Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Das Festland hat mich wieder....

Und die erste Station war - wie geplant - unser Vater...
Wir hatten das Grab neu gestalten lassen. Und so sieht es jetzt aus:



Das Bild hänge ich rein, weil Mutti es nicht runterladen konnte - und hier kann sie es gucken....
@ Mutti: das Eisenband wird schwarz gestrichen und die Schrift auf Vatis Platte wird mit Gold belegt.... dann sieht alles bestens aus. Und - was unserer Mutter am allerwichtigsten ist - es sieht jetzt ganz ganz ordentlich aus. Und der neue Gärtner ist ein guter. Gott sei Dank.

Die Inselfrau ist jetzt mal kurz Fastenfrau. Chinesisches Gemüse im City Carée in Magdeburg war die Henkersmahlzeit. Mitten rein in das frugale Mahl kamn der Anruf von meiner alten Amrumer Chefin: die Satteldüne hat die Wohnungen gekündigt und es werden nun wirklich welche frei und vorher renoviert....

Aber - wie schön: ich hatte schon JA gesagt und bin sehr gespannt auf das Telefonat mit meiner Bankerin morgen von hier aus.

Sigrid grüßt aus der Sonne.

Montag, 11. Oktober 2010

10.10.10

Welch ein Datum zum JA sagen?
Auch ich sagte JA, aus vollem Herzen letztendlich:
zur Wohnung auf Amrum.

Der liebe Gott hat sie mir gewiesen, gewissermaßen.
Sein "Götterbote", der "alte Pastor Kiene", ein wunderbar aufrechter und ehrlicher Mann, den ich schon aus Erzählungen kenne, ist der Verkäufer.
Mit ihm wurde ich auf der Fähre vor 1 1/2 Jahren bekannt gemacht... als ich das erste Mal auf die Insel fuhr, um meinen ersten Areitgeber kennenzulernen.
Schon damals fand ich ihn bemerkenswert, aufrecht und gerade.

Nachdem ich ihn als Verkäufer erkannte, war mir auch klar, dass ich in ihm einen aufrichtigen und fairen Verhandlungspartner habe. Und konnte mich einlassen.

Denn deutlicher hätte mir das Universum, der liebe Gott und überhaupt alle guten Mächte nicht zeigen können, dass ich hierher gehören.

DANKE


Und heute? Heute ist mein letzter Tag hier auf der Insel.
Das letzte Frühstück und das letzten Mal nach Steenodde fahren, morgens von Westerheide.
Die Insel verabschiedete sich gestern von mir mit einem legendären Sonnenuntergang, mit einem Roséfarbenen Himmel, wie ich ihn im Leben noch nicht gesehen hatte.
André lud zum Flammkuchen ein - und ich zu den Getränken.
Ein schöner Abschlussabend mit Freunden auf der Insel. Ein gutes Omen.

Samstag, 9. Oktober 2010

Sommer ade, Scheiden tut weh.....


.... aber Dein Scheiden macht, dass mir das Herze lacht....

Mein Inselsommer geht zu Ende. Noch dreimal Frühstück, dreimal schlafen... und dann sitze ich auf der Fähre.

Viel ist passiert in den letzten zwei Wochen:

Die Wohnung wird in Gedanken schon immer mehr meine.... Finanzierungsangebote liegen vor, meine Hausbank in München ist bisher unschlagbar... die Kosten halten sich so gering, dass ich nicht NEIN sagen kann und.... selbst wenn ich nicht auf Dauer hier wohnen wollte.... eine gute Anlage ist es allemal.
Wenn ich hier weiterhin auf 400 Euro Basis arbeite, kann ich - solange ich das will - München halten.
Schon alleine bei dem Gedanken: "Ich habe ein Haus am Meer"... springt mein Herz und es geht so weit auf... Das fühlt sich an wie Kind vor Weihnachten... ganz aufgeregt und euphorisch. Wie wenn ein Traum sich wirklich erfüllen soll. Wobei das Haus natürlich für die Wohnung steht.... Wir wollen mal nicht übertreiben ;-)

Den Rosenheimer Unternehmen traf ich jetzt jeden Tag irgendwo auf der Insel.. beim Einkaufen, vorm Bäcker... kaum kennt man sich.... Ihn werde ich in Rosenheim besuchen. Mal schauen, wie sich eine Zusammenarbeit gestalten ließe... und auf den Grundriss seiner Wohnung in Nebel bin ich neugierig. Aber wie Astrid sagt: Reethäuser sind teuer und... wie ich weiß: dunkel, wenn man nicht im ersten Stock wohnt.

Vorgestern erlebte ich eine Nachtfahrt.... mit dem Rad, es war stockdunkel, auf dem Wirtschaftsweg von Norddorf nach Nebel. Wenn ich durch den Englischen Garten bei Nacht fahre, gruselt es mich. Auf der Insel fühle ich mich sicher. Mutterseelenallein durch die Nacht. Links von mir sah ich die Lichter von Föhr und Wittdün... das mutete irgendwie auch italienisch an. Und schräg rechts zeigte mir der Amrumer Leuchtturm, wohin ich will. Mein Rad kennt den Weg. So kamen wir gemeinsam ohne größere Anstrengungen zu Hause an. Schade, dass ich solche Fahrten nicht öfter gemacht habe... Frühstücksfeen gehören halt früh ins Bett. Vielleicht ändert sich das ja noch.

Als ich mal in einem Dorf lebte - mit Mann und Familie - liebte ich die eine Seite der Medaille... an jeder Ecke jemanden kennen, ratschen und für Besorgungen von vorneherein die doppelte Zeit einrechnen. Das fühlte sich für mich wie Zuhause an, aus München kannte ich es nicht mehr und aus Freudenstadt auch nicht.
Dieses Phänomen erlebte ich am Mittwoch:
An jeder Ecke ein kleiner Ratsch... bis hin nach Norddorf, wo ich mich zu zwei Frauen in meinem Alter gesellte... "Sigrid, wir sprechen gerade über Mütter..."

Ich hatte wirklich das Gefühl, alle guten Mächte zeigen mir noch einmal, wo ich mich zuhause fühlen kann.

Gestern nun im Weltenbummler: Jes zeigt ein wenig Abschiedswehmut. Das allerdings bringe ich mit seinem neuen Job des Frühstücksmannes ab nächsten Dienst in Verbindung. Aber... vermisst zu werden tut schon gut.

André von der Post organisiert ein Sigrid-Abschieds-Flammkuchen-Essen im Strand33.

Dieses Mal tut Scheiden nicht weh, macht, dass mir das Herze lacht und steigert die Vor-Freude auf Meehr. Denn - sätestens zum Jahreswechsel sind wir wieder hier - Helen und ich.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schon wieder was Neues....




Im Dachgeschoss von Neles Hüs wohnt ein Rosenheimer Unternehmer.... der baut gerade eine neue physiotherapeutische Praxis in Nebel. Deshalb wird in diesem schönen Haus eine kleine Wohnung frei... Das erfuhr ich heute und sprach mit dem Unternehmer...

Dabei kam heraus, dass im neuen Haus eine geräumige Wohnung (unter Reet) gebaut wird und er sich mich als Mieterin durchaus vorstellen kann und. .. er mich gerne für den Empfang des neuen Therapiezentrums haben will....
"Solche Menschen wie Sie muss man gleich wegschnappen. Vergessen Sie Frühstück"....

Wie findet Ihr denn das? Ich bin froh, dass ich gleich ne Visitenkarte einstecken hatte.

Die Inselfrau im Fluss...

Hektik zum Projektende....

Aus meiner Arbeitszeit kenne ich die betriebssame Hektik, wenn Projekte ihrem Ende zu laufen, wenn alles erledigt sein, wenn langsam Ruhe einkehren (sollte).

Baustellen über Baustellen... immer stand in den letzten Wochen irgendwo in meinem Leben ein Bagger rum.... Projektende halt. Die verbleibende Zeit wird knapp, die Termine häufen sich.

Die Wohnung... meine Annette Maklerin machte ein bisschen Druck und ich meinte, mit dem kann ich jetzt gar nicht umgehen.... ich will aufm Festland sein, die Sehnsucht und meine eigene Münchner Wohnung spüren... und dann mit vollem Herzen JAAAAA sagen. Dazu will ich auch Mutti gesehen haben und wissen, dass ich im November endgültig entscheiden kann, wir im Dezember zum Notar gehen und das Geld Anfang Januar fließt... und dann Geld gegen Schlüssel. Die Mieterin ist dann wahrscheinlich noch drin und ihr kann ordnungsgemäß zu Ende März gekündigt werden. Sie erhielt das erste Kaufangebot... will nicht kaufen und zieht lieber aus. Nun gut.
Meine Vorstellung ist, dass ich die Renovierungen vor Ort überwache, wenn ich im Frühjahr hier bin und erst dann meine Möbel hole .. aus München. Teile von ihnen.

Mutti geht es heute den ersten Tag wieder fast gut. Das erleichterte mich wirklich sehr. Vor Freude liefen mir die Tränen die Backe runter... sie liefen einfach und ich merkte, wieviel Sorgen und Anspannung in mir sind und waren. Oh wie schön ist die Erleichterung und wie schön war es zu hören, dass Mutti wieder ein bisschen Mut zu haben scheint - für heute zumindest. Sie lebt jetzt von Tag zu Tag. Überschaubare Zeiträume, keine Pläne mehr. Klingt schön für jemanden, der mal langsam machen möchte. Aber furchtbar für Mutti, die immer auf ihre Kräfte, ihre Unabhängigkeit und ihre Freiheit stolz war...

Die Insel entwickelt gerade einen morbiden Herbstcharme... dunkleres Licht (welch Gegensatz), Stürme nur laue Winde, weniger Gäste... die Insulaner machen ihre Gärten winterfest, wenn sie auf der Insel sind. Es sind Herbstferien, wo viele, wenn die eigenen Gäste (endlich) weg sind, in die Welt ausschwirren... USA, Australien, Sizilien, Kanada, Südafrika über Dubai... um ein paar Ziele von Bekannten zu nennen.... Und wer bezahlt das alles?

DER AMRUMER GAST....(ist doch ein guter).

Samstag, 2. Oktober 2010

Nächste Wohnung - nächster Haken....

Welchen Schutz haben Mieter, wenn der Eigentümer wegen eigenen Wohnbedarfes kündigt oder gar klagt. Was ist überhaupt im juristischen Sinne berechtigter Eigenbedarf???




Helle lichte Dachwohnung zu erschwinglischem Preis. Spannend, dachte ich und schaute sie mir an... Interessantes Objekt, auf jeden Fall - aber vielleicht nur, wenn ich sie vermieten will und nicht selber drin wohnen.
Denn, die nette junge Frau auf dem Bild wohnt drin - und wird wohl nur ausziehen, wenn man ihr Adäquates anbietet... und wenn's das gäbe, müsste ich ja nicht kaufen ;-)...


Weiss statt gelb auf diesen Fliesen - und schon ist es mein Bad. Wenn ich mir noch wirklich richtig GUTES tun wollte, leistete ich mir eine gläseren Duschkabine...
aber nur, wenn die Frau auszieht ;-)

Stellt Euch das Bett auf einem Podest vor.... Ein "Gucke-Bett", von dem aus ich auch das Meer sehen könnte, so es dann da wäre / ist.
Und - das Podest ist gleichzeitig Stauraum, denn der fehlt nun wirklich.

Aber im Ernst: was nützt mir die schöne Wohnung, wenn ich selber in einem Loch wohnen muss, wenn ich im Sommer auf der Insel bin? Sie ist/wäre dann reine Wertanlage. Auch nicht schlecht - aber nicht mein Zuhause... Ich halte Euch auf dem laufenden!!!

Mittwoch, 29. September 2010

Mittwoch, 15:18 Uhr.... NEIN


Ohne den Kasten hätte man wunderbaren Meerblick... aber der Kasten steht ja da.


Durch dieses Veluxfenster sieht man den Anleger.. um die Ecke


Die Treppe ... weiß verkleidet mit neuem Belag könnte sie akzetabel sein


Hülsta würde hier am Kopfende für Sündgeld einen Super Einbauschrank hinstellen...
für Sündgeld..


Der Knaller: Wohnzimmer mit versüffter Küche und hobbygebauter Essbar mit Stühlen...
der derzeitige Mieter würde gerne alles verkaufen. Sein Blick spricht Bände.
ER würde mir die Wohnung nicht geben....

Die ganze Aufregung umsonst? Nein. Aber die Wohnung habe ich nicht genommen. Ich müsste, um sie so schön zu haben wie die meine in München, mindestens 10.000 euro reinstecken - und wer kann das machen? Allein die Materialien müssen vom Festland kommen....
Soviel Umstand für eine suboptimale Wohnung bin ich nicht bereit zu tragen.
Gelernt habe ich, wie schön ich doch in München wohne und wie professionell die Einbauten sind, die Scheibl gemacht hat. Und den kriege ich ja nicht auf die Insel und auch nicht seine Materialien... also AUS DIE MAUS.
BASTA

Jetzt darf ein kleines Appartment für die kommenden Saison kommen, in dem ich wohnen kann, Betonung auf: WOHNEN, nicht hausen.

Und, irgendwie sind mir Felsbrockemn von der Seele geplumst.
Es war tatsächlich so: ich kam rein und hatte das Gefühl: das wird teuer...Klar waren da Ideen und Bilder, aber immer noch war sie ziemlich dunkel und eng... das kann ich auch mit Farbe nicht ausgleichen.

Mal sehen, ob Jes die Wohnung nimmt.
Uff, jetzt muss ich raus und mich bewegen. Tut auch dem Blutdruck gut ;-)))