Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 29. September 2010

8:12 Uhr... ich lebe noch

... und erlitt heute nacht keinen Schlaganfall. Der Blutdruck tendiert wieder gen "normal erhöht", um 9.40h bin ich zum EKG bei Frau Dr. Claudia angemeldet... das geht auf dem Dorf ziemlich unproblematisch.

Ganz deutlich spüre ich, dass ein Teil von mir noch nicht auf der Insel lebt(en will) oder einfach - siehe unten Louise Hay - losgelassen werden will.

Wie gut manchmal eine fast durchwachte Nacht ist, in der neben den Gedanken auch die Gefühle spazieren gehen dürfen.

Da ist immer noch die Angst vor Neuem - klar. Vor dem Umzug - na und?

Die Vernunft, die sagt: ne super Wohnung hier, bist eh 7 Monate hier und den Rest verreist Du und revanchierst Dich bei Deinen lieben Freunden, die Dich im Sommer besuchten. Du besuchst Deine Familie und bleibst ein paar Wochen bei Mutti. Du nimmst Mutti mit auf Reisen. Du bist also nie wirklich allein, es sei denn, Du verziehst Dich im Winter ganz bewusst auf die Insel... dann bin ich auch wirklich reif dafür.

Den Sommer hier kenne und liebe ich...das Gefühl von JAAA dazu fühlt sich richtig gut an.

Blutdruck(hoch).. dazu sagt Louise Hay: lange bestehendes ungelöstes emotionales Problem... und sie empfiehlt folgendes neues Gedankenmuster:
Freudig lasse ich die Vergangenheit hinter mir. Ich bin im Frieden.

Lieber Gott, wenn Du mir jetzt auch noch sagst, welches ungelöste Problem das ist, wird alles gut. ;-))

188 : 96....

...das war mein Blutdruck heute abend... zu viel um ruhig zu schlafen, denke ich und schreibe lieber meinen Block, schreib's mir von der Seele - vielleicht liest mir ja eine liebe Seele zu.

Nur nicht schlafen, ich könnte mit einem Schlaganfall aufwachen, gelähmt sein oder nicht mehr sprechen können? Das war ein Gedanke vorhin.
Nachdem ich über Hypertonie las, bin ich wieder ruhiger und nehme mir vor, morgen früh gleich zu Dr. Claudia zu gehen, professionell messen zu lassen und dann weiter sehen.

Ich spiele gerade einige Szenarien durch:

1. Ich lasse ab von der Insel Idee, wenn sie mich derart unter Druck setzt... und kann schreiben, fühle eine Erleichterung.

2. Ich entscheide mich morgen einfach für die Insel und warte ab, was geschieht...und das Blut klopft hinter den Ohren

3. Ich versuche mich ganz zu entspannen und würde am liebsten jetzt in der Nacht spazieren gehen ... würde aber das ganze Haus aufwecken und nehme Abstand. Entspannen geht nicht ohne... loslassen

Loslassen von der Idee, jetzt und morgen unbedingt die Entscheidung fürs Leben zu treffen. Loslassen von der Idee, dass ich nur auf dieser Insel zufrieden und glücklich sein kann. Loslassen von der Idee, dass ich es immer allen recht machen muss... Loslassen loslassen und einlassen.

Einlassen auf die Idee, dass das Leben es richten wird - nicht ich. Ich muss nur zulassen...Aber wie mache ich das jetzt heute nacht, wo ich doch schon so dolle entscheiden wollte. Ich finde grad den Zugang zum Einlassen und Zulassen nicht. Wo bitte geht es zum Universum und meine dortigen Helfern? Wo bitte?

Vor lauter Blut-Druck habe ich mich nicht mehr gespürt, meine Gefühle nicht mehr wahrgenommen. Hab gedacht, dass ich schon längst klar bin...klar?

Es druckt an allen Ecken und Enden. Wie gut, dass ich das jetzt grad spüren kann.

Sigrid - unter Druck

Dienstag, 28. September 2010

"Not" macht erfinderisch....

Welche Ideen kamen mir in den letzten Tagen....wenn ich an (m)einen Her-zug denke....

Kleines Apartment in München mieten, damit ich immer noch einen Koffer dort habe und kommen kann, wann ich will, ohne Gast zu sein - wie wohl ich natürlich auch gerne Gast bin.

Meine Wohnung für ganz wenig Geld (400 pls Nebenkosten = 550) teilmöbliert untervermieten.... meine Lieblingssachen rausnehmen, das Arbeitszimmer und die Einbauschränke, inkl. Küche und Bad lassen
Da würde ich die solventen Mieter sofort suchen und... dann meiner Hausverwaltung präsentieren....wenn ich merke, dass es mir wichtig ist, in München eine Wohnung zu haben, für den Fall, dass ich zurück komme..

Hier nur das möblierte Apartment finden (wenn mir die Wohnung nicht gefällt, tagsüber zu dunkel ist, oder oder oder...) und doch in meiner Münchener Wohnung bleiben - dann würde die allderings nie nur teilmöbliert sein....

Mal sehen, was noch für Ideen kommen.

Heute habe ich mal wieder frei - und morgen und übermorgen. Mein Chef macht Frühstück und ich genieße, noch im warmen Bettchen zu sitzen, die Heizung gurgelt lauwarm vor sich in, das Wetter wird schöner - aber merklich kühler. Und... bald werde ich raus und meine Wäsche waschen.
Es ist Haushaltstag. Yipeeeehhh

Und wenn ich es genau nachfühle... sowas (Waschmaschine, Auslauf, schön frühstücken und den Tag schön mit Ausblick und "alles meines" beginnen) hier in meiner eigenen Wohnung zu haben, fühlt sich gut an.
Übrigens: meinen Job für das kommenden Jahr habe ich schon fest. Und ich gehe mal davon aus, dass die Tage verhandelbar sein werden... nicht aber die 400 Euro, allerdings der Stundenlohn. Da werde ich mich an dem orientieren, was die familiären Studenten heuer bekamen... außerdem macht André von der Post Andeutungen, dass sie sich "erweitern".... "the money lies on the streets of the isle of Amrum"... you only have to bow for it....
11.20h: die Wäsche ist gewaschen, das vorletzte Mal, die Fähre für den 12.10. ist gebucht... die Sonne ist raus. Ich werde meinen freien Tag an der Luft und beim Radln genießen.
Grüß Gott Alle miteinander.

Sonntag, 26. September 2010

Klär-Werk...

Klärung ist angesagt, Kopf klar kriegen, Angst angucken, alle "wenn, dann's" anschauen,
innere Bilder haben:

- Ich auf der Insel mit Wohnung, draußen kalt, innen warm, Hund muss pieseln... oder
- Ich auf der Insel mit Wohnung, Job, draußen warm und Besuch auch München... oder
- Ich in München, auf dem Rad durch den Engl. Garten von Schwabing kommend...
- Ich mit dickem Hals, weil die Trampeltrine über mir wieder unerträglich ist
- Helen kommt mich hier besuchen - das Wohnzimmer ist dann mein Schlafzimmer, Gäste
gehen eine Treppe höher...
- Meine lieben Freunde besuchen mich und wir sitzen alle bei den Wein Jungs...
-
-

Wie gut, dass es hier regnet, kalt ist und so langsam eckelig wird.
Ich bin froh, dass ich mir die Wohnung am Mittag ansehen kann - hell und freundlich soll sie sein. Schön denken ist wie schön trinken und dauert bis zur Ernüchterung nicht lange.

Danke für all Eure lieben Wünsche, Mutzusprechungen und Unterstützungen.
Das tut gut und hilft wirklich!!!

Mittwoch, 22. September 2010

Norderende???

Hannah kommt nicht mehr auf die Insel, ihre Wohnung ( die sie mieten wollte) ist frei und sucht einen MieterIn...und ich schaue mir das Ganze am nächsten Mittwoch an.
Hannah war begeistert - und ich denke, was Wohnen angeht, hat sie eine gute Nase und ein verdammt gutes Gefühl.




... das könnte meine neue Adresse auf der Insel werden.... Ihr seht das Haus und den linken (!!) Balkon. 2 Zimmer 60 qm auf 2 Ebenen, Vom Schlafzimmer der Blick auf den Anleger und Wittdün...


Und so sieht der Blick vom Eingang aus... direkt auf das Wattenmeer. In nicht mal 50 Schritten bin ich am Deich und dem Wattenmeer, nach links gehts zum Hotel (10 min) nach rechts "in die Stadt" zum Einkaufen.



Und etwa diesen Sonnenaufgang könnte ich vom Schlafzimmer aus sehen... jeden Tag, immer wenn es nicht regnet.... und das tut es ja hier selten.

Am kommenden Mittwoch schaue ich mir die Wohnung an, mache Fotos und schlafe drüber. versprochen!

Montag, 20. September 2010

Der Countdown läuft....

....das Ende des Inselsommers ist in Sicht. Am 11. Oktober mache ich das letzte Frühstück, am 12.10. geht meine Fähre um 6.15 Uhr.

Noch spüre ich keine Sehnsucht, keine Trauer, denn die Ferienwohnung für Weihnachten ist schon gesichert.

Eher freue ich mich auf Neues, auf 10 Tage Bad Brückenau, in denen ich meinen Walspeck abstreife und als Forelle wieder nach München fahre. Mit Angela, meiner lieben Freundin aus München, treffe ich mich am Jungbrunnen bei Weckbeckers. Im letzten Jahr hat mir die Woche sehr gut getan.

Hannah ist in Hamburg und hat mir ihre Frühstücksschichten da gelassen... super!!Jeden Morgen um 1/2 6 raus, Frühstück machen und arbeiten... ohne freie Tage, bis sie wieder auf der Insel ist. Die Götter wollen, dass ich mich auf mein Bett in München freue, auf ein Ausschlafen. Aber... die Wahl zwischen München und Ausschlafen vs. Amrum und Frühstück würde Amrum immer gewinnen. Und Frühstück hat auch was mit Unterhaltung und Freude zu tun... die Gäste freuen sich an mir und ich mich an ihnen.
Danke, Hannah!!!