Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Donnerstag, 21. Mai 2020

Ein Hauch von Normalität....

Morgen-Nebel in Wittdün...
liegt wie ein samtener Mantel der Stille über der Insel 

Das sieht zunächst nach Trauer aus...
Stille Einsamkeit und ohne Hoffnung


Und immer immer wieder geht die Sonne auf
Schafft sie's? und bis wann?
Im „1. Kaffee machen und Aufwach-Modus“  dachte  ich heute:  ich mache meinen Tag und bestimme, woran ich Freude habe. Ich bin dafür verantwortlich, dass es mir gut geht... 
Finde es wirklich gerade schwierig, ohne Nähe zu Menschen und immer verhalten zu agieren, mich nicht in den Hotspot (z.B. André Post)  zu wagen. Gewusel, wenig Abstand und meistens keine Alltagsmaske machen mir Angst... ein mulmiges Gefühl... Da schmeckt auch kein Wein. Und wenn der Wein schmeckt, dann sind die Sperrklinken geöffnet. 


Noch fehlt mir Mut und  (Scheissegal Gefühl )und die Sicherheit resp. das Vertrauen,  es würde schon alles gut gehen.....

Gerade heute schreibt die ZEIT in ihrem Kommentar: 
DrrrringelllingelingDie Infektionszahlen in Deutschland sinken. Kein Grund zur Entwarnung. Ein Weckruf!
Eben nicht alles gut. Jetzt müssen wir, muss die Politik und jeder einzelne achtsam sein,  nicht jede Erkältung in die Welt tragen, sondern sich in Ruhe auskurieren, Abstand halten, Hygienegrundsätze einhalten und die Alltagsmasken tragen.



Sie hat's geschafft.... 11.30  Uhr
Himmelfahrt Frühstück auf der Dachterrasse


Himmelfahrt... Vatertag... Das Leben ist mit Ostern erwacht und jetzt wieder in seiner vollen Blüte. Menschen lieben die Natur, Menschen lieben das Gemeinsame, Menschen lieben es, Menschen zu treffen.  Wir werden es lernen, mit dem Virus zu leben und uns dennoch als Menschen zu entwickeln. Wir werden unsere Strategien haben, uns nicht anzustecken und wir werden weiterhin Menschen an diesen unsichtbaren Feind verlieren. Corona ist überall (und nirgends sichtbar)

Die "Stufen" von Hermann Hesse fallen mir ein.... Wohlan denn Herz.... GESUNDE!!!!

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,


Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,


Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!




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