Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Donnerstag, 3. Juni 2010

Drei freie Tage

Nach der intensiven Arbeit im Hotel sind die drei freien Tage wie ein Kurzurlaub - zugegeben: im langen Urlaub




Sylt lernte ich dieses Mal von seiner anderen Seite kennen. Zum Dienst und wieder retour muss ich nicht durch die Einkaufsmeile. Der viel schönere Weg ist am Strand entlang, der sich am frühen Dienstag morgen in einer Frische präsentierte, dass ich grad mal Lust auf Sylt hätte haben können. Allerdings dauerte die nur bis zum Bus, in dem wieder mehr Menschen Platz fanden, als ich in einer Woche auf Amrum sehe (Spässl). Im Bus nach Hörnum mit gefühlten tausend.. kriegte ich richtig Platzangst und entschied: das nächste Mal nehme ich das Fahrrad wieder mit.

Das frühere Schiff schenkte mir den Blick auf Jonathan...Meine Vermutung ist, dass die Adler-Schifffahrts-Gesellschaft mit ihm ein Joint Venture hat: er bekommt von Zeit zu Zeit 'nen dicken Fisch und dafür fliegt er immer mal in Fotodistanz über das Schiff, damit die Fahrgäste zuhause mit den tollen Möwenbildern angeben können.



Der Dienstag nach Sylt: für Wiltrud brachte ich zollfreie Zigaretten vom Schiff mit, blieb ein wenig im Hotel und löste mich.... radeln bei wenig Wind macht Spaß, einmal um die ganze Insel. Dabei sammelte ich Farben und Bilder. Ein paar für Euch zum Anschauen:


Schäfchenzählen am Seezeichenhafen.....


An meinem Lieblingshaus in Nebel blüht endlich der Rododendron...



Wolkenwurm und Wolkenwal... so schöne Himmel muss ich einfangen....

Irgendwie verlor ich den Tag an das süße Nichtstun... ich weiß nur, dass ich gegen 8 Uhr abends kalte Füße hatte (keine Strümpfe) und mich deshalb aus der PostWein Gruppe verabschiedete.
Selbst die heißesten Diskussionen über Horst Köhlers Abgang konnten mich nicht erwärmen. Im Gegenteil... irgendwie fühlte ich mich auch ein wenig von ihm verlassen. Was soll das alles? Worauf kann ich mich als Bürger noch verlassen? Was steckt wirklich dahinter? Was kommt nun noch alles auf uns zu? DAS waren meine Fragen, mit denen ich dann ins Bett ging. Maischberger konnte mir da auch nicht weiter helfen.

Auf der Insel fühle ich mich wieder geborgen. Die Tages- und Weltpolitik ist weit weg. Die Uhren laufen langsamer, die Tage sind länger, fast haben wir ein Phänomen wie Mittsommer... erst um 23.00 ist es wirklich dunkel, bis dahin ist das Twilight faszinierend.

Hier noch ein paar Schnappschüsse von gestern abend zwischen 9 und 10 am Meer und am Watt







Es kann mir mal komisch sein ums Herz (Heimweh, ich vermisse Euch alle, fühle mich allein, meine Füße schmerzen, was mich nervt)... Sitze ich aber auf meinem Rad, sammle Farben und Bilder, dann geht mein Herz wieder auf und ich weiß, dass ich hier richtig bin. In diesem Sinne grüße ich heute in den Rest der Welt.

2 Kommentare:

  1. Bei diesen Fotos kann man SONNE tanken. SONNE - ein Fremdwort in unserer Gegend. Regen, Regen, Wolken, Dunst, etwas über 10°C und das schon über viiiiele Tage - das nennt sich Sommer??? Wir gönnen es dir und erfreuen uns an den Bildern und deinem Wohlgefühl.

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  2. Wie schön, dass Du wieder mit liest, dann hat das also geklappt. Priiiiima. Und das Wetter sagt, dass Ihr jetzt auch Sommer habt.
    Schönen Tag für Dich, meine Liebe.

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