„haben Sie einen Tisch reserviert?“ war die erste Frage unserer Lieblings-Service Frau Anna, die eigentlich schon längst Hebamme in Berlin werden wollte . Da sie aber leider keinen Ausbildungsplatz bekam, pampert sie uns, ihre Lieblingsgäste im Strand 33.
Anne und ich schauen uns an, denken; essen? Wollten wir eigentlich nicht aber... Fußball macht hungrig, und wenn alle essen, dann eben wir auch.
Auf der Sonnenterrasse tranken wir uns warm... Riesling aus Südafrika aus dem Barique, lecker. Zum Essen vor dem Spiel gab es einen wunderbaren Salat und es war spannend bis zum „ Der Ball ist drin! Der Ball ist drin“ in der 60. Minute. Welch eine Befreiung für alle im Raum. Nun konnte man miteinander reden und auch lachen, vorher war die Spannung so spürbar, dass sie fast schmerzte. Alle starrten auf die Riesenleinwand, wanden sich mit den laufenden Spielern, die wieder einen Pass oder einen Schuss nicht verwandeln konnten, zollten dem Neuner im Tor Beifall, der wieder eine Attacke der Ghana-esen vereitelte und alle litten wir – unter der Spannung, der Spannung und auch ein wenig unter der Angst, sie führen vielleicht doch heim.
Andi aus dem Remstal saß mit uns am Tisch: „wie gut, dass sie auch die Ergebnisse des Spiels AUS : SBE einspielten.... und welche Freude, als AUS zwei Tore in Folge gegen die Freunde aus Serbien erzielte. Das war ja schon fast die Rettung für die Deutsche Mannschaft. Warum, kann ich bis jetzt nicht sagen.
Mit der Befreiung des einen Tores in der 60. Min. und der Vorfreude auf das nächste Public Viewing am Samstag um 16.00 Uhr schwang ich mich auf das Rad, düste in Begleitung des Fast-Vollmondes durch den Wald direkt nach Hause.
Nach dem Tor waren wir alle Freude, vorher Urlauber, die sich nicht kannten.
Ich mag Public Viewing, ehrlich.
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