Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Samstag, 4. April 2020

Welch ein Privileg - sicher und geborgen in Zeiten von Corona

Eben das denke ich jeden Morgen dankbar: ich habe ein eigenes Dach über dem Kopf, eine Rente, die regelmäßig kommt und ich lebe auf der nordfriesischen Insel, die bisher noch nicht einmal einen Verdachtsfall Covid19 hat...

Wenn ich an unsere Politiker denke, Spahn, Merkel und Söder & Co... dann habe ich das Gefühl, ja, wirklich, hier in diesem Lande gut aufgehoben zu sein. Ich habe begriffen, dass es richtig war, in den guten Jahren zu sparen. Und es jetzt auszugeben  da,  wo das Geld gebraucht wird, um Existenzen zu sichern, die durch den Lockdown gar keine Einnahmen mehr haben. Ich staune immer wieder, wieviele Hunderte von Milliarden da auf einmal fließen dürfen. Und ich finde es richtig. Ich bin dankbar, dass unsere Minister mit der Bevölkerung gehen, ein Ohr und darüber hinaus auch ein Gespür für Notwendigkeiten entwickelt haben. Und nicht nur die Hochfinanz und die Industrie supporten.  Ich finde, sie alle machen das richtig richtig gut.

Und ich hier auf der Insel? Habe wirklich nichts auszustehen. Puzzele ein bisschen hier und ein bisschen da, noch fehlt der Drang, mich an die Steuer zu setzen. Das Wetter wird immer feiner und frühlingshafter. Warm wird es. Mir fehlt nix - außer dem Gefühl, mich morgen auf die Fähre setzen zu können, um ans Festland zu fahren, zu Fritzi und den Kindern.
Aber - geht Corona, kommt Zeit dafür. Mit ein bisschen Geduld schaffen wir das alle.
Geduld ist eine Tugend, die ich jetzt auf meine alten Tage lernen werde. Ehrlich.

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