Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Freitag, 7. Mai 2010

Einmal Sylt und zurück...




Wer seinen Traum vom Inselleben realisieren darf, kann auch Ehrenamt. Gestern gab ich meinen Einstand in Westerland... In regelmäßigen Abständen werde ich mit sehr sympathischen, meist Syltern zusammen arbeiten. Ich fühlte mich gestern sehr wohlwollend und fast liebevoll, ganz offen und freudig aufgenommen in deren Kreis. Ein gutes Gefühl. Ein sehr gutes Gefühl. Die Arbeit wird mich nun in regelmäßigen Abständen nach Sylt führen. Für einen Tag und eine Nacht. Meine Schiffspassagen werden bezahlt und eine Jahresgästekarte für die Gemeinde Sylt (ALLE Strände!!!!!) habe ich auch in der Tasche. Es gibt schlimmere Arbeitsbedingungen.
„Die Friedrichstraße in Westerland ist wie Kaufhof am Meer“, beschrieb ein Gast seine Syltimpressionen im vergangenen Jahr. Das Gute ist, wir brauchen Kaufhof nicht täglich Gleichwohl entspannt es ungemein zu wissen, wenn ich ganz wirklich dringend etwas bräuchte, was ich hier nicht bekomme, dann kriege ich es in Westerland. Und schon bäumt sich in mir die Frage auf: und was bräuchst Du soooo dringend, dass Du es in Westerland besorgen musst? Nüx, gar nüx. Und das ist das viel bessere Gefühl.

Highlight auf Sylt war zweifelsohne die heutige Radfahrt von Westerland bis Hörnum. Durch die Stadt, über 4-spurige Straßen, rot gepflasterte Radwege, Fußgängerampeln.
Zwanzig Kilometer, unterbrochen durch ein Frühstück mit Sabine aus Ingolstadt, die gerade mit Tochter Frauenferien in Rantum macht. – 20 km Radfahren mit Rückenwind Hey !! nur Fliegen ist wirklich schöner. Hätte nun auch noch die Sonnen geschienen statt des Regens, wäre es wärmer aber nicht spannender gewesen. Es ist wie immer: bist du einmal nass auf dem Rad, ist eh alles egal und es fährt und fährt und fährt. Nur die Gedanken an Nässe, Kälte und Unbehagen machen schlechte Laune.

Herzebuppern hatte, als sich mein Adler Express röhrend durch 6 Windstärken Amrum näherte. Warum das so ist? Keine Ahnung. Um das zu ergründen, bin ich hier.
Das Schönste zurück auf Amrum: auch hier kam der Wind mehr von hinten als von vorne – und flugs war ich durch den Wald bis nach Hause gefahren.

Eines noch zum Schluss für heute:
Ich friere wie im November, höre in der Natur die Maiklänge und wünschte, es wäre wenigstens "nur" Aprilfrisch.

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