Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Donnerstag, 2. September 2010

Strandlauf mit Helen....



11.00 Uhr in Norddorf: Sigrid erscheint bei Helen und Christoph. Helen muss noch duschen und Christoph hat sich einen Darmvirus eingehandelt... Cola, Salzstangen und Heiabett. Er lies, hört Musik und scheint dennoch mit seiner Welt zufrieden.
Helen startet mit mir...

Wir fahren zur Vogelkoje, laufen über die Dünen zum Quermarkenfeuer und... entern dort den Strand... keine Menschenseele außer uns... bis wir zur Waterkant kommen. Dort sieht es aus wie München Marienplatz. Aus allen Löchern sind sie wieder raus, die Gäste und Inselurlauber. Das Wasser ist weit weg, der Strand demzufolge riesig.

Wir laufen und laufen und laufen. Schön. Gegen die Sonne und mit dem Wind.

Krabbenbrot und ein Eis ist die Belohnung, bevor es wieder zurück geht. Inzwischen ist das Wasser wieder am Kommen. Wir laufen mit Sonne und gegen den Wind.




15.30 Uhr: wir sind zurück am Quermarkenfeuer. Eine Stunde tummeln wir uns noch in den Dünen, bevor Helen zu Christoph fährt, der inzwischen leichtes Fieber hat und dem es wirklich nicht gut.

Ich habe unseren Tag genossen und freue mich auf's Arbeiten morgen früh.

Kein WG Typ....

Kleines Doppelhaus direkt am Wald - Tannemwai - idyllisch gelegen. Mit Parkplatz.
Du stolperst über tausende von Schuhen,Schultaschen, Jacken, Roller und Skateboards. Schmale Treppe nach oben, offene Türen, Kinder, die einen durch das Treppengeländer begrüßen mit "ich seh Dich"... Mechthild: ca. 50, ein wenig verhärmt, distanziert, nordisch-kühl und ziemlich klar: bis Ende November, dann kommt mein Freund regelmäig her und beteiligt sich an der Miete. Das Zimmer: dunkler als mein Wohnclo, ein Fenster, spärlich eingerichtet und für 250,--Euro ziemlich überbezahlt. Auch als Übergangslösung. Die Wohnung.... "kannst Du mitnutzen, wenn ich nicht im Hause bin"... das Clo "mein Clo" ungepflegt und dreckig, das Duschbad für alle und... Geigen in jedem Zimmer.

"Mutti, wenn Du hier einziehst, denke immer dran: die Lina spielt Geige oder versucht es zumindest"... Ruhe würde ich da weniger haben, und ungestört wäre ich auch nicht.
Nein, meine Zeit mit halbwüchsigen Kindern ist vorbei.

Bis die Enkel kommen - und da bin ich kein zahlender Gast.
Mechthild, das war nichts.

Dienstag, 31. August 2010

Neues von der Insel...



und wie im letzten Jahr musste sie sich erst Sandalen kaufen... Als sie meine sah, war sie enttäuscht, dass sie ihre zuhause gelassen hatte, weil das Wetter nicht so gut werden sollte. Nun, jetzt hat sie Luft an den Füßen, möchte heute laufen. Nun denn, dann werden wir laufen. Das passsende Schuhwerk haben wir ja dazu.


Gestern morgen, als der Wecker um 5.20 Uhr sich meldete und mich weckte, dachte ich, es würde Zeit und ich häbe keine Lust mehr auf Frühstück... diese Gedanken waren verflogen, war ich doch pünktlich startklar.



Und dann, als ich mit dem Auto über die Kuppe fuhr, auf der man den ersten Blick auf das Meer hat, zug sich mein Herzchen zusammen bei dem Gedanken, ich führe in 4 Wochen weg... gemischte Gefühle.
Heute rufe ich Mechthild an, die hat ein Zimmer in einer WG direkt am Wald zu vermieten. Vielleicht für länger? Mal sehen, noch kenne ich Mechthild nicht....


Diesen Sonnenuntergang bewunderten wir gestern abend in Norddorf. Extra für Helen hatte Petrus den Himmel geputzt und uns dieses schöne Bild spendiert.


Sonntag, 29. August 2010

Mit der roten Geburtstagsjacke...




... wird jeder Regen immer schöner.
Wir sitzen jetzt mitten in der Regenfront, die eigentlich gen Südost ziehen soll.

Kragen hoch, Kapuze fest ins Gesicht, Hände in die Taschen... und los. Gegen den Wind am Strand. Dumm ist nur, dass so eine Jacke keine Regenrinne hat und zwangsläufig die Hosenbeine und Oberschenkel allein schon von vom Goretex ablaufenden Wasser nass werden.

Einmal nass - wir hatten das in dieser Woche schon -läuft und fährt es sich prima.
Helen und Christoph sind auch nass...die trocknen jetzt in ihrer kleinen Ferienwohnung, ich im Wohnclo und später

... gehen wir dem "großen Löffel" beim Weltenbummler essen.



Es ist schön, Helen hier zu haben. Und irgendwie fühlt es sich für mich noch kompletter an, meine Tochter nah bei zu wissen. Helens Kommentar zu diesem meinem Gefühl: na prima, nimm ne Wohnung, kauf Dir nen Hund und ich komme regelmäßig Euch besuchen....

Freitag, 27. August 2010

Kalt und klamm....

Es ist Freitag.
Ende August.
So langsam
ist
die
Luft
raus,

dachte ich heute... auf dem Heimweg.

Hannah hat ne Absage für die Wohnung bekommen, die wir uns neulich anschauten.
Und nun?

Die da oben werden es schon richten, denke ich.

Ich freue mich auf Helen, die kommt morgen um 18.00 mit der Fähre.
froifroifroi

Donnerstag, 26. August 2010

Ein spätsommerlicher Tag...

...und wenn ich den Wetterberichten traue, einer der lezten für die kommenden Tage.
Schade eigentlich, denn Helen kommt am Samstag und die Prognosen sind nicht soooo rosig.



Mit ZEIT und Zeit ein Pott Kaffee in KaffeeFlut, während die Waschmaschine im einzigen Waschsalon der Insel läuft... sitze in der Sonne, die sich wirklich, allen Unkenrufen zum Trotz, zeigt und lange bleibt. Wie warm sie noch ist an diesem klaren Tag.



Meine Fahrt mit dem Rad längs des Watts: klare Luft, Stille, die Idee der letzten warmen Sonne. Kindheitserinnerungen an klare Spätsommertage, die, morgens kühl und feucht, doch noch zu wundebaren warmen Tagen gegen Mittag werden. Die Klarheit ist es, die mich erinnert. Auch daran, dass meine Tage hier gezählt sind.






Und wieder fühle ich mich wie Fréderic, der Farben für den Winter sammelt... und ich liebe dieses dunkle Blau das Meeres, das lichte Blau des Himmels und das satte Grün der Salzwiesen. Eine wahre Augenweide, die ich wieder und wieder knipsen muss, als wollte ich sie wirklich für immer konservieren wollte.




Der kleine Bodensee... im flachen Land, mitten in den Salzwiesen.

Drei schöne freie Tage liegen hinter mir. Mit einer Wanderung um die Odde, lecker Essen und viel Bewegung, Luft und Sonne, obwohl Regen vorausgesagt war... was will ich mehr. Morgen gibt's wieder Frühstück...

Dienstag, 24. August 2010

Regenhose, Kapuze und Schal...

Statt Dusche Platzregen am Morgen, Wasser von allen Seiten. Warm und mild. Aber beständg. Schlimm ist nur die erste Minute. Regenhosen sind toll... an denen perlt jedes Wasser ab - auch das, was von der Regenjacke abläuft. Und dann ist Regen gar nicht mehr schlimm sondern toll. Wie ein Kind patsche ich in die Pfützen, laufe von Westerheide nach Steenodde. Gestern ließ ich dort das Rad stehen. Ich hatte keine Regenhose mit - gestern.

Sandstrahl-Peeling gab es heute vormittag. Gegen das Vermummungsgesetz verstieß ich definitiv... aber besser vermummt als Sand zwischen den Zähnen, in der Nase, in dem Augen und Ohren...


Von der Aussichtsdüne den Strand rangezoomt... noch ist nur zu ahnen, wie weit das Wasser an diesem Sturmtag kommen würde. Die Strankörbe sind weg, der Clowagen steht schon im Wasser... Niedrigwasser zu dieser Zeit - und schon der halbe Strand voll.



Windtolle auf dem Heimweg... die Sonne fand tatsächlich Amrum. Lange saß ich vor diesem Foto auf einer Bank in den Dünen neben einer Frau und ratschte. Gemütlich in der Sonne, die bei aller Herbstlichkeit eine Wahnsinnskraft und Wärme hat.



So sah der Strand in Nebel aus... bei ablaufendem Wasser. Bis zu den Dünen stand das Wasser... der Strand schmal wie an der Ostsee... Und so schön, so kraftvoll.
Klein kommt sich Mensch vor, wenn er an den Wassermassen steht... Klein und unbedeutend.