Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 11. Juli 2012

Lange nichts geschrieben


Gestern schrieb eine Freundin in einem Mail: Was ich darüber lese, wie die Amrumer mit dem tragischen Unglücksfall umgegangen sind, gefällt mir sehr gut...
Ja, hier wurde sehr getrauert, mehrere Gedenkgottesdienste gaben Insulanern und Gästen die Gelegenheit, sich von Sebastian zu verabschieden, den Eltern ihr Mitgefühl zu geben.
Allen Helfern in den schweren Tagen wurde wertschätzend und höchst anerkennend gedankt.
Ein Fahnenmast wurde errichtet zum Gedenken des kleinen Jungen, an ihm flattert eine extra für ihn genähte Fahne im tüchtigen Wind.

Die Stimmung auf der Insel beginnt sich zu normalisieren.
Mit dem Ferienbeginn in NRW kamen natürlich viele neue Gäste, die unsere Erlebnisse und Erfahrungen gar nicht teilen können, die ihre Geschichten mitbringen und wieder ziemlich unbefangen im Sand buddeln... Die Mischtemperatur wird niedriger.... es fühlt sich an, wie wenn man in ein halbes Glas heißen Tee ein wenig kühleres Wasser nachschenkt...
Die neue Mischung tut gut, bringt die Balance und ermöglicht das Genießen der Insel und der Ferien.

Es wird wieder gut auf der Insel.

Mein Schwarzwaldtrupp ist wieder auf dem Weg nach Hause... und mit ihm das schöne Wetter. Wir genießen derweil das richtige Inselwetter... Regen satt, Sturm und kühle 14,5 Grad.

In mir klingt die harmonische und absolut gut gelaunte Zeit mit meiner Mutter nach. Ohne Stress und mittlere Katastrophen vergingen die 14 Tagen wie im Fluge. Der Horror vor der langen Zeit wich dem Gefühl: geht doch prima... Nun kann meine Mutter, die sich bisher keine langen Reisen traute, erzählen, wie ich hier lebe, wie sich ihr die Insel präsentierte, was sie hier mag und was nicht...


Ja, wir hatten eine schöne Zeit mit besonderen Erlebnissen...
das Kanonsingen in der Kirche, der Besuch auf Föhr, der Strandkorbnachmittag,
das Essen im Weltenbummler, die schönen Spaziergänge... und und und

Dass die Truppe sehr zufrieden und fröhlich den Heimweg antrat, freut mich sehr.
Ich wollte, dass sie eine gute Zeit hatten.
Das war ich ihnen, Gesa, der Insel und mir schuldig.