Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 8. September 2010

FestLand....

25 min Verspätung, in Karlsruhe ein Taxi-Gutschein der DB, Regen in Freudenstadt, Ausmisten mit Muttern, Menschliches....
Das ganz natürliche Leben hat mich hier auf dem FestLand eingeholt.

Lasse ich auf der Insel Dinge einfach an mir vorbeirauschen? Passieren manche Dinge nur auf dem FestLand? Klar, Züge haben auf der Insel keine Verspätung - und wenn der Adler nicht nach Sylt fährt, dann sind 10 Windstärken und das ist eben so. Insellage hilft, Dinge anzunehmen, die die auf dem festen Land partout anders haben wolltest.

Es fühlt sich an, als hätten die Dinge auf dem Festland ein anderes Gewicht... im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie schwerer, dringender und sperriger....

Am Samstag fahre ich zurück und bin sehr gespannt, wie sich die Rückkehr anfühlt.

Montag, 6. September 2010

inselhopping


Hoppe gerade von der Insel...

Mein Chef möchte, dass ich bis in den Oktober hinein auf der Insel bleibe - Frühstück mache und sein Büro "winterfest" mache. Dazu MUSS er viel Zeit haben (weniger Gäste) und ich auch, denn seine Buchhaltung wollen wir noch ganz erledigen.

Nun, und meine Mutti möchte auch Dinge mit mir erledigen. Also hat sie das Pré. Für diese Woche fahre ich gerade in den Schwarzwald.... 15 min Verspätung haben wir schon vor FFM... Falls ich die S-BAHN nicht kriege, zahlt die Bahn ne Taxe.
Dann hoffe ich doch mal, dass die SBahn nicht wartet .-))

Ich melde mich wieder, wenn ich wieder auf die Insel drau-gehoppt bin.

Freitag, 3. September 2010

Ein mystischer Morgen....


Heute nur mal schnell die Bilder, die ich heute morgen auf dem Weg zum Hotel unbedingt machen musste.
Soooo einen Sonnenaufgang, soviel Zauber und Mystik, hatte ich die ganzen 4 Monate noch nicht.... die Tage werden kürzer, die Sonne kommt später...
Inzwischen treffen wir uns am Watt, die Sonne und ich. Den ganzen Sommer über war sie schon früher wach als ich.




Die Wolken rechts im Bild sehen aus wie eine Nachtbösefratze, die von der Sonne aufgelöst wird... wie ein Pirat, dem der Tag die Kraft raubt...


Donnerstag, 2. September 2010

Strandlauf mit Helen....



11.00 Uhr in Norddorf: Sigrid erscheint bei Helen und Christoph. Helen muss noch duschen und Christoph hat sich einen Darmvirus eingehandelt... Cola, Salzstangen und Heiabett. Er lies, hört Musik und scheint dennoch mit seiner Welt zufrieden.
Helen startet mit mir...

Wir fahren zur Vogelkoje, laufen über die Dünen zum Quermarkenfeuer und... entern dort den Strand... keine Menschenseele außer uns... bis wir zur Waterkant kommen. Dort sieht es aus wie München Marienplatz. Aus allen Löchern sind sie wieder raus, die Gäste und Inselurlauber. Das Wasser ist weit weg, der Strand demzufolge riesig.

Wir laufen und laufen und laufen. Schön. Gegen die Sonne und mit dem Wind.

Krabbenbrot und ein Eis ist die Belohnung, bevor es wieder zurück geht. Inzwischen ist das Wasser wieder am Kommen. Wir laufen mit Sonne und gegen den Wind.




15.30 Uhr: wir sind zurück am Quermarkenfeuer. Eine Stunde tummeln wir uns noch in den Dünen, bevor Helen zu Christoph fährt, der inzwischen leichtes Fieber hat und dem es wirklich nicht gut.

Ich habe unseren Tag genossen und freue mich auf's Arbeiten morgen früh.

Kein WG Typ....

Kleines Doppelhaus direkt am Wald - Tannemwai - idyllisch gelegen. Mit Parkplatz.
Du stolperst über tausende von Schuhen,Schultaschen, Jacken, Roller und Skateboards. Schmale Treppe nach oben, offene Türen, Kinder, die einen durch das Treppengeländer begrüßen mit "ich seh Dich"... Mechthild: ca. 50, ein wenig verhärmt, distanziert, nordisch-kühl und ziemlich klar: bis Ende November, dann kommt mein Freund regelmäig her und beteiligt sich an der Miete. Das Zimmer: dunkler als mein Wohnclo, ein Fenster, spärlich eingerichtet und für 250,--Euro ziemlich überbezahlt. Auch als Übergangslösung. Die Wohnung.... "kannst Du mitnutzen, wenn ich nicht im Hause bin"... das Clo "mein Clo" ungepflegt und dreckig, das Duschbad für alle und... Geigen in jedem Zimmer.

"Mutti, wenn Du hier einziehst, denke immer dran: die Lina spielt Geige oder versucht es zumindest"... Ruhe würde ich da weniger haben, und ungestört wäre ich auch nicht.
Nein, meine Zeit mit halbwüchsigen Kindern ist vorbei.

Bis die Enkel kommen - und da bin ich kein zahlender Gast.
Mechthild, das war nichts.

Dienstag, 31. August 2010

Neues von der Insel...



und wie im letzten Jahr musste sie sich erst Sandalen kaufen... Als sie meine sah, war sie enttäuscht, dass sie ihre zuhause gelassen hatte, weil das Wetter nicht so gut werden sollte. Nun, jetzt hat sie Luft an den Füßen, möchte heute laufen. Nun denn, dann werden wir laufen. Das passsende Schuhwerk haben wir ja dazu.


Gestern morgen, als der Wecker um 5.20 Uhr sich meldete und mich weckte, dachte ich, es würde Zeit und ich häbe keine Lust mehr auf Frühstück... diese Gedanken waren verflogen, war ich doch pünktlich startklar.



Und dann, als ich mit dem Auto über die Kuppe fuhr, auf der man den ersten Blick auf das Meer hat, zug sich mein Herzchen zusammen bei dem Gedanken, ich führe in 4 Wochen weg... gemischte Gefühle.
Heute rufe ich Mechthild an, die hat ein Zimmer in einer WG direkt am Wald zu vermieten. Vielleicht für länger? Mal sehen, noch kenne ich Mechthild nicht....


Diesen Sonnenuntergang bewunderten wir gestern abend in Norddorf. Extra für Helen hatte Petrus den Himmel geputzt und uns dieses schöne Bild spendiert.


Sonntag, 29. August 2010

Mit der roten Geburtstagsjacke...




... wird jeder Regen immer schöner.
Wir sitzen jetzt mitten in der Regenfront, die eigentlich gen Südost ziehen soll.

Kragen hoch, Kapuze fest ins Gesicht, Hände in die Taschen... und los. Gegen den Wind am Strand. Dumm ist nur, dass so eine Jacke keine Regenrinne hat und zwangsläufig die Hosenbeine und Oberschenkel allein schon von vom Goretex ablaufenden Wasser nass werden.

Einmal nass - wir hatten das in dieser Woche schon -läuft und fährt es sich prima.
Helen und Christoph sind auch nass...die trocknen jetzt in ihrer kleinen Ferienwohnung, ich im Wohnclo und später

... gehen wir dem "großen Löffel" beim Weltenbummler essen.



Es ist schön, Helen hier zu haben. Und irgendwie fühlt es sich für mich noch kompletter an, meine Tochter nah bei zu wissen. Helens Kommentar zu diesem meinem Gefühl: na prima, nimm ne Wohnung, kauf Dir nen Hund und ich komme regelmäßig Euch besuchen....