Eine Vita ist zu schreiben... mit einem Statement von mir....
Vita und Wie ich für mich Veränderungen gestaltet habe....
Ich finde es schwer, denn eigentlich ist beständig Veränderung im Leben...
Wie war das damals in der Bank?
Love it, change it or leave it.
"Leave it" war in meinem Alter und als Alleinerziehende Mutter einer studierenden Tochter
keine Option.
"Change it" ... hieß für mich immer, die Situation erst einmal so annehmen und dann für
mich das Beste daraus machen. In das Neue hineinwachsen, es zu meinem machen.
"Love it" ... es war ganz selten Liebe auf den ersten Blick, sie schlich sich dann ein mit der Zeit... mit dem persönlichen Motto: was ich machen muss, mache ich lieber gern.
So ging ich, in der Retrospektive, mit den vielen Veränderungen in meinem Berufsalltag um.
Ganz anders, als ich auch im "ganzen" Leben meine eigene Chefin wurde...
Mit dem Zeitpunkt meiner Entscheidung, ganz aktiv mit der Altersteilzeit auszusteigen, begann ich,
mich viel mehr mit mir selber zu beschäftigen, mich besser kennenzulernen.
Die Bankfrau und Mutter kannte ich gut, mich ganz innen überhaupt nicht.
Was macht mich aus? Wer bin ich, wenn es die Bank nicht mehr gibt? Wie fühle ich mich mit dem
Abschied? Was soll darf kann dann kommen?
Den Sigrid-Prozess schob ich ca. 4 Jahre vor dem eigentlichen (gewünschten) Aufstiegstermin an.
mit einer spirituellen Ausbildung, deren Ziel es war, meiner Seele auf die Spur zu kommen, mir
ganz anders zu begegnen als in selbstreflektorischen FührungsSeminaren oder Therapien.
"Ich will gut aus meinem Beruf aussteigen in die nächste Lebensphase". Dieser Wunsch entstand in dieser Zeit...
Es kam das genau passenden Ehrenamt auf mich zu... flog fast vom Himmel.
Ich lernte, meiner inneren Stimme zu vertrauen, dem Lebensfluss zu folgen, eher als verkopft und gegen Widerstände zu kämpfen. Ich wurde immer mehr eins mit mir...klar und wach.
Damit wurde auch das Leben in der Bank leichter... Ich ging einfach achtsamer mit mir um.
Meine Tage begannen um 6.00 mit einer Stunde Joggen durch den englischen Garten, dann 30 min Mediation, Frühstück, mit dem Fahrrad entlang der Isar zur Arbeit oder zu Fuß. Ich hatte mir dann in den ersten drei Stunden des Tages schon so viel Gutes getan, dass ich gewappnet war für den Tag.
Es gab Impulse, ganz neue Dinge zu tun... Ich begab mich allein auf den Jakobsweg von München nach Kempten, erfuhr Grenzen und spürte, dass sie mich nicht hindern. Das machte mich stärker und mutiger. Offener für Neues.
Da waren die Existenzängste, die mich an den Rand meines Mutes brachten...Schaff ich das mit dem wenigen Geld hier in München? will ich nicht lieber alles zurück rechnen lassen und bis 65 arbeiten?
Wie paralysiert saß ich drei Tage zu Hause, mit hohem Blutdruck und nicht in der Lage, irgendetwas Positives zu denken... Schaff ich das? Nach drei Tagen Agonie und die laute der Antwort der inneren Stimme auf die Fragen: Zurück und wieder voll arbeiten? NEIN, niemals. Erst als ich durch die Angst geschritten war, kamen die Ideen.... NA gut, dann suchst Du Dir halt 450 Euro Jobs dort, wo andere Urlaub machen. DAS ist dann fast wie urlaub. War ich also wieder einen Schritt weiter.
Da gab es Gespräche mit Menschen... immer die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt. Eine Kollegin schwärmte von Schleswig-Holstein und ihrem Traum, nach der Bank irgendwo auf dem Land zu leben, in einem Hofladen zum arbeiten und einfach mit der Natur verbunden zu sein.
Die spontan mit Tochter Helen vereinbarte Woche an der Nordsee verbrachten wir auf Amrum. Hier kam er wieder der Spleen, die FlitzIdee einmal einen Sommer auf der Insel zu jobben... da wo andere Urlaub machen...
KOMPASS war ein Web-Seminar, sich selber besser kennen zu lernen...ging über drei Monate und arbeitete mit Visionen: was willst Du in 5 Jahren tun, wer willst Du sein. Da stellte ich mir die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt.
"Schreib Dir Dein Leben" war eine Aufgabe.. ich denke ich schrieb mich mit den Visionen auch ein bisschen nach Amrum.
Es durften Sehnsucht nach Meer und Weite ihren Raum haben, der Wunsch nach einem Hund haben, und die Angst vor der Isolation in der großen Stadt, die ich später so beschrieb: "da hüpfe ich von VHSKurs zu VHSKurs, um meinem Tag eine Struktur zu geben und wenn es ganz schlimm wird, laufe ich mit einem Klappkissen unter dem Arm mit dem Alpenverein mit. "
Und heute sollte ich eine Vita schreiben, weil ich alte liebe Kollegin mich als Gast einbauen möchte in eine Seminarreihe: Nature& Soul.
Da geht es um:
Sich selbst bewusst werden, Werte Stärken und Energie
Selbstregulative Kräfte fördern
Bereichernde Beziehungen leben
Veränderungen leben, Wirklichkeit bestalten
Selbstreflexion der persönlichen Entwicklung
Stelle fest: genau das war mein eigener Prozess... hab ich also alles richtig gemacht?
Das ganze Leben ist Veränderung... die Wirklichkeiten ändern sich immer wieder.
Achtsam sein, Ängste spüren, durch die hindurch gehen, Chancen erkennen, Impulse richtig verstehen, dem Lebensfluss vertrauensvoll folgen.
Ein bisschen wie Hinfallen, aufstehen, Krönchen rücken und weiterlaufen.
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