer, die Sonne kommt später...
Inzwischen treffen wir uns am Watt, die Sonne und ich. Den ganzen Sommer über war sie schon früher wach als ich.




Die Wolken rechts im Bild sehen aus wie eine Nachtbösefratze, die von der Sonne aufgelöst wird... wie ein Pirat, dem der Tag die Kraft raubt...


Donnerstag, 2. September 2010

Strandlauf mit Helen....



11.00 Uhr in Norddorf: Sigrid erscheint bei Helen und Christoph. Helen muss noch duschen und Christoph hat sich einen Darmvirus eingehandelt... Cola, Salzstangen und Heiabett. Er lies, hört Musik und scheint dennoch mit seiner Welt zufrieden.
Helen startet mit mir...

Wir fahren zur Vogelkoje, laufen über die Dünen zum Quermarkenfeuer und... entern dort den Strand... keine Menschenseele außer uns... bis wir zur Waterkant kommen. Dort sieht es aus wie München Marienplatz. Aus allen Löchern sind sie wieder raus, die Gäste und Inselurlauber. Das Wasser ist weit weg, der Strand demzufolge riesig.

Wir laufen und laufen und laufen. Schön. Gegen die Sonne und mit dem Wind.

Krabbenbrot und ein Eis ist die Belohnung, bevor es wieder zurück geht. Inzwischen ist das Wasser wieder am Kommen. Wir laufen mit Sonne und gegen den Wind.




15.30 Uhr: wir sind zurück am Quermarkenfeuer. Eine Stunde tummeln wir uns noch in den Dünen, bevor Helen zu Christoph fährt, der inzwischen leichtes Fieber hat und dem es wirklich nicht gut.

Ich habe unseren Tag genossen und freue mich auf's Arbeiten morgen früh.

Kein WG Typ....

Kleines Doppelhaus direkt am Wald - Tannemwai - idyllisch gelegen. Mit Parkplatz.
Du stolperst über tausende von Schuhen,Schultaschen, Jacken, Roller und Skateboards. Schmale Treppe nach oben, offene Türen, Kinder, die einen durch das Treppengeländer begrüßen mit "ich seh Dich"... Mechthild: ca. 50, ein wenig verhärmt, distanziert, nordisch-kühl und ziemlich klar: bis Ende November, dann kommt mein Freund regelmäig her und beteiligt sich an der Miete. Das Zimmer: dunkler als mein Wohnclo, ein Fenster, spärlich eingerichtet und für 250,--Euro ziemlich überbezahlt. Auch als Übergangslösung. Die Wohnung.... "kannst Du mitnutzen, wenn ich nicht im Hause bin"... das Clo "mein Clo" ungepflegt und dreckig, das Duschbad für alle und... Geigen in jedem Zimmer.

"Mutti, wenn Du hier einziehst, denke immer dran: die Lina spielt Geige oder versucht es zumindest"... Ruhe würde ich da weniger haben, und ungestört wäre ich auch nicht.
Nein, meine Zeit mit halbwüchsigen Kindern ist vorbei.

Bis die Enkel kommen - und da bin ich kein zahlender Gast.
Mechthild, das war nichts.