Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Donnerstag, 31. Mai 2012

Was sollte ich heute tun?

Guten Morgen lieber Tag....
(danke troth, welch schöner Anfang für eine todo liste)

Der Himmel sieht nicht nach Regen aus... also doch:                        Fenster putzen
Die Reisewäsche ist gewaschen und trocken... also:                          Bügeln
Der Monat ist am Ende... also:                                                           Buchhaltung für Freund A

Das Finanzamt hat die Frist verlängert;... die Steuer ruft, die sollte ich heute vorbereiten.
Denn... der Juni huscht wahrscheinlich ähnlich schnell über den Kalender. 

Es ist 7.00h, das Wetter ist überraschend. Herrlich, dass die Morgensonne lugt. Hr. Schmid wartet auf die ersten Möglichkeit, seiner Geschäfte nachzugehen.

Das bisschen Haushalt werde ich bis 10.00 h fertig haben.
Nach einem schönen Strandgang werde ich über die Mittagszeit die Buchhaltung machen...

Merke gerade, dass so eine Liste was hat.... der  Handlungsmodus ist auf "go and do" gestellt und...
das hilft, den A hochzukriegen.

Wunderbar, lieber Tag. Dann werden wir mal starten.


10.00 Uhr... Fenster geputzt, gebügelt, Bett bezogen.... geht doch :-))



Mittwoch, 30. Mai 2012

Was macht mich glücklich?

Aus Ralf's Triggerfragen für's Tagebuchschreiben zog mich nur diese an...

Ich war verreist. Im Süden. Über Pfingsten.
Das erste Mal während der letzen 4 Jahre nahm ich mir über Pfingsten FREI... besuchte meine Familie und genoss die Wärme im Süden. 28 Grad fühlt sich an wie Süditalien, wenn man von der Insel kommt. "Sooo warm kann es sein", dachte ich. So warm hatten wir es in den letzten 3 Jahren ganz selten. Ich genoss es und ... fand es schnell zu warm.

Was macht mich glücklich? Zu erleben, dass es Mutti gut geht, dass sie sich auch nach Gesa's Tod wacker hält, ihre Rückenschmerzen (ISG) annimmt, dagegen Pillen einnimmt und läuft. Dass sie sich nicht vom Verlustschmerz auffressen lässt sondern dankbar ist dafür, dass  und was Gesa für sie war...
Dass sie ihren Rythmus wieder findet und sich nun auch auf die Tage auf der Insel freut... bei aller Zurückhaltung und berechtigtem Bammel vor einer so langen Reise... Ich freue mich auf die Zeit, die sie hier bei mir verbringt und freu mich, dass sie die Strapazen einer so langen Fahrt auf sich nimmt... weil es Gesa's letzter Wille war und weil sie meinen Platz in der Welt endlich kennen lernen kann.

Was macht mich glücklich? Tochter H. zu erleben, wie sie entspannt, gut erholt, blendend aussehend und in innerer Balance geerdet ihr Leben lebt, ihre Beziehung reflektiert und total guter Dinge ist. Soooo frei, so froh und so zufrieden habe ich sie lange nicht erlebt. Das macht mich glücklich.

Was macht mich glücklich? Zufrieden in der Familie zu sein, alle meine Lieben um mich zu haben und dennoch gerne wieder auf meine Insel zu fahren. Die Sehnsucht ergriff mich... tippte mir leicht auf die Schulter.  Es fühlt sich gut an, an so vielen Orten zufrieden zu sein, sich wohl zu fühlen und dennoch den EINEN zu haben, wo man hingehört.
Es fühlt sich verdammt gut an, sich mit den Seinen wohlzufühlen....geborgen und aufgehoben, geliebt und angenommen. Und das alles über große Distanzen.

Japp, das alles macht mich glücklich.  Und vieles mehr... hier anzukommen, zu erleben, wie Schmid nach den langen Zugfahrten am Strand geradezu aus dem Häuschen ist, wie  er rast und tobt.
Das erste Glas Wein bei André... liebevoll von guten Freunden umarmt und begrüßt. Die erste Nacht im eigenen Bett. Selbst Schmid, der heute morgen schon um 6.00 h rauswollte. Das alles macht mich glücklich.


Und immer zu wissen, da ist ein Schutzengel mit mir, der mich behütet und trägt. Wenn er mir nicht,  wie kürzlich geschehen,  aus Bronze geschickt wird - aus heiterem Himmel (Danke Petra, ich freu mich so)  - dann finde ich ihn in den Wolken.

Sonntag, 20. Mai 2012

Frühstücks-Rampensau?

Hallo?????

Mein Chef meinte dies heute sicherlich als Kompliment...
Goggelte und fand folgende Definition für Rampensäue


 "Bezeichnet wird damit ein Darsteller, der dazu neigt, sich bei einer Aufführung vor Publikum gerne in den Vordergrund zu spielen, auch wenn die Darstellung seiner Rolle dies eigentlich nicht vorsieht. Er untergräbt also die Ensembleleistung bzw. den Inhalt des Stückes und betont seine persönliche Rolle. Er präsentiert sich dem Publikum als „Star“ der Darbietung.
Nicht zwangsläufig ist der Begriff „Rampensau“ dabei negativ (z.B. neidisch) besetzt. Oft wird er sogar als Kompliment benutzt, um einen Schauspieler zu charakterisieren, der dazu in der Lage ist, auch mit einer kleinen oder undankbaren Rolle noch spektakulären Effekt zu erzielen. Gerade bei der Aufführung von schwachen Stücken sind es oft die Rampensäue, welche die Vorstellung vor der totalen Langeweile retten können......"




Als ich vorgestern hörte, dass wir 34 Frühstücke haben werden... träumte ich nachts, dass ich ins Hotel komme, alles anders ist, neuer Tresen, neues Geschirr, neuer Gastraum. Ich finde nichts, irre wir ein hilfloses Etwas durch die Gegend, kriege nichts gebacken, die Gäste kommen und nicht mal ein Kaffee ist gekocht... Aufgewacht, früh aufgestanden, fertig gemacht und mit einem großen Maß an Achtsamkeit alles vorbereitet. Alles ging gut... siehe gestern.

Heute morgen kamen sie nicht "kleckerles"weise, sondern in Massen um 8.00h.... eigentlich standen sie schon um 7.40h auf der Terrasse. Sigrid, achtsam, bereitete wieder alles in RUHE vor und lud um 10 vor 8 zum Frühstück ein. Alles war fertig und ich hatte wenigstens einmal durchgeatmet.
Der Spaß dauerte heute wieder bis 12.00 Uhr und mittendrin meinte Chef in der Küche, als ich Rühreier für Tisch 5.1. machte: Du bist ja eine regelrechte Frühstücks-Rampensau.

Als Wort der Woche wurde die Rampensau mal so definiert: 
Schweine brauchen Essensreste und einen warmen Stall um zu überleben. Rampensäue brauchen nur das Scheinwerferlicht. 
  
Stimmt, wenn ich keine Gäste hätte, keine Kommunikation, keine Rückmeldungen und mal kleine Schnacks, wenn ich also "nur" als dienstbarer Hilfsgeist  in der Küche auf Anweisung Eier rühren und kochen müsste, Kaffee und Tee zubereiten, Brötchen backen.... dann wäre ich bestimmt nicht Frühstücksfee geworden auf meine alten Tage. Der Spaß liegt im Miteinandern und zugegeben, auch ein wenig in der Show. Mit Gästen, die nicht mip und map sagen, nicht Guten Morgen und Auf Wiedersehen, die nicht bitte sagen, wenn sie Rühreier wollen, mit denen habe ich keinen Spaß. Und sie nicht mit mir. Also doch Rampensau? Na, wenn schon.



Samstag, 19. Mai 2012

Endlich warm....

Wenn das Champions League Spiel grad nicht wäre, säße ich jetzt noch bei Freund A im Postgarten und tränke mit ganz netten Insulanern einen Schoppen. Der erste wirklich laue Abend. Das Wetter - es wird tatsächlich. Das Herz geht mir auf und ich blühe auf wie ein Primelchen, wenn es mal gegossen wird.


Voller Tag heute... Frühstück für 34 (vierunddreißig) Menschen, in zwei Schichten. Kam deshalb auch erst um 13.00 h raus.  Langer Tag, viel getan, großer Wirkungsgrad (das wünschte mir gestern eine Freundin).  Ein Gästeehepaar bedankte sich bei mir mit einem ganz wunderbaren Geschenk:
Sanddornlikör  in einer total schicken Flasche, die, so er geleert sein würde, als Rosenvase dienen wird. So etwas freut mich viel mehr als ein Tip, Scheinchen, was in die große Kasse kommt und durch alle geteilt wird. Das ist ein ganz persönliches Dankeschön für Rühreier, pünktlichen Kaffee und immer einen schönen Tisch am Fenster mit Blick auf's Meer. Und es bleibt eine Erinnerung an die lieben Gäste, die jedes Jahr kommen und sich immer so sehr freuen, hier zu sein.

Erst kurz vor dem Übertragungsbeginn kamen wir heim - Schmid und ich. Ein kleiner Beweis ist das Photo... wir  auf dem Deich vor dem Wattenmeer bei untergehender Sonne. Der weiße Fleck am Horizont ist die 20.00 Uhr Fähre, die gerade inläuft. Rechts im Bild ist die Skyline von Wittdün, "meiner" Stadt, die eigentlich ein Dorf ist. Die Insulaner sagen: Stadt, weil es ein bisschen städtisch aussieht.



Die erste Halbzeit werde ich noch gucken, dann Schmid trullern lassen und in die Heia gehen... Morgen kommen schon um 8.00  Uhr die ersten 20 Gäste, weil sie die Fähre kriegen müssen. Massenverköstigung im Weltenbummler...

Ein schöner Tag war's, gut gelaunt bin ich und dankbar, dass ich wieder Freude habe.



Freitag, 18. Mai 2012

Meine liebsten Inselbilder Teil 1

Ich möchte Euch jetzt, da ich sie endlich wieder fand, immer mal einige schöne Inselbilder zeigen. Nicht immer, nur manchmal.

Diese Kuh stand so nah am Radweg, dass ich nicht umhin konnte, meine "Tante" zu knipsen
Die Fohlen finde ich ganz allerliebst, wenn sie so mit ihren Stöckerbeinen bei Mama stehen
Das ist mein Lieblingshaus in Nebel. Die Gärtnerin ist das ganze Jahr am Gange und macht ihren Garten zum Anziehungspunkt für die Gäste und Einheimischen.
So leer ist der Radweg schon lange nicht mehr...
Ich liebe diesen Waldweg, Zu Fuß und aufm Rad
Auf die hatte ich lange gewartet. Sie tat mir dann den Gefallen und  erfreute mein Herz. Auf den Adlerschiffen haben sie Möwen unter Vertrag, denn sie sitzen schon auf den Schornsteinen (Auspuffen?), und sobald das Schiff in Fahrt ist, fliegen sie den Gästen direkt vor die Linse.
Der Hebamme ihr Haus. Wenn der Rhododendron voll in der Blüte ist. Das ist in Norddorf.
Hier brennt es nicht, wenngleich grad die Brandstifter unterwegs sind. Hier spiegelt sich die untergehende Sonne im Haus.
Der Fasanenvater musste sich aufplustern und so seine Familie vor mir schützen. Aber eigentlich ganz zahm.
So sieht der Adler Express aus, wenn er in voller Fahrt mit genug Wasser unter sich an der Westküste der Insel als meine "Nordsee S Bahn" nach Sylt fährt.
Noch ein Fohlen. Der Reiterhof hat so wunderschöne Pferde. Das freut mich sogar, die sich nicht wirklich ran traut und noch nie auf einem Pferd gesessen hat.

Ach ich freue mich so, dass ich das mit den Bildern nun auch kann... von 10% auf 11% geklettert ;-))

Ein ganz entspannter Vormittag

Die Kartoffeln köcheln vor sich hin, der Spargel siedet, der Hund knabbert an einem Ochsenschwänzchen rum - in seiner Reisetasche zum Üben für die kommende Woche, die Waschmaschine nüdelt zwei Teile der Couchbezüge durch, im Hintergrund ein US amerikanischer Sender mit Musik aus den 70igern... bei John Denver schmelze ich noch immer dahin.
Die pralle Sonne scheint in die Wohnung, von allen Seiten hell und grün, der weißblaue Himmel ist hier blauweiß, friesisch eben. Ich fletze auf der Heizungsbank (Guckestuhl ist zu hell für PC) und genieße, dass alle Helfer am Werke sind, ich nicht mehr das Waschbrett brauche, die Spülmaschine hilft, der Herd auf klein steht und... der Hund langsam sein Reisebehältnis annimmt.... ganz schief hat er die Tasche angeschaut... dahinein? No way, schien er mir erst zu signalisieren.. dafür bin ich doch jetzt viel zu groß. Haha, denkste... Knochen war doch stärker.

Gestern abend fand ich in den Weiten des worldwideweb meine verlorenen Bilder... picasa von google, es gibt sogar ein Album, in dem alle Blog-Bilder zusammen sind. Nun muss ich ausprobieren, wie ich Bilder vom picasa-Album hier herrein kriege... vielleicht mit Link, denn runterladen geht nicht. Wer eine Idee hat, möge sie mir bitte morsen.

Inselleben... Gestern abend schaute ich aus meinem Meehrblickfenster und sah den Adler Express im Kniep stecken...
direkt vor meiner Haustür. Er hatte sich glatt verpeilt und stand auf einmal mit der Nase im Sand. Nix passiert, die hiesige "Eilun" nahm alle Sylter mit. Einige mögen vielleicht ihre Flieger nicht bekommen haben... aber keine Verletzten.
Das war so etwas Besonderes, dass es heute gleich in den Amrum News steht www.amrum-news.de


So sieht das aus, wenn der Adler Express die Insel hinter sich lässt... gestern eben nicht.

Inzwischen ist der Spargel verspeist, die Polster sind aufgehängt, die Küche ist fast fertig, allein mein geliebter Rhabarber köchelt noch vor sich hin.

Und wie freue ich mich, dass ich nun doch das mit den Bildern geschafft habe.
Gelernt: nicht aufgeben, trial and error dauert eben ein wenig länger, hihi.

Gleich geht's in die Sonne. Hund und Cheffin freuen sich drauf.
Ein ganz normaler entspannter Inselvormittag.





Mittwoch, 16. Mai 2012

Meine Raps-odie in blue and green

"„Diese Komposition zeigt das außergewöhnliche Talent eines jungen Komponisten, der mit einer Form kämpft, von deren Beherrschung er weit entfernt ist. […] " war eine der Kritiken nach der Uraufführung von George Gershwins berühmten und legendären Rhapsody in Blue.

Ählich wie hier beschrieben, geht es mir mit meinem Blog... der mit einer Form kämpft, von deren Beherrschung er weit entfernt ist. Ich finde, das passt und ist auch gar nicht schlimm. Hier geht es um schreiben, denken, ausprobieren, experimentieren, mich auch um mich drehen und um meine Befindlichkeiten, Seele trösten und in den Hintern treten... mich freuen und auch annehmen, was ist und neue Ufer finden.


Als ich anfing zu schreiben, vor ein paar Minuten, pladderte es entsetzlich. Dabei entstand das Bild mit den Regentropfen, die Raps-odie in green... als Gegensatz zu dem kraftvollen, prachtvollen Gelb des Rapses als wunderbarer Kontrast zum blauen Himmel... meine Raps-odie in blue.
Inselwetter kann sich in nullkommanix von Dur nach Moll und wieder zurück drehen. Der Regen mit dem starken kalten Wind hatte sich mir inzwischen aufs Gemüt gelegt. Annehmen was ist, ist leicht gesagt... es aber mal angeschaut zu haben und wirklich wieder ganz bewusst JA zu sagen zu dem, was ich nun wirklich nicht ändern kann, hilft. Das soll ja auch im richtigen Leben hilfreich sein, sagt Byron Kathie.


Regen hat aufgehört... Besprechen hilft also.
Das mit dem Bildern probiere ich noch weiter aus... gefällt mir noch nicht so gut.
Schmid schläft noch. In drei Stunden sind wir schon auf dem Adler und tuckern durch die Nordsee nach Sylt.
Ich genieße meine freien Tage, endlich mal wieder drei hinter einander. Welch ein gutes Gefühl.








Montag, 14. Mai 2012

Aus dem Tritt...

Irgendwie bin ich gerade ein wenig aus dem Tritt geraten. Habe mehr gearbeitet, als mir gut tut, sehne mich mal wieder nach Ausschlafen, müßte dringend bügeln und bräuchte gerade mehr Anschub als ich habe.

Wie äußert sich das?
Heute morgen zum Beispiel weigerte ich mich, gegen 6 Windstärken mit dem Rad und Schmid daneben über den Deich zu fahren. Statt dessen nahmen wir das Auto, liefen noch ein paar Minuten in den Wald, aber immer schon mit dem Gedanken, das darf jetzt nicht so lange dauern... ich muss um 8.00 mit dem Frühstück fertig werden. Damit war die innere Ruhe dahin, ich vergaß die große Espressomaschine anzustellen, die ersten Gäste waren dann auch schon viertel vor 8 da... Ich fand meinen gewohnten meditativen Morgenrythmus nicht, stand mir selbst im Weg. Das macht unzufrieden und unlustig. Schade um den Tag. Außerdem hatte ich, wie sollte es anders sein an solchen Tagen, eine Hose an, die kneift.. und eine viel zu lange Bluse. Allein die Haare saßen, weil genug Kleber drin war und wir das Auto genommen hatten. Na toll.

Was hatte gefehlt?
Die Bewegung in Ruhe über den Deich... die ersten 20 Minuten ganz für mich in der Natur. Die innere Ruhe und das "sich durchpusten lssen". Eitelkeit... pure Eitelkeit.. die Haare sitzen dann nicht mehr. Und Faulheit... so viel Kraftaufwand für die paar Kilometer, das schaffe ich heute nicht. Ich hatte mir selbst ein Bein gestellt.

Warum konnte ich heute morgen mitten in der "merde" (so sagt mein Chef, wenn's nicht läuft) nicht einfach innerlich STOP sagen, tief durchatmen, achtsam sein, zu mir zurück kommen und mit einem Lächeln auf den Lippen weitermachen?
Ich hatte mich so tief in die Negativschleife gefressen, dass ich es gar nicht merkte, zunächst, und später gefiel mir das bisschen Selbstmitleid auch ein wenig.

Inzwischen läuft die Waschmaschine, nachher stelle ich gleich das Bügelbrett auf, damit ich heute abend keine Ausrede habe. Und.. ich nehme mir Renate' s Hinweis zu Herzen... die Selbstwirksamkeit durch Tun zur Entfaltung zu bringen.
Schmid will nachher raus, mir tut eine große Runde gut, auch gegen 6 Windstärken. Heute mal kein Treffen mit Freund A, sondern nur ich und ich und Schmid. Dann bin ich wieder im richtigen Tritt.

Und morgen, egal, wie das Wetter ist, geht's wieder über den Deich.


Sonntag, 13. Mai 2012

Danke ... fühlt sich richtig gut an

Heiraten auf Amrum... ein Trend, der seit Jahren immer mehr Hochzeiter auf die Insel spült.
Trauungen auf dem Leuchtturm, in der Alten Mühle, im Ömrang Huus, einem alten friesichen Bauernhaus, auch in der Nebeler Kirche. Vom Wonnemonat bis September heiraten sie auf der Insel.

Unser Hotel ist eine Lieblingslocation, wenn sie JA gesagt haben. Unser Chef ist genadeter Koch-Künstler. Selbst die Inselkollegen geben neidlos zu, dass er der Beste ist.
"Gestern hat er wieder die Latte höher gelegt und sich selbst übertroffen", meinte heute der "aktuelle" Bräutigam.
Vor einem Jahr hatte er seiner jetzt Angetrauten auf dem Leuchtturm den Antrag gemacht. Gestern sagten sie JA in der Mühle. Der Standesbeamte, ich traf ihn heute, war ganz begeistert von den Menschen. Er hatte so viele Informtionen bekommen, dass er eine zauberhafte Zeremonie inszenieren konnte... mit Musik und einer Dichterlesung. Er war noch ganz gerührt. Mich hatte begeistert, dass die Brautleute ihren Tag mit so viel Liebe zum Detail vorbereitet hatten... die Blumen, die kleinen Gesten für die Gäste, der Tagesablauf. In allem war so viel Herz und Liebe zu spüren, auch für uns, die eigentlich dienstbaren Geister.

Ich konnte mich richtig mitfreuen. Dass sie ein Kleid trug, was wirklich zu ihre passte, dass das Wetter immer mitspielte, wenn sie draußen waren, dass das Essen schmeckte und dass sie heute morgen strahlend zum Frühstück kamen, weil sie wirklich einen wunderbaren Tag erlebten... und uns das auch spüren ließen.
Besonders berührt hat mich, dass die junge Ehefrau sich bei mir bedankte, dass sie alle 20 so lange frühstücken konnten. Sie saßen bis 1/2 12... Für mich war das selbstverständlich. Sie nahm es nicht for granted und bedankte sich wirklich von Herzen mit strahlenden Augen. So etwas erlebe ich als Frühstücksfee selten. Und freue mich einfach noch einmal ganz dolle. Wie schön, dass es solche beseelten Menschen gibt.

Es gibt Hochzeiter(n), die waren so anstrengend und unerfreulich, dass ich sie nicht vergesse.
Diese werde ich immer in Erinnerung behalten, weil sie so liebenswert und herzerfrischend sind.

Samstag, 12. Mai 2012

Ich will auch mal....

Ich heisse Schmid, Herr Schmid.
Gestern traf ich meinen Freund Eddi Kleffke, der erzählte mir, er habe eine eigene Facebook Seite.

Na, dachte ich, das können wir doch auch. Ich kann doch hier auch mal aus meinem Inselleben erzählen.

Mein Tag beginnt, wenn meine Cheffin zum Arbeiten muss. Dann sagt sie meistens ganz lieb "Schmiddi, jetzt ist es Zeit". Ich räckle mich dann noch mal auf dem Sofa, schau sie meist ziemlich gelangweilt an und erhebe mich ganz langsam... Wir verlassen die Wohnung. Draußen ist noch keiner meiner Spielkameraden, weil es so früh ist. Die Vögel sind laut und nie zu sehen, die lustigen Häschen rieche ich nur und natürlich die nächtlichen Spuren meiner Kameraden. Aber.. dafür ist morgens keine Zeit, sagt die Cheffin... also muss ich schnell (alles muss hier immer schnell gehen...) meiner Geschäfte nachgehen. Cheffin sitzt auf dem Fahrrad, wenn wir ans Watt kommen. Jaja, sie fährt langsam und schont mich, meint sie. Aber kommt Ihr mal grad aus dem Schlaf und den wunderbaren Träumen und sollt gleich Marathon laufen. Das geht nun wirklich zu weit. Ich hab ihr schon beigebracht, dass ich eine gewissen Anlaufzeit brauche... und dann, dann wetze ich neben dem Rad, als hätte ich in meinem Leben nie was anderes gemacht. Sie merkt gar nicht, dass ich sie eigentlich ziehe, denn so schnell wie ich ist sie ja nie im Leben. So schnell renne ich aber nur, weil ich weiß, dass es danach ein Leckerchen gibt... Ruhe, weil Cheffin arbeitet und zur Belohnung eine schicke Spielrunde mit Josh, meinem großen Freund. Der passt auf Jes auf, das ist Cheffins Chef. Josh ist eine Richback-Dogge, lieb und gutmütig. Ich darf ihn ärgern. Das kümmert ihn überhaupt nicht. Einmal, als er mir meinen Quietschelefanten wegnehmen wollte, habe ich ihn zornig angebellt. Das ist meiner. Ganz allein meiner. Josh hat das akzeptiert. Seitdem weiß ich, dass ich meine Sachen verteidigen darf. Das macht Spaß. Knurren ist toll, bellen tu ich nicht so gern. Aber knurren und so tun, als sei ich ein Großer, zum Spaß mit den Zähnen fletschen. Die Frau Doktor sagt immer, ich hätte so tolle weiße Zähne. Na, die muss ich doch mal zeigen.

Nach getaner Arbeit geht es denn entweder wieder nach Hause. Natürlich wieder am Rad. Nur, wenn ich wirklich keine Böcke habe, komme ich in mein eigenes Körbchen und lass mich fahren. Cheffin ist auch mein Taxi. Ich muss nur bockig genug sein, dann darf ich aufsitzen. Fahrradfahren ist toll... ich kann alles sehen, muss mich nicht anstrengen und bin trotzdem draußen. Ein bisschen Luxus muss auch sein. Das Gitter auf dem Bild sieht schlimmer aus als es ist. Mein Sicherheitsgurt, sozusagem.


Nachmittags sind wir meistens draußen. Am liebsten rase ich über die Dünen, die kleinen Huppel vor den großen Dünen, in die darf ich ja nicht... aber die kleinen machen auch Spaß....

Cheffin sagt, ich solle mal Schluss machen. Jetzt will sie nämlich raus. Die Sonne scheint grad. Wie ich den Laden kenne hier, gehts jetzt mit dem Bus zu Freund A... dort gibt's einen netten Ratsch, viele Streicheleinheiten für mich und danach laufen wir nach Hause... weil's doch jetzt so schön geworden ist. Und mit dem Wind, das ist nicht so anstrengend....

Von meinen Freunden erzähle ich ein anderes Mal.
Tschüß denn



Freitag, 11. Mai 2012

Meinen Platz gefunden....

Der Titel ist so alt wie meine eigene Amrumer Geschichte. Dass ich auf der Insel meinen Platz auf der Welt gefunden habe, schrieb ich schon so viele Male... im Blog selber, im Forum... Dass ich aber nun auch meinen Schreibplatz fand, das ist neu. Bisher diente der Guckestuhl der bloßen Idee, ich könnte ja da sitzen, lesen, schauen und schreiben... und nichts geschah. Der Stuhl wurde gereinigt, wieder gerade gestellt, von der Wand abgerückt, wenn die Lehne an derselben schubbelte und bräunliche Stellen hinterließ. Er wurde von Gästen ausprobiert und für wunderbar befunden. Nur ich, ich setzte mich selten hinein. Seit ich im Blog schreibe, meinen Gedanken den freien Lauf lasse, den meine Augen haben, wenn sie die Wolken vorbeisausen sehen... seitdem sitze ich hier auf meinen Stuhl. Die Beine auf dem Fensterbrett, Gläschen Wein daneben, mitunter auch mal eine Zigarette... und gebe meinen Gedanken Raum. Das macht mich ruhig und gelassen. In dieser Stimmung kann ich nun auch Bücher lesen und fühle mich mehr und mehr heimelig mit dem Stuhl. Vielleicht ist es auch die frühsommerlich veränderte Aussicht... alles ist grün und sieht lebendig aus. Heute tobt am Horizont das Meer, dunkelgraublau, die Gisch spritzt hoch, die weißen Kronen tanzen auf dem Wasser... ich kann es sehen. Ich höre den Wind um das Haus fegen und sitze warmtrockenwindstill. Das fühlt sich gerade wohlig an und lädt ein zu Verweilen. Für meine Beine werde ich mir noch was überlegen müssen... wenn sie lange aus-und durchgestreckt auf dem Fensterbrett ruhen, dauert es eine Weile, bis sie wieder schmerzfrei beweglich sind... Gut Ding will Weile haben. Gerade eben bin ich erst einmal froh, meinen Schreibplatz gefunden zu haben. Gute Nacht Freunde.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Regentag...

Regen bringt Segen... Ja ich regte mich heute. Arbeitete, obwohl ich frei habe. Der Personalnotstand im Hotel ließ auch mich nicht ungerührt und ich bot an, früh aufzustehen (bin's ja inzwischen eh gewöhnt). Und weil es eben drinnen trockner und wärmer als draußen, sortierte ich auch gleich noch Cheffes Belege für die Steuerberaterin... Ich möchte gern meinen Teil zur Entschärfung und damit mein Scherflein beitragen.. Regen bringt Segen... und Zeit für Dinge, für die an Sonnentage nicht viel Zeit bleibt. Meine Woche Schwarzwald ist im Kasten... Edel geht die Welt zugrunde. Das erste Mal in meinem Leben fahre ich 1. Klasse Deutsche Bahn... mit Piccolöchen und Internet und freundlicher Betreuung. Die kommt dann auch Schmid zugute, der in seiner Reisetasche natürlich mitfährt. Und weil das erst der Anfang ist, buchte ich auch gleich noch für eine ganze Woche ein Mietauto. Damit es für mich entspannt zugeht, verbringe ich die Nächte nach und wieder vor der langen Zufahrt bei einer Freundin in Karlsruhe... sie freut sich, dass ich komme und ich habe noch Verschnaufpause. Ich finde, ich bin gut zu mir und freue mich, trotz Regen. Regen bringt Segen.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Sie wollte es so...

Ich bin noch immer bei meiner Mutter bester Freundin. Bis zum letzten Atemzug ist sie sich treu geblieben - und ich denke, da oben wird sie zeigen, wer und vor allem wie sie ist. Soviel innere Stärke, Kraft durch ihren Glauben und die Überzeugung, nie tiefer als in Gottes Hand fallen zu können. Für diesen festen Glauben haben sie viele beneidet. "Ich will keine Trauerfreier"... eine Abschiedsfeier dürft Ihr feiern... feiern!!! heisst es. Mann und Tochter bereiten ein Abschiedsfest mit allen Freunden vor - in der kleinen Friedhofskapelle. Allein das Wissen um das Wie und wann und wo ließ meine Mutter ruhig werden... Gesa bestrahlt alle, auch nach ihrem Tod. Und wie ich hier so sitze, habe ich das Gefühl, sie ist mir ganz nahe, hat hier grad mal die Wolken weggeschoben, sodass man bei allem Sprühregen auch Helligkeit hat... Schau ich hör dich, will sie sagen. Gut so. "Wolkenschieben" muss sie jetzt noch tüchtig üben, denn der Clou kommt jetzt: Hermann (72) fährt nun mit meiner Mutter (86) und mit seiner Schwester (76) mit dem Wohnmobil Ende Juni nach Amrum - Gesa wollte das! Gesa wollte das so! Nun soll sie bitte auch für adäquates Wetter sorgen ;-) Die Stornierung des Platzes für das Wohnmobil konnte ich heute schon rückgängig machen... Muttern ist bei mir... sie können mein Auto nutzen. Ich denke, die drei werden bei aller Traurigkeit ein gutes Reiseteam sein... Hermann hat zwei patente Alte neben sich, er macht den Reiseführer... göttlich. Und Gesa schaut von oben zu und fliegt mit. Mich rührt die Entschlossenheit an, mit der Hermann an der Reise festhält, die die beiden im letzten Winter geplant hatten, nicht zuletzt, weil meine Mutter eine Reise alleine nicht mehr machen würde... und sie ja eh an die Nordsee fahren wollten.... dann konnte es eben auch Amrum sein... Und nun macht Gesa postum noch alles, damit meine Mutter in die Puschen kommt und hierher. Alle Bestrebungen im vergangenen Jahr.... sie abholen und wieder bringen... nutzen nichts. Gesa schafft es. Sie wollte es so. Ganz besonders freu ich mich, dass es Gesa über ihren Tod hinaus gelingt, meine Mutter zu bewegen, eine Frau, die eigentlich schon das Progamm fährt "lieber wär ich tot". Diese Frau tut jetzt alles, was in Gesa's Sinne gewesen wäre. Das ist das eigentlich Fantastische, dass Gesa die richtigen Zeichen für ihre Lieben gesetzt hat, dass das Leben weitergeht... mit ihr als Schutzengel.

Dienstag, 8. Mai 2012

Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde! ...aus einem meiner Liebelingsgedichte. In zweifacher Hinsicht sind es Tage des Abschieds. Forum ist aus... es lebe der Blog. Aber auch: die beste Freundin meiner Mutter starb am Sonntag. Sie durfte ruhig einschlafen nach langem Kampf. Wie oft nahm ich sie in den letzten Wochen in meinen Gedanken mit über die Insel. Sie liebte Amrum und kämpfte während ihrer Krankheit um einen letzten geplanten Besuch hier... nun schicke ich zwei dicke Muscheln als letzten Gruss mit auf die Reise. Wie eine Befreiung wirkte das Schreiben eines langen Briefen an den Mann, der nun ohne sie weiterleben muss. Ein Ehepaar, das so liebevoll und tief einander zugeneigt gemeinsam alt geworden ist. Es war eine Freude, sie zu erleben, in ihrer Nähe zu sein. Warm ums Herz wurde es mir immer. Ihr Licht nehme ich mit in mein Leben und lasse mich immer wieder von ihm wärmen und auch leiten. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
So sitze ich auf meinem Guckestuhl, schaue raus in den Regen, sehe die dunkelgraue Nordsee hinter dem weißen Kniepsand, höre die kreischenden Möwen und denke: alles ist gut. Mehr und mehr gelingt es mir, meine Gedanken und meine Aufmerksamkeit wieder auf mich zu lenken, mir näher zu kommen, innere Ruhe zu spüren und anzukommen. Jeder Tagebucheintrag soll, so Ralf, mit einem Fazit enden... Wohl an denn Herz... Innere Ruhe mal wieder gespürt, lässt sie sich immer leichter wieder finden. Das könnte ja eine gute Gewohnheit werden... 1 x täglich die Beine auf das Fensterbrett, mit dem Laptop auf den Oberschenkeln, schreiben, schreiben, schreiben. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde

Was mach' ich hier eigentlich?

Vor zwei Jahren, in meinem 2. Inselsommer 2012, diente der Blog als Nchrichteninstrument. Meine Freunde zuhause wollte ich an meinem Leben, an meinem Inselsommer teilhaben lassen. Als der Sommer zuende war, ich meine Füße wieder auf festem Boden hatte, die Zeiten mit mir allein immer knapper wurden, die Großstadteinflüsse mich immer hektischer werden ließen... verlor ich die Lust und die Ruhe am Inselsommer-Blog. Der Neustart ist schwer... die Themen flogen mich nicht an. Bis heute. Habe mir einen neuen zzl Kurs geleistet ... Tagebuchschreiben. Damit hoffe ich, wirklich ins regelmäßige Schreiben und damit auch zu Zeit mit mir zu kommen. Den ersten Inselwinter erlebte ich, begleitet durch ein Forum... innere Stärke. Ein Thema, das mich durch die Fragestellungen und die Beiträge der Anderen schnell zu mir brachte. Ich durfte erkennen, wie gut ich auf der Insel lebe, wie wunderbar sich alles gefügt hatte, wie perfekt die Wohnungsauflösung in München geklappt hatte. Erfolge wurden sichtbar und beschrieben. Manchmal auch schlechte Tage.. aber das war eher selten. Ganz wichtig waren die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam, wunderbare Gefährten aus allen Lebensbereichen... jünger, änlich alt und älter... Eines hatten sie gemeinsam... sie wollten sich weiterentwickeln und ganz bewusst auch nach innen gucken.
Das jähe Ende eines Anschlussversuches verursachte Ärger und Wut ... die langsam verraucht. Unser neuer Gastgeber entpuppte sich als Sonnenkönig und authoritärer ForumsChef, der weder kritikfähig ist noch integrativ wirken kann. Eine dumme Bemerkung und man flog raus. So auch ich, was mich heute freut. Denn meine Abschiedsmail an ihn musste sein. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde! Inzwischen keimt die Freude auf, dass ich jetzt Zeit finde und Muße, mich im Blog auszutoben, meinen Gedanken hier freien Lauf lasse und meine Inseltage reflektiere. Dazu wird mir vielleicht der eine oder ander Tip im Tagebuchschreiben dienen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Gegen den Wind...

Neulich, als in der gesamten Republik der Blitzsommer ausgebrochen war, blies bei uns der Wind mit geschätzten 7 - 8 Windstärken von Südwest nach Nordost. Das sieht dann ungefähr so aus. Auf dem Foto weht der Wind the other way round.
Herr Schmid s(w)ollte an den Strand, laufen und toben. Instinktiv ging ich... mit dem Wind... mit den Energien. Für eine gute Weile (ca. 35 min) machte das auch großen Spaß... sich treiben lassen. Auf dem Rückweg - hinter den Dünen - kämpften wir uns wirklich durch. Gegen den Wind zu laufen, bringt nicht wirklich Freude, frustriert, strengt tierisch an. Es kam mir der Gedanke: Du kämpfst gegen den Wind... magst das eigentlich nicht. Aber - das war die Erkenntnis - Du hast ein Ziel... der heiße Tee im kuscheligen Sofaeck. Damit war alles in Ordnung. Und so schweiften meine Gedanken ab ins Leben... In welchen Situationen hatte ich gegen den Wind gekämpft? Wann musste ich und was habe ich erreicht? Wann hätte ich es leichter haben können und einfach mit den Energien, mit dem Strom gehen? Viele Situationen fielen mir ein... aus dem Berufsleben, aus der Zeit meiner Trennung/Scheidung und Neubeginn als alleinerziehende Mutter, im Abnabeln vom Elternhaus. Jeder dieser Kämpfe machte mich stärker. Seit wann gehe ich lieber mit den Energien?... muss im Leben nicht mehr kämpfen? Ist "sich treiben lassen" immer der bessere Weg? Zumindest der, der weniger anstrengend ist. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick fühlt es sich wesentlich kraftvoller an, ein Ziel zu haben, das ich auch gegen den Wind erreichen kann. Mit diesen Gedanken wurde der Weg gegen den Wind auch ein Weg der Erkenntnis... und ein guter Heimweg