Kleine Insel, große Freiheit
Sonntag, 29. April 2012
Süß und kuschelig...
Besuch war da - eine Freundin aus München, die maßgeblich dazu beigetragen hatte, dass
1. ich hier auf Amrum gelandet bin... sie wurde hier geboren
2. Frühstück im Hotel ihrer Schwester mache (es lebe der Klüngel ;-))
3. mich mit ihrer hiesigen Familie gut verbunden fühle... ein bisschen wie zuhause erlebe.
Sie schlief hier, weil zur Konfirmation der Nichte die GANZE Familie angereist war... alle Betten, die
die der Fammillich zur Verfügung stehen, waren schon besetzt... "Kann ich bei Dir schlafen?"
Na klar. Ich freute mich auf einen langen Ratsch und Austausch.
Zum Abschied ließ sie mir einen Gruß da (ich war schon in Hotel)... "Du hast eine so süße Wohnung".
Über solche Rückmeldungen freue ich mich noch immer, denn ich habe mir ein kleines Paradies geschaffen,
hoch über den Dächern, mit leichtem Seeblick und im Sommer nur in Grün. Zwischen den Häusern am
Horizont (Obere Wandelbahn) blitzt das Meer durch, ganz weit am Horizont, denn wir liegen am
fast 2 km breiten Kniepsand.
In vielen Wohnungen habe ich gewohnt in meinem Leben. Im Norden, im Osten und im Süden unserer Republik.
Richtig wohl und zuhause fühlte ich mich in meinen Dachwohnungen, die kuschelig und "um mich rum" waren.
Die Liebe auf den ersten Blick gibt es auch bei Wohnungen, weiß ich heute. Es passt, wenn ich gleich beim
ersten Besichtigen die Ideen habe, wie alles mal werden wird, wo was wie eingerichtet ist und vor allem,
wie ich mich fühlen werde.
Zuhause, weiß ich heute, ist keine Adresse, sondern viel mehr... Es ist das Gefühl. Zuhause ist kuschelig.
Zuhause ist geborgen, eingebettet und leicht.
Und genau so fühle ich mich hier. Wunderbar.
Freitag, 27. April 2012
Der Blog erhielt eine Verjüngungskur...
nein, nicht die Inselfrau. Das Layout ist fröhlicher geworden. Dank Blogger ;-))
Geöffnet habe ich ihn für alle Interessierten. Bin sehr gespannt, wer sich hier verläuft.
Ein konkrete Ausrichtung will ich meinem Geschreibsel nun auch geben:
(M)ein Inselleben hat viele Facetten... Natur pur, Hund und Frauchen, Aufgaben und Pflichten,
Zusammensein mit Einheimischen und Gästen, mich besuchende FreundInnen...
Vielleicht gelingt es mir, durch das Schreiben und Reflektieren meinem Insel L(l)eben
eine neue Tiefe, Dimension, ein noch bewussteres Sein hier zu geben.
Wenn ich ein Ziel beschreiben sollte, ist es das.
Erreichen möchte ich es durch Schreiben, Nachspüren und, wenn es ganz wunderbar
ist, durch die Rückmeldungen von geneigten, genervten oder enttäuschten Zu-Lesern.
Inselfrau freut sich auf alle Rückmeldungen!
Donnerstag, 26. April 2012
April April...
Heute ist meiner einzigen Tochter 30. Geburtstag. Sie feiert ihn auf Hawaii.
Der Technologie sei Dank.... geskypt haben wir ... ich sah sie in ihrer jungle eco cabin...
wirklich mitten in Urwald, per Mobile Phone präsentierte sie ihre 1000 Mückenstiche.
Vor 30 Jahren lag ein winziges Menschlein in meinen Armen. Kind neu auf dieser Welt und auf jegliche
Hilfe und Wärme angewiesen. Mutter unsicher... mit Angst, das minikleine Wesen allein durch pures Halten
zu zerbrechen... linkisch würde ich das heute bezeichnen, unsicher und alles andere als einfach
zupackend. Zum Glück hatte sich diese Haltung schnell verändert.
Wünsche hatte ich für meine Tochter, Träume. Zum Beispiel, dass sie alles anders macht als ihre Mutter.
Sie sollte glücklich werden, mehr Lachen als Weinen erleben. Freude haben im Leben, nichts als Freude.
Welch frommer Wunsch... der sicherlich aus Mutterns Mangelerfahrung erwuchs.
Nun, heute ist sie zufrieden, glücklich und lacht viel. Sie hat in ihrem Leben viel Freude.
Aber einfach so... gab es das nicht.
Sie hat sich mit ihrem Studienwunsch durchgesetzt (ihr Kampf und meine späte Einsicht)
Sie hat während ihres Studiums unentgeltlich bei einem Radiosender gearbeitet... gerne und mit Leidenschaft
Heute ist sie Radiofrau mit Leib und Seele.
Sie wollte einen bestimmten Mann... und litt viele Jahre, weil er nicht wirklich frei war.
Sie hat ihn... er hat sich für sei befreit von alten Geschichten. Viele Liter Tränen und harte Arbeit,
ständig Dramen und eine Therapie.
Was dabei herauskam: eine völlig unkonventionelle Partnerschaft, in der beide zufrieden sind.
Erkenntnisse, die ich mir in 60 Jahren erarbeitet, hatte sie schon bis 30.
Sie ist keine von verwöhnten jungen Damen, die alles im Leben auf dem Silber
tablett serviert bekommen.
Ihre Haltung, ihre Einsichten, ihre Verantwortungen hat sie sich wirklich hart erarbeitet.
Dafür bewundere ich sie und dafür bin ich unendlich dankbar.
Abonnieren
Posts (Atom)