Die Leichtigkeit der Insel, des Sommers ist verflogen. Bleiern lastet die Ungewissheit über das Verschwinden eines 10jährigen Gastjungen auf ihr.
Wo gestern noch die Rotorengeräusche von zig Hubschraubern dominierten, liegt jetzt die Stille schwer auf der Insel... Keine Hubschrauber mehr, keine Suchtrupps, keine Spürhunde... seit gestern späten Nachmittag.
Wachte ich auf, dachte ich an den Jungen und daran, was passiert sein mag. Es quält mich.
Erinnerungen an Maddie werden wach... nur, jetzt ist es so nah und ganz anders, als es einfach in der Zeitung zu lesen. MICH hatte der einsame Polizist am Sonntag Abend gefragt, ob ich einen kleinen Jungen gesehen hätte... und stapfte weiter in die Dünen... in der Hoffnung, er werde ihn finden, im Spiel versunken. HIER fuhren die Feuerwehren nächtens durch die Orte mit Lautsprechern und suchten nach ihm: "Sebastian, komm nach Hause" oder "Es wird Sebastian gesucht..."
Mutter und Polizei gehen inzwischen von einem Verbrechen aus, das Wort "Entführung" geisterte gestern erstmals duruch die Insel und steht heute in BILD...
Es ist grad nicht alles gut auf der Insel... seit Sonntag
In was für einer Welt leben wir?
AntwortenLöschenIch bin traurig, entsetzt und sprachlos und will trotzdem die Hoffnung nicht verlieren
Astrid
Da gibt es keinen Trost und keine Erklärung, Sigrid..
AntwortenLöschenAls Landratte ist mir ja das Meer unheimlich..und immer die äußerste Gefahr.
Ich wünsch euch schnelle Klärung und das sich die Sorgen in Luft auflösen. Santa
ich denke nicht, dass der junge schwimmen gegangen ist. und ich kann verstehen, wie mächtig einen das angreifen muss, wenn es vor der eigenen haustür passiert, aber verknüpfe dieses geschehen nicht mit deiner insel.
AntwortenLöschendieses wunderschöne stück natur kann nichts dafür, was menschen auf ihr machen. sie ist nur bühne, weder autor noch regie.
lass dir dein zusammengehörigkeitsgefühl nicht nehmen.
ich hoffe auch, dass der junge bald wieder auftaucht.
Oh. Das ist furchtbar.
AntwortenLöschenIch wünsche von Herzen, dass Sebastian zurückfindet in sein Leben.
Wir wissen alle, wie grausam Menschen sein können und allein diese Phantasien lassen ein das Blut gefrieren...
Hoffnung. Liebe. Vergebung. Das kommt mir dazu sofort in den Sinn.
Ich hab ihn in meine Morgenrituale mitgenommen.
Drücke dich, liebe Inselfrau.
Eben kam die Nachricht, dass die Leiche des Jungen im Sand vergraben gefunden wurde. Ich weiss nicht, wie ihr das nun verarbeiten werdet: Mord?? Ist der Mörder noch auf der Insel?? Warum?? ich wünsche euch sehr, dass bald klare Resultate der Ermittler vorliegen werden und es doch vielleicht ein Unfall war... Meine Gedanken und guten Wünsche sind bei dir, bei allen Insulanern.
AntwortenLöschenNein, die Insel hat ihre Unschuld nicht verloren. Das Unglück kann ich von "meiner" Insel trennen.
AntwortenLöschenEs ist schlimm, ganz schlimm. Und ich stelle mir vor, dass der kleine Kerl mit seiner Schippe im Himmel ankam und er dort weiterspielen darf. Das tröstet mich.
Ich danke Euch sehr für Eure Anteilnahme. Das tut sehr gut.
Ja ich fühl mich von Euch gedrück.
Eure Inselfrau