Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Dienstag, 29. Juni 2010

Attacke.....

Eine einsame hungrige Möwe...



dreht ihre Runden über diesem einsamen Strand... Europas breitestem, wie ich hier lernte. Weit und breit keine Menschenseele außer mir unterwegs...



Ich einsamer Mensch hatte eine weiße Flasche in der rechten Hand und rote Sandalen in der linken. "Wenn der gemeine Mensch etwas in der Hand hält" hatte die Möwe in der Möwenschule gelernt, "dann ist es was Essbares".

Und so flog die Möwe heute morgen ihre Attacke gegen mich, immer wieder kam sie im Sturzflug in meine Richtung, der spitze Schnabel sah dabei aus wie eine vorgestreckte Lanze... Und wie ein Kunstflieger zog sie, sobald sie nichts Essbares sah, direkt über meinem Kopf wieder steil hoch in die Luft. Ich wehrte mich mit den roten Sandalen... und dachte beim Angriff No.4, ich sei ein Stier. Deshalb ging ich meines Weges und tat so, als bemerke ich sie nicht mehr... Sie flog von dannen.

Uff, der Schreck saß mir noch eine Weile in den Gliedern.

Sonntag, 27. Juni 2010

Schland, Oh Schland

... wir waren dabei, beim Public Vierwing im Strand33 in Norddorf.
Eine Bombenstimmung. Jung und Alt zusammen, Väter mit Söhnen, in Trikots und mit Deutschlandfahne, mit Schwarz-rot-Gold auf der Backe... im Herzen und mit Freude dabei.
Sehr gespannt waren alle, aber auch entspannt - im Urlaub halt.



Das war das erste Tor, ein Jubel hing im Raum, die Wände haben gewackelt und die Menschen waren aufgesprungen. Da das Tor so unvermittel kam, konnte die Fotografin nur
die Wiederholungen sams der Reaktionen der FANS einfangen.



Hier steht es schon 3:1, das unglückliche 2. Tor der Engländer lassen wir mal lieber unter den Tisch fallen...



Hier ist alles klar, oder nicht?

Summa sumarum: Public Viewing 2010 auf Amrum ist super. Die Voovoozelas müssen auch auf Amrum sein. Und am allerbesten ist der Absacker bei unseren Jungs von der Post, bei André und Helmut, denn hier trafen sich heute sie tollen Frauen von der Insel, alles Inselfrauen. So langsam lernen wir sie kennen - und sie uns ;-)

Schland, Oh Schland, am Samstag sind wir wieder dabei.

Eh ich es vergesse: heute ist Siebenschläfer. Und wenn der hält, was der Volksmund verspricht, dann ist mir um den Amrumer Sommer nicht mehr bang... schönes Wetter bis
Ende August. Juhuuu.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Ein echter Gäste-Tag...

Vor genau einer Woche traf ich ein Seehundbaby - einen jungen Heuler - am Nebeler Strand, morgens um 8.00 Uhr. Wir hatten ablaufendes Wasser, das Baby lag jenseits eines tieferen Priels und hatte es wohl nicht mehr zum Wasser geschafft. Gestrandet.
In respektvollem Abstand bleib ich stehen und sprach mit ihm, stellte mich in den Priel und planschte mit dem Wasser. Es hob den Kopf, heulte (wirklich, das war ein lauten herzzerreißendes Heulen) und begann, zu mir in den Priel zu watscheln...dann immer hinter mir her durch den Priel, als hätte es mich zur Ersatzmutti erkoren. Das große Wasser war weit weg... so weit wollte es nicht rutschen, mein Seehundbaby. Also redete ich ihm gut zu und wir einigten uns auf Prielnähe. Dort blieb es zufrieden liegen und ich ging wieder meiner Wege, Gott sei Dank mit dem Segen eines auf dem Trecker vorbeigekommenen Strandkorbhüters, "Ja, wir werfen ein Auge auf ihn, meistens sind die Mütter ja in der Nähe, strecken immer mal den Kopf aus dem Wasser und passen auf!..."




Heute waren es zwei Heuler-Babies, die sich in der Sonne am Süddorfer Strand aalten. Und eine Frau, die sie aus gebührenden Abstand fotografierte. Sie schienen sehr müde zu sein und genossen wohl das Ausruhen...


Mein Weg führte mich heute durch das Dünengebirge... direkt am Leuchtturm gibt es einen Übergang in die Dünen, dann durch die Dünen hindurch. Da wohl alle Bohlenwege versandet sind über kurz oder lang, erinnerte sich sicherlich ein Strandvogt der Stäbe, die die Schwarzwälder Straßenbauämter im Winter an die Landstraßen stellen, damit man auch bei hohem Schnee die Straße erahnen kann. So wanderte ich von rotem Stab zu rotem Stab, Berg auf Berg ab... und kam mir vor wie in der Wüste. Viel Sand, Die Luft flimmerte und ließ mich Wege erkennen, die es gar nicht gab... Fatamorgana auf Amrum. Das Wandern durch den hohen Sand ist anstrengend. Und raubt Kraft. Und ich entdeckte, wenn ich in den Abdrücken anderer laufe, komme ich leichter zum Ziel.




Diesem Abdruck, der aufgrund herrschender Windstille nie verweht war, folgte ich. Ich denke, es ist der Abdruck einer Frau, denn die Schritte waren meinen vergleichbar...
Es beeindruckte mich, dass ich in diesem Falle lieber auf den Spuren anderer laufe als eigene zu machen... das war mir zu anstrengend. Ob ich mir jetzt Sorgen machen muss?
Ich denke nicht.

Mit diesem Ausblick auf den Süßwassersee und die Dünen wurde ich belohnt und erahnte, wie großartig sich Bergsteiger fühlen nach ihrem Aufstieg. Geschafft... das dachte ich auch, rammte mir schnell noch ein spitzes Holz in die rechte Fußsohle und erreichte den Bohlenweg, um meine Sandalen wieder anzuziehen.






Meine Wanderung endete in der "Eiszeit", meiner Lieblingseisdiele auf der Insel. Mit einem Ananaseis bewaffnet enterte ich den Bus und fuhr heim.

Und wenn meine Zimmernachbarn jetzt zur Ruhe kämen,könnte ich auch schlafen.... hmmm
Morgen ist wieder früh aufstehen angesagt....

Und wie geht es Dir wirklich?....

... das fragte mich gestern meine liebe Freundin Evi, die lange nichts von mir gehört hatte und sich Sorgen machte und dachte, ich will vielleicht ganz dolle, dass es mir gut geht und überhörte dabei Signale... und leide.
Es geht mir wirklich richtig gut!!! Ehrlich.




Am ersten wirklichen Sommertag (nicht nur kalendarisch, sondern temperaturmäßig) fuhr ich mit dem Rad am Watt lang und dachte: Hier lebt es sich gut. Ich habe endlich den Punkt im Leben erreicht, in dem ich nichts Großes, die Welt Bewegendes, erreichen will. Glücklich sein will ich und es mir gut gehen lassen. Das bewegt meine Welt am meisten. Das erste Mal flackerte nicht mehr hinten drin im Kopf ein schlechtes Gewissen, das mich mahnte, der Mensch wäre zu Höherem geboren als nur glücklich sein zu wollen.

Und weil ich heute am Watt mein Sein so genießen konnte, erkläre ich den heutigen Tag zum echten Urlaubstag, zu einem Tag, an dem ich mich treiben lasse und nur die Dinge tue, die mir Freude machen. Wie jetzt das Schreiben.

Ja, es geht mir wirklich gut. Ehrlich.

PS: Ich war drin - im Wasser - Hose runter, Pulli aus und rein ins Nass, kurz entschlossen und spontan - das Wasser war gut zu mir: 18 Grad.

Das Ding ist drin!!! Public Viewing auf der Insel...






„haben Sie einen Tisch reserviert?“ war die erste Frage unserer Lieblings-Service Frau Anna, die eigentlich schon längst Hebamme in Berlin werden wollte . Da sie aber leider keinen Ausbildungsplatz bekam, pampert sie uns, ihre Lieblingsgäste im Strand 33.
Anne und ich schauen uns an, denken; essen? Wollten wir eigentlich nicht aber... Fußball macht hungrig, und wenn alle essen, dann eben wir auch.

Auf der Sonnenterrasse tranken wir uns warm... Riesling aus Südafrika aus dem Barique, lecker. Zum Essen vor dem Spiel gab es einen wunderbaren Salat und es war spannend bis zum „ Der Ball ist drin! Der Ball ist drin“ in der 60. Minute. Welch eine Befreiung für alle im Raum. Nun konnte man miteinander reden und auch lachen, vorher war die Spannung so spürbar, dass sie fast schmerzte. Alle starrten auf die Riesenleinwand, wanden sich mit den laufenden Spielern, die wieder einen Pass oder einen Schuss nicht verwandeln konnten, zollten dem Neuner im Tor Beifall, der wieder eine Attacke der Ghana-esen vereitelte und alle litten wir – unter der Spannung, der Spannung und auch ein wenig unter der Angst, sie führen vielleicht doch heim.

Andi aus dem Remstal saß mit uns am Tisch: „wie gut, dass sie auch die Ergebnisse des Spiels AUS : SBE einspielten.... und welche Freude, als AUS zwei Tore in Folge gegen die Freunde aus Serbien erzielte. Das war ja schon fast die Rettung für die Deutsche Mannschaft. Warum, kann ich bis jetzt nicht sagen.

Mit der Befreiung des einen Tores in der 60. Min. und der Vorfreude auf das nächste Public Viewing am Samstag um 16.00 Uhr schwang ich mich auf das Rad, düste in Begleitung des Fast-Vollmondes durch den Wald direkt nach Hause.

Nach dem Tor waren wir alle Freude, vorher Urlauber, die sich nicht kannten.
Ich mag Public Viewing, ehrlich.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Bin doch kein Held....

Ja, ich wollte ganz heroisch heute morgen - nackig - in die Nordsee steigen.
Aber - heute war Nordsee Mordsee, denn bei 11 Grad Lufttemperatur und gefühlten 10 Grad Wasser (in Wirklichkeit sollen es 14 gewesen sein), stand ich bis zum Knie im Nass und spürte meine Zehen schon nicht mehr.
Und wisst Ihr, wie sich grober Sand unter eiskalten Füßen anfühlt? Schmerzend.

Und so beschloss ich, heute nicht ins Wasser zu gehen, sondern vielmehr mit dem Wind bis Hörnum zu kämpfen... also eher gegen ihn - auf dem Rad.
Für die gesamte Strecke Westerland bis zum Schiff brauchte ich letzte Woche bei sehr freundlichem Rückenwind eine knappe Stunde... easy.
Heute startete ich am Bahnhof (das sind 2 km weniger) um 9.00 Uhr.
Mit dem Wind von vorne und der Abfahrtszeit des Schiffes um 10.00 im Nacken strampelte es sich vorzüglich... In Sansibar ( DIE Strandbar auf Sylt, 8 km von Hörnum Hafen entfernt) brüllte ich nur noch SCH....., weil ich ziemlich am Ende meiner Kräfte war... dachte ich. Als der Leuchtturm in Sicht kam, Amrum damit schon ziemlich nahe, konnte ich die Restressourcen mobilisieren.. und siehe da: 9.57 Uhr raste ich wie ne Wilde fast bis auf's Schiff. Geschafft. Das war mindestens so gut wie Schwimmen in 14 Grad, fand ich.

Das Schönste an Sylt ist für mich immer wieder die Vorfreude auf Amrum.... das Beschauliche, das Langsame, das Ursprüngliche, die netten offenen Menschen. Wie Zuhause halt. Heute lernte ich eine Hamburgerin kennen, die nach einem langen Prozess ihre Wohnung in HH aufgab und ganz auf die Insel zog. Die schien ziemlich zufrieden mit der Lösung...

Heute abend...O Schland, O schland, gehe ich public Fußball viewen im Strand 33. Ich glaube, das wird spannend und lustig. Mit anderen gemeinsam - und dann dabei Sonnenuntergang gucken und knipsen... (alle meine alten Bilder sind mit der kaputten Festplatte wech) ....
Weinchen trinken, bangen, hoffen, Daumen drücken, brüllen und "Huch" machen, schimpfen, gröhlen und klatschen....

Und wenn das vorbei ist, sind wir im Viertelfinale? Na hoffentlich, sonst gehen hier alle mit gesenkten Häuptern durch die Gegend. Und das wollen wir ja nicht.

Also, geben wir uns gemeinschaftlich der nationalen Hoffnung hin.

Dienstag, 22. Juni 2010

So frei wie sie.......



Heute führt mich mein Weg wieder nach Sylt. Die Möwe fährt mit. Sie ist ständiger Gast auf dem Adler Express, sitzt auf dem Schornstein, fliegt zweimal über die Fahrgäste, lässt sich knipsen zum heimischen Angeben und... hat sicherlich einen heimlichen Vertrag mit der Reederei, dass es bei Ankunft in Wittdün einen dicken Fisch extra gibt.

Für Sylt bekam ich einen Aufgabenzettel mit: Hagebaumarkt, Aldi... außerdem werde ich dort morgen früh heroisch anschwimmen.... ich arbeite direkt hinter dem FKK Strand, morgens ist es leer und frisch, einmal rein und wieder raus.
Wenn ich das nicht mache, hole ich mir Schimpf und Schande... Da bist Du schon an der Nordsee und gehst nicht mal ins Wasser. In Westerland ist das Wasser meistens da, wenn ich da bin, außerdem schlägt es andere Wellen als hier auf der Insel. Es gibt keinen Knießsand und damit auch keinen Kilometer wadentiefe Lauferei, bis das Wasser bis zu den Hüften reicht.... grrrrrrrrr... das ist das KaltFeeling. In Westerland fällt man schnell in die Tiefe... also Stehhöhe und kann sich dann in die Wellen schmeissen.

Morgen, morgen werde ich berichten, wie heroisch ich denn wirklich war.

Heute, morgen und übermorgen ist wieder frei für mich. Und es ist Sommer hier: blauer Himmel, 20 grad und fst kein Wind. Das kann ich aber erst schreiben, wo ich weiß, dass der Rest der Republik auch schönes Wetter bekommt.
Wir werden am kommenden WE wieder Regen haben... sagten sie heute im Radio.
Na dann, Herz genieß, was Du genießen kannst.

Mit diesen Morgengedanken verabschiede ich mich von Euch - für heute.

Montag, 21. Juni 2010

Ich war nicht allein ...

... am Strand, wie Ihr seht. Sigrid in der ersten Reihe.

Midsommer-Feuer



Um 20.00 Uhr kam der Feuer-Meister und entzündete das Feuer - völlig unspektakulär.
Eigentlich hätte ich es mir dunkel gewünscht, der Halbmond am Himmel, die Sonne im Untergehen begriffen und dazu schöne Musik... also Romantik pur... man kann nicht alles haben.

So gab es bei Helligkeit Bratwürste mit Senf und Ketchup aus dem "Euter", da hängen die Flaschen kopfüber runter und Du hast einen Gummieuter in der Hand, aus dem Du Senf oder Ketchup "melkst"... witzig. Dazu ein Flens, das ploppt...


Und leider: von nun an geht's bergab.

Ich bin wieder da, wie-hie-der hiiieer

Hallo an alle lieben und geneigten LeseeInnen!!!

Mein MacBook ist wieder heile, eine neue Festplatte und ein neueres Betriebssystem...
fast wie eine Herztransplantation ;-))

Jetzt läuft er wieder und wartet darauf, mein Unterstützer in allen Kommunikationssituationen zu sein. Wie schön, dass ich mich - über das iphone hinaus -
wieder äußern darf und mich bemerkbar machen kann.

Es war schon ein komisches Gefühl des "Abgeschnittenseins", ich fühlte mich am ersten Tage wie amputiert... als hätte ich einen lieben Weggefährten verloren.
Mac der Weggefährte. Und die Freude erst, als ich merkte, was der kleine Bruder alles kann. So war ich mit Euch und obwohl weit weg doch ganz nah dran.

Heute ist Sonnwend... Feier am Strand mit großem Feuer, Tanz und Musik.
Ich werde Euch nachher das Feuer schenken...

Freitag, 11. Juni 2010

Wasser fuer ein Durstig Land

Regen - nichts als Regen....

In meiner Dachkemenate sitz ich, bin dem Regen
naeher als andere, hoere, ob er auf das Fenster prasselt
oder sanft drauf sprueht...
Im Hintergrund spielen die Suedafrikaner gegen
Mexico...und ich genieße die Ruhe... Ohne Ton.
Manchmal kraeht der Nachbarhahn oder der Fasan
schreit... Autos duesen ueber die regennasse Fahrbahn...

Regen zwingt, bringt zur Ruhe. Zum Schreiben,
denken, puzzeln... Weg vom Aktionismus...
Wie erholsam.

So wurde dieser Post wider Erwarten zur Ode auf
den Regen.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Offline....

In den kommenden Wochen herrscht hier Stille....
Mein MacBook hat mich verlassen,
Christoph und Helen meinen, alles
deute auf die Festplatte hin.
Ich bin sehr gespannt,
- ob ich das hier richten lassen kann
- wie das Leben ohne Laptop hier ist
- wann ich wieder bloggen kann....


Wie gut, dass ich das iPhone habe;-))
Es ist schon eigentlich erschreckend fuer mich,
wie aufgeschmissen ich mich ohne PC fuehle.

Also ist es DIE. Chance, ein Leben ohne zu ueben.

Nebel im Nebel...

In Nebel Nebel... Die Inselwelt schien eingehüllt in ein graues Tuch aus leichtem Organza. Manchmal wagte sich die Sonne durch den Dunst, schien erfreut über die Reaktionen der Sonnenhungrigen, um dann wieder zu verschwinden.
Wind war gestern ein Fremdwort, weshalb sich die Feuchtigkeit und der Nebel auch so lange halten konnten.


So sieht das aus, wenn das Meer dieselbe Farbe hat wie der Himmel.. und wenn man beim Blick auf das Watt die Insel Föhr nicht sieht...


Ein guter Tag zum Radeln und Laufen. Einmal um die Insel, an der Odde gen Norden gewalkt, mit den Füßen im Wasser. Erstaunlich fand ich, dass ich das ablaufende Wasser als "bacherlwarm" empfand. Es wird ... wärmer und Sommer.... Und gestern abend, pünktlich zur Einladung zum Geburtstag eines Insulaners, klärte sich der Himmel, ohne windig zu werden, ein wunderbarer Aband draussen in der Nebeler Strandkorbhalle.
Meinen ersten Ciapirinha trank ich... mit Mineralwasser verdünnt war es letztlich die beste Limonade, die ich je genossen habe in meinem Leben.

Und um 22.30 Uhr sah der Himmel so aus:




Heute vormittag regnet es... Bindfäden. Schlunzen, lesen, schreiben, Radio hören ist auch mal schön.
Aber.. irgendwie würde ich mir jetzt ein wenig Trockenheit wünschen, um mich mal bewegen zu können.. Die Luft ist schön, die Lust nach draußen steigt, der Regen lässt nach. Es wird.

Dienstag, 8. Juni 2010

Ausgebüchst...


Neu für einen Amrumer: eine gepflegte, weitläufige "Strandpromenadeshoppingdrinkingandeatingmile"


Diese kleinen Gassen machen Wyk liebenswert. Und hier ist es menschenleer.

Kaum hat sie mal einen Tag frei, schon muss sie shoppen gehen...
Wie laut hatte ich getönt, dass ich das nicht brauche... Sylt, Westerland, Friedrichstraße....

Wyk ist ein charmanter, gepflegter kleiner netter Ort mit schönen einladenden Geschäften in Nebengassen - da macht das Schnückern Spaß und... bei Gott: ich wollte es nicht.... auch das Geldausgeben. Und ganz ehrlich: es hat auch mal wieder Spaß gemacht, mehr als drei Läden zu sehen ;-). Und es waren nicht die, die wir immer sehen. Keine Edelketten, keine Douglas-se.

Es sind andere Menschen auf Föhr als auf Sylt und Amrum...
Wirklich sehr sehr gefallen hat mir der Blick aufs Meer (heute wie adriatische Badewanne, spiegelglatt und sehr diesig), der genau so aussieht, wie ich mir "Sommerfrische" vorstelle: ich flaniere auf einer Promenade, esse ein Eis oder trinke in einem Straßencafé mit Blick aufs Meer und die vielen Menschen eine Kaffee oder Tee, sitze einfach nur und genieße...den hellblaudiesigen Himmel, das dunkelblaue Meer, die weißen Fähren und Schiffe, die kommen und wegfahren... Schön.

Und dennoch schlich sich ein ganz klitzekleines Gefühl des Verrats bei mir ein: Verrat an meiner Lieblingsinsel Amrum.

Völlig unnötig: ich kam heim und hatte das Gefühl, wirklich ein wenig verreist zu sein. Und werde morgen um die Odde gehen. Mal sehen, ob mich die neuen roten Trecking-Sandalen von Ecco schmerzfrei laufen lassen,

Freitag, 4. Juni 2010

Ein Loblied...

Amrum
befriedigt
die meisten Bedürfnisse seiner Gäste.

Den heutigen Beitrag widme ich gerne den Clöen auf Amrum, die immer sauber, gepflegt, gut riechend und wirklich nie weiter als 20 Gehminuten entfernt sind.
Selbst mittem im Wald finde ich ein Häuschen für Männlein wie Weiblein, nett, adrett, mit Reetdach.
Gezücktes Tempotaschentuch stecke ich wieder in die Tasche. Es gibt Toilettenpapier - ausreichend. Wasserflaschen zum Händewaschen? Brauchts auch nicht. Das Waschbecken ist sauber, selbst Seife ist vorhanden.


Als Beispiel ein Bild vom Fähranleger in Steenodde. Treffpunkt und Ruheplätzchen.
heiß begehrt und freqentiert. Morgens, wenn ich dort vorbei düse mit dem Rad, war die AmrumTouristik mit ihrem Putzwagen schon da. Alles blitzsauber.

Jeder, der mit mir schon mal verreist ist, weiß, wie wichtig es für mich ist, immer das Örtchen in gehbarer Nähe zu wissen. Hier ist es so. Wie schön!

Viele Grüße in den Rest der Welt, der sich nun auch der schönsten Sonne erfreut.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Drei freie Tage

Nach der intensiven Arbeit im Hotel sind die drei freien Tage wie ein Kurzurlaub - zugegeben: im langen Urlaub




Sylt lernte ich dieses Mal von seiner anderen Seite kennen. Zum Dienst und wieder retour muss ich nicht durch die Einkaufsmeile. Der viel schönere Weg ist am Strand entlang, der sich am frühen Dienstag morgen in einer Frische präsentierte, dass ich grad mal Lust auf Sylt hätte haben können. Allerdings dauerte die nur bis zum Bus, in dem wieder mehr Menschen Platz fanden, als ich in einer Woche auf Amrum sehe (Spässl). Im Bus nach Hörnum mit gefühlten tausend.. kriegte ich richtig Platzangst und entschied: das nächste Mal nehme ich das Fahrrad wieder mit.

Das frühere Schiff schenkte mir den Blick auf Jonathan...Meine Vermutung ist, dass die Adler-Schifffahrts-Gesellschaft mit ihm ein Joint Venture hat: er bekommt von Zeit zu Zeit 'nen dicken Fisch und dafür fliegt er immer mal in Fotodistanz über das Schiff, damit die Fahrgäste zuhause mit den tollen Möwenbildern angeben können.



Der Dienstag nach Sylt: für Wiltrud brachte ich zollfreie Zigaretten vom Schiff mit, blieb ein wenig im Hotel und löste mich.... radeln bei wenig Wind macht Spaß, einmal um die ganze Insel. Dabei sammelte ich Farben und Bilder. Ein paar für Euch zum Anschauen:


Schäfchenzählen am Seezeichenhafen.....


An meinem Lieblingshaus in Nebel blüht endlich der Rododendron...



Wolkenwurm und Wolkenwal... so schöne Himmel muss ich einfangen....

Irgendwie verlor ich den Tag an das süße Nichtstun... ich weiß nur, dass ich gegen 8 Uhr abends kalte Füße hatte (keine Strümpfe) und mich deshalb aus der PostWein Gruppe verabschiedete.
Selbst die heißesten Diskussionen über Horst Köhlers Abgang konnten mich nicht erwärmen. Im Gegenteil... irgendwie fühlte ich mich auch ein wenig von ihm verlassen. Was soll das alles? Worauf kann ich mich als Bürger noch verlassen? Was steckt wirklich dahinter? Was kommt nun noch alles auf uns zu? DAS waren meine Fragen, mit denen ich dann ins Bett ging. Maischberger konnte mir da auch nicht weiter helfen.

Auf der Insel fühle ich mich wieder geborgen. Die Tages- und Weltpolitik ist weit weg. Die Uhren laufen langsamer, die Tage sind länger, fast haben wir ein Phänomen wie Mittsommer... erst um 23.00 ist es wirklich dunkel, bis dahin ist das Twilight faszinierend.

Hier noch ein paar Schnappschüsse von gestern abend zwischen 9 und 10 am Meer und am Watt







Es kann mir mal komisch sein ums Herz (Heimweh, ich vermisse Euch alle, fühle mich allein, meine Füße schmerzen, was mich nervt)... Sitze ich aber auf meinem Rad, sammle Farben und Bilder, dann geht mein Herz wieder auf und ich weiß, dass ich hier richtig bin. In diesem Sinne grüße ich heute in den Rest der Welt.