Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Dienstag, 8. Mai 2012

Was mach' ich hier eigentlich?

Vor zwei Jahren, in meinem 2. Inselsommer 2012, diente der Blog als Nchrichteninstrument. Meine Freunde zuhause wollte ich an meinem Leben, an meinem Inselsommer teilhaben lassen. Als der Sommer zuende war, ich meine Füße wieder auf festem Boden hatte, die Zeiten mit mir allein immer knapper wurden, die Großstadteinflüsse mich immer hektischer werden ließen... verlor ich die Lust und die Ruhe am Inselsommer-Blog. Der Neustart ist schwer... die Themen flogen mich nicht an. Bis heute. Habe mir einen neuen zzl Kurs geleistet ... Tagebuchschreiben. Damit hoffe ich, wirklich ins regelmäßige Schreiben und damit auch zu Zeit mit mir zu kommen. Den ersten Inselwinter erlebte ich, begleitet durch ein Forum... innere Stärke. Ein Thema, das mich durch die Fragestellungen und die Beiträge der Anderen schnell zu mir brachte. Ich durfte erkennen, wie gut ich auf der Insel lebe, wie wunderbar sich alles gefügt hatte, wie perfekt die Wohnungsauflösung in München geklappt hatte. Erfolge wurden sichtbar und beschrieben. Manchmal auch schlechte Tage.. aber das war eher selten. Ganz wichtig waren die Menschen, mit denen ich in Kontakt kam, wunderbare Gefährten aus allen Lebensbereichen... jünger, änlich alt und älter... Eines hatten sie gemeinsam... sie wollten sich weiterentwickeln und ganz bewusst auch nach innen gucken.
Das jähe Ende eines Anschlussversuches verursachte Ärger und Wut ... die langsam verraucht. Unser neuer Gastgeber entpuppte sich als Sonnenkönig und authoritärer ForumsChef, der weder kritikfähig ist noch integrativ wirken kann. Eine dumme Bemerkung und man flog raus. So auch ich, was mich heute freut. Denn meine Abschiedsmail an ihn musste sein. Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde! Inzwischen keimt die Freude auf, dass ich jetzt Zeit finde und Muße, mich im Blog auszutoben, meinen Gedanken hier freien Lauf lasse und meine Inseltage reflektiere. Dazu wird mir vielleicht der eine oder ander Tip im Tagebuchschreiben dienen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Gegen den Wind...

Neulich, als in der gesamten Republik der Blitzsommer ausgebrochen war, blies bei uns der Wind mit geschätzten 7 - 8 Windstärken von Südwest nach Nordost. Das sieht dann ungefähr so aus. Auf dem Foto weht der Wind the other way round.
Herr Schmid s(w)ollte an den Strand, laufen und toben. Instinktiv ging ich... mit dem Wind... mit den Energien. Für eine gute Weile (ca. 35 min) machte das auch großen Spaß... sich treiben lassen. Auf dem Rückweg - hinter den Dünen - kämpften wir uns wirklich durch. Gegen den Wind zu laufen, bringt nicht wirklich Freude, frustriert, strengt tierisch an. Es kam mir der Gedanke: Du kämpfst gegen den Wind... magst das eigentlich nicht. Aber - das war die Erkenntnis - Du hast ein Ziel... der heiße Tee im kuscheligen Sofaeck. Damit war alles in Ordnung. Und so schweiften meine Gedanken ab ins Leben... In welchen Situationen hatte ich gegen den Wind gekämpft? Wann musste ich und was habe ich erreicht? Wann hätte ich es leichter haben können und einfach mit den Energien, mit dem Strom gehen? Viele Situationen fielen mir ein... aus dem Berufsleben, aus der Zeit meiner Trennung/Scheidung und Neubeginn als alleinerziehende Mutter, im Abnabeln vom Elternhaus. Jeder dieser Kämpfe machte mich stärker. Seit wann gehe ich lieber mit den Energien?... muss im Leben nicht mehr kämpfen? Ist "sich treiben lassen" immer der bessere Weg? Zumindest der, der weniger anstrengend ist. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick fühlt es sich wesentlich kraftvoller an, ein Ziel zu haben, das ich auch gegen den Wind erreichen kann. Mit diesen Gedanken wurde der Weg gegen den Wind auch ein Weg der Erkenntnis... und ein guter Heimweg

Sonntag, 29. April 2012

Süß und kuschelig...

Besuch war da - eine Freundin aus München, die maßgeblich dazu beigetragen hatte, dass 1. ich hier auf Amrum gelandet bin... sie wurde hier geboren 2. Frühstück im Hotel ihrer Schwester mache (es lebe der Klüngel ;-)) 3. mich mit ihrer hiesigen Familie gut verbunden fühle... ein bisschen wie zuhause erlebe. Sie schlief hier, weil zur Konfirmation der Nichte die GANZE Familie angereist war... alle Betten, die die der Fammillich zur Verfügung stehen, waren schon besetzt... "Kann ich bei Dir schlafen?" Na klar. Ich freute mich auf einen langen Ratsch und Austausch.
Zum Abschied ließ sie mir einen Gruß da (ich war schon in Hotel)... "Du hast eine so süße Wohnung". Über solche Rückmeldungen freue ich mich noch immer, denn ich habe mir ein kleines Paradies geschaffen, hoch über den Dächern, mit leichtem Seeblick und im Sommer nur in Grün. Zwischen den Häusern am Horizont (Obere Wandelbahn) blitzt das Meer durch, ganz weit am Horizont, denn wir liegen am fast 2 km breiten Kniepsand.
In vielen Wohnungen habe ich gewohnt in meinem Leben. Im Norden, im Osten und im Süden unserer Republik. Richtig wohl und zuhause fühlte ich mich in meinen Dachwohnungen, die kuschelig und "um mich rum" waren. Die Liebe auf den ersten Blick gibt es auch bei Wohnungen, weiß ich heute. Es passt, wenn ich gleich beim ersten Besichtigen die Ideen habe, wie alles mal werden wird, wo was wie eingerichtet ist und vor allem, wie ich mich fühlen werde. Zuhause, weiß ich heute, ist keine Adresse, sondern viel mehr... Es ist das Gefühl. Zuhause ist kuschelig. Zuhause ist geborgen, eingebettet und leicht. Und genau so fühle ich mich hier. Wunderbar.

Freitag, 27. April 2012

Der Blog erhielt eine Verjüngungskur... nein, nicht die Inselfrau. Das Layout ist fröhlicher geworden. Dank Blogger ;-)) Geöffnet habe ich ihn für alle Interessierten. Bin sehr gespannt, wer sich hier verläuft. Ein konkrete Ausrichtung will ich meinem Geschreibsel nun auch geben: (M)ein Inselleben hat viele Facetten... Natur pur, Hund und Frauchen, Aufgaben und Pflichten, Zusammensein mit Einheimischen und Gästen, mich besuchende FreundInnen... Vielleicht gelingt es mir, durch das Schreiben und Reflektieren meinem Insel L(l)eben eine neue Tiefe, Dimension, ein noch bewussteres Sein hier zu geben. Wenn ich ein Ziel beschreiben sollte, ist es das. Erreichen möchte ich es durch Schreiben, Nachspüren und, wenn es ganz wunderbar ist, durch die Rückmeldungen von geneigten, genervten oder enttäuschten Zu-Lesern. Inselfrau freut sich auf alle Rückmeldungen!

Donnerstag, 26. April 2012

April April...

Heute ist meiner einzigen Tochter 30. Geburtstag. Sie feiert ihn auf Hawaii. Der Technologie sei Dank.... geskypt haben wir ... ich sah sie in ihrer jungle eco cabin... wirklich mitten in Urwald, per Mobile Phone präsentierte sie ihre 1000 Mückenstiche. Vor 30 Jahren lag ein winziges Menschlein in meinen Armen. Kind neu auf dieser Welt und auf jegliche Hilfe und Wärme angewiesen. Mutter unsicher... mit Angst, das minikleine Wesen allein durch pures Halten zu zerbrechen... linkisch würde ich das heute bezeichnen, unsicher und alles andere als einfach zupackend. Zum Glück hatte sich diese Haltung schnell verändert. Wünsche hatte ich für meine Tochter, Träume. Zum Beispiel, dass sie alles anders macht als ihre Mutter. Sie sollte glücklich werden, mehr Lachen als Weinen erleben. Freude haben im Leben, nichts als Freude. Welch frommer Wunsch... der sicherlich aus Mutterns Mangelerfahrung erwuchs. Nun, heute ist sie zufrieden, glücklich und lacht viel. Sie hat in ihrem Leben viel Freude. Aber einfach so... gab es das nicht. Sie hat sich mit ihrem Studienwunsch durchgesetzt (ihr Kampf und meine späte Einsicht) Sie hat während ihres Studiums unentgeltlich bei einem Radiosender gearbeitet... gerne und mit Leidenschaft Heute ist sie Radiofrau mit Leib und Seele. Sie wollte einen bestimmten Mann... und litt viele Jahre, weil er nicht wirklich frei war. Sie hat ihn... er hat sich für sei befreit von alten Geschichten. Viele Liter Tränen und harte Arbeit, ständig Dramen und eine Therapie. Was dabei herauskam: eine völlig unkonventionelle Partnerschaft, in der beide zufrieden sind. Erkenntnisse, die ich mir in 60 Jahren erarbeitet, hatte sie schon bis 30. Sie ist keine von verwöhnten jungen Damen, die alles im Leben auf dem Silber tablett serviert bekommen. Ihre Haltung, ihre Einsichten, ihre Verantwortungen hat sie sich wirklich hart erarbeitet. Dafür bewundere ich sie und dafür bin ich unendlich dankbar.

Dienstag, 20. März 2012

Neubeginn? Angekommen...

.. bin ich auf Amrum.

Seit einem Jahr lebe ich hier. Mit Herrn Schmid.
In meiner kleinen feinen eigenen Wohnung mit
Meehrblick, Licht und Ruhe.
Der letzte Sommer war voll von neuen Eindrücken.
Meine Tagesstruktur bestimmte Herr Schmid und
das Hotel. Es war, als hätte ich wieder ein Kleinkind
an meiner Seite. Alles drehte sich um ihn.
Inzwischen bestimme ICH den Tagesablauf, nehme mir meine
Auszeiten und Schmid macht mit.

Wir sind angekommen.

Dienstag, 15. März 2011

Herr Schmid stellt sich vor...






Der neue Mann in meinem Leben:
6 Monate alt, gebürtiger Ungar, 30 cm hoch, 7 kg schwer, hat mich schon als Chef akzeptiert, intelligent (sonst wären wir nicht zusammen) und wohlverhalten...
er weiß, dass er an meiner Seite irgendwie funktionieren sollte ;))