Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 30. Mai 2012

Was macht mich glücklich?

Aus Ralf's Triggerfragen für's Tagebuchschreiben zog mich nur diese an...

Ich war verreist. Im Süden. Über Pfingsten.
Das erste Mal während der letzen 4 Jahre nahm ich mir über Pfingsten FREI... besuchte meine Familie und genoss die Wärme im Süden. 28 Grad fühlt sich an wie Süditalien, wenn man von der Insel kommt. "Sooo warm kann es sein", dachte ich. So warm hatten wir es in den letzten 3 Jahren ganz selten. Ich genoss es und ... fand es schnell zu warm.

Was macht mich glücklich? Zu erleben, dass es Mutti gut geht, dass sie sich auch nach Gesa's Tod wacker hält, ihre Rückenschmerzen (ISG) annimmt, dagegen Pillen einnimmt und läuft. Dass sie sich nicht vom Verlustschmerz auffressen lässt sondern dankbar ist dafür, dass  und was Gesa für sie war...
Dass sie ihren Rythmus wieder findet und sich nun auch auf die Tage auf der Insel freut... bei aller Zurückhaltung und berechtigtem Bammel vor einer so langen Reise... Ich freue mich auf die Zeit, die sie hier bei mir verbringt und freu mich, dass sie die Strapazen einer so langen Fahrt auf sich nimmt... weil es Gesa's letzter Wille war und weil sie meinen Platz in der Welt endlich kennen lernen kann.

Was macht mich glücklich? Tochter H. zu erleben, wie sie entspannt, gut erholt, blendend aussehend und in innerer Balance geerdet ihr Leben lebt, ihre Beziehung reflektiert und total guter Dinge ist. Soooo frei, so froh und so zufrieden habe ich sie lange nicht erlebt. Das macht mich glücklich.

Was macht mich glücklich? Zufrieden in der Familie zu sein, alle meine Lieben um mich zu haben und dennoch gerne wieder auf meine Insel zu fahren. Die Sehnsucht ergriff mich... tippte mir leicht auf die Schulter.  Es fühlt sich gut an, an so vielen Orten zufrieden zu sein, sich wohl zu fühlen und dennoch den EINEN zu haben, wo man hingehört.
Es fühlt sich verdammt gut an, sich mit den Seinen wohlzufühlen....geborgen und aufgehoben, geliebt und angenommen. Und das alles über große Distanzen.

Japp, das alles macht mich glücklich.  Und vieles mehr... hier anzukommen, zu erleben, wie Schmid nach den langen Zugfahrten am Strand geradezu aus dem Häuschen ist, wie  er rast und tobt.
Das erste Glas Wein bei André... liebevoll von guten Freunden umarmt und begrüßt. Die erste Nacht im eigenen Bett. Selbst Schmid, der heute morgen schon um 6.00 h rauswollte. Das alles macht mich glücklich.


Und immer zu wissen, da ist ein Schutzengel mit mir, der mich behütet und trägt. Wenn er mir nicht,  wie kürzlich geschehen,  aus Bronze geschickt wird - aus heiterem Himmel (Danke Petra, ich freu mich so)  - dann finde ich ihn in den Wolken.