Ich möchte Euch jetzt, da ich sie endlich wieder fand, immer mal einige schöne Inselbilder zeigen. Nicht immer, nur manchmal.
Diese Kuh stand so nah am Radweg, dass ich nicht umhin konnte, meine "Tante" zu knipsen
Die Fohlen finde ich ganz allerliebst, wenn sie so mit ihren Stöckerbeinen bei Mama stehen
Das ist mein Lieblingshaus in Nebel. Die Gärtnerin ist das ganze Jahr am Gange und macht ihren Garten zum Anziehungspunkt für die Gäste und Einheimischen.
So leer ist der Radweg schon lange nicht mehr...
Ich liebe diesen Waldweg, Zu Fuß und aufm Rad
Auf die hatte ich lange gewartet. Sie tat mir dann den Gefallen und erfreute mein Herz. Auf den Adlerschiffen haben sie Möwen unter Vertrag, denn sie sitzen schon auf den Schornsteinen (Auspuffen?), und sobald das Schiff in Fahrt ist, fliegen sie den Gästen direkt vor die Linse.
Der Hebamme ihr Haus. Wenn der Rhododendron voll in der Blüte ist. Das ist in Norddorf.
Hier brennt es nicht, wenngleich grad die Brandstifter unterwegs sind. Hier spiegelt sich die untergehende Sonne im Haus.
Der Fasanenvater musste sich aufplustern und so seine Familie vor mir schützen. Aber eigentlich ganz zahm.
So sieht der Adler Express aus, wenn er in voller Fahrt mit genug Wasser unter sich an der Westküste der Insel als meine "Nordsee S Bahn" nach Sylt fährt.
Noch ein Fohlen. Der Reiterhof hat so wunderschöne Pferde. Das freut mich sogar, die sich nicht wirklich ran traut und noch nie auf einem Pferd gesessen hat.
Ach ich freue mich so, dass ich das mit den Bildern nun auch kann... von 10% auf 11% geklettert ;-))
Kleine Insel, große Freiheit
Freitag, 18. Mai 2012
Ein ganz entspannter Vormittag
Die Kartoffeln köcheln vor sich hin, der Spargel siedet, der Hund knabbert an einem Ochsenschwänzchen rum - in seiner Reisetasche zum Üben für die kommende Woche, die Waschmaschine nüdelt zwei Teile der Couchbezüge durch, im Hintergrund ein US amerikanischer Sender mit Musik aus den 70igern... bei John Denver schmelze ich noch immer dahin.
Die pralle Sonne scheint in die Wohnung, von allen Seiten hell und grün, der weißblaue Himmel ist hier blauweiß, friesisch eben. Ich fletze auf der Heizungsbank (Guckestuhl ist zu hell für PC) und genieße, dass alle Helfer am Werke sind, ich nicht mehr das Waschbrett brauche, die Spülmaschine hilft, der Herd auf klein steht und... der Hund langsam sein Reisebehältnis annimmt.... ganz schief hat er die Tasche angeschaut... dahinein? No way, schien er mir erst zu signalisieren.. dafür bin ich doch jetzt viel zu groß. Haha, denkste... Knochen war doch stärker.
Gestern abend fand ich in den Weiten des worldwideweb meine verlorenen Bilder... picasa von google, es gibt sogar ein Album, in dem alle Blog-Bilder zusammen sind. Nun muss ich ausprobieren, wie ich Bilder vom picasa-Album hier herrein kriege... vielleicht mit Link, denn runterladen geht nicht. Wer eine Idee hat, möge sie mir bitte morsen.
Inselleben... Gestern abend schaute ich aus meinem Meehrblickfenster und sah den Adler Express im Kniep stecken...
direkt vor meiner Haustür. Er hatte sich glatt verpeilt und stand auf einmal mit der Nase im Sand. Nix passiert, die hiesige "Eilun" nahm alle Sylter mit. Einige mögen vielleicht ihre Flieger nicht bekommen haben... aber keine Verletzten.
Das war so etwas Besonderes, dass es heute gleich in den Amrum News steht www.amrum-news.de
So sieht das aus, wenn der Adler Express die Insel hinter sich lässt... gestern eben nicht.
Inzwischen ist der Spargel verspeist, die Polster sind aufgehängt, die Küche ist fast fertig, allein mein geliebter Rhabarber köchelt noch vor sich hin.
Und wie freue ich mich, dass ich nun doch das mit den Bildern geschafft habe.
Gelernt: nicht aufgeben, trial and error dauert eben ein wenig länger, hihi.
Gleich geht's in die Sonne. Hund und Cheffin freuen sich drauf.
Ein ganz normaler entspannter Inselvormittag.
Die pralle Sonne scheint in die Wohnung, von allen Seiten hell und grün, der weißblaue Himmel ist hier blauweiß, friesisch eben. Ich fletze auf der Heizungsbank (Guckestuhl ist zu hell für PC) und genieße, dass alle Helfer am Werke sind, ich nicht mehr das Waschbrett brauche, die Spülmaschine hilft, der Herd auf klein steht und... der Hund langsam sein Reisebehältnis annimmt.... ganz schief hat er die Tasche angeschaut... dahinein? No way, schien er mir erst zu signalisieren.. dafür bin ich doch jetzt viel zu groß. Haha, denkste... Knochen war doch stärker.
Gestern abend fand ich in den Weiten des worldwideweb meine verlorenen Bilder... picasa von google, es gibt sogar ein Album, in dem alle Blog-Bilder zusammen sind. Nun muss ich ausprobieren, wie ich Bilder vom picasa-Album hier herrein kriege... vielleicht mit Link, denn runterladen geht nicht. Wer eine Idee hat, möge sie mir bitte morsen.
Inselleben... Gestern abend schaute ich aus meinem Meehrblickfenster und sah den Adler Express im Kniep stecken...
direkt vor meiner Haustür. Er hatte sich glatt verpeilt und stand auf einmal mit der Nase im Sand. Nix passiert, die hiesige "Eilun" nahm alle Sylter mit. Einige mögen vielleicht ihre Flieger nicht bekommen haben... aber keine Verletzten.
Das war so etwas Besonderes, dass es heute gleich in den Amrum News steht www.amrum-news.de
So sieht das aus, wenn der Adler Express die Insel hinter sich lässt... gestern eben nicht.
Inzwischen ist der Spargel verspeist, die Polster sind aufgehängt, die Küche ist fast fertig, allein mein geliebter Rhabarber köchelt noch vor sich hin.
Und wie freue ich mich, dass ich nun doch das mit den Bildern geschafft habe.
Gelernt: nicht aufgeben, trial and error dauert eben ein wenig länger, hihi.
Gleich geht's in die Sonne. Hund und Cheffin freuen sich drauf.
Ein ganz normaler entspannter Inselvormittag.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Meine Raps-odie in blue and green
"„Diese Komposition zeigt das außergewöhnliche Talent eines jungen Komponisten, der mit einer Form kämpft, von deren Beherrschung er weit entfernt ist. […] " war eine der Kritiken nach der Uraufführung von George Gershwins berühmten und legendären Rhapsody in Blue.
Ählich wie hier beschrieben, geht es mir mit meinem Blog... der mit einer Form kämpft, von deren Beherrschung er weit entfernt ist. Ich finde, das passt und ist auch gar nicht schlimm. Hier geht es um schreiben, denken, ausprobieren, experimentieren, mich auch um mich drehen und um meine Befindlichkeiten, Seele trösten und in den Hintern treten... mich freuen und auch annehmen, was ist und neue Ufer finden.
Als ich anfing zu schreiben, vor ein paar Minuten, pladderte es entsetzlich. Dabei entstand das Bild mit den Regentropfen, die Raps-odie in green... als Gegensatz zu dem kraftvollen, prachtvollen Gelb des Rapses als wunderbarer Kontrast zum blauen Himmel... meine Raps-odie in blue.
Inselwetter kann sich in nullkommanix von Dur nach Moll und wieder zurück drehen. Der Regen mit dem starken kalten Wind hatte sich mir inzwischen aufs Gemüt gelegt. Annehmen was ist, ist leicht gesagt... es aber mal angeschaut zu haben und wirklich wieder ganz bewusst JA zu sagen zu dem, was ich nun wirklich nicht ändern kann, hilft. Das soll ja auch im richtigen Leben hilfreich sein, sagt Byron Kathie.
Regen hat aufgehört... Besprechen hilft also.
Das mit dem Bildern probiere ich noch weiter aus... gefällt mir noch nicht so gut.
Schmid schläft noch. In drei Stunden sind wir schon auf dem Adler und tuckern durch die Nordsee nach Sylt.
Ich genieße meine freien Tage, endlich mal wieder drei hinter einander. Welch ein gutes Gefühl.
Ählich wie hier beschrieben, geht es mir mit meinem Blog... der mit einer Form kämpft, von deren Beherrschung er weit entfernt ist. Ich finde, das passt und ist auch gar nicht schlimm. Hier geht es um schreiben, denken, ausprobieren, experimentieren, mich auch um mich drehen und um meine Befindlichkeiten, Seele trösten und in den Hintern treten... mich freuen und auch annehmen, was ist und neue Ufer finden.
Als ich anfing zu schreiben, vor ein paar Minuten, pladderte es entsetzlich. Dabei entstand das Bild mit den Regentropfen, die Raps-odie in green... als Gegensatz zu dem kraftvollen, prachtvollen Gelb des Rapses als wunderbarer Kontrast zum blauen Himmel... meine Raps-odie in blue.
Inselwetter kann sich in nullkommanix von Dur nach Moll und wieder zurück drehen. Der Regen mit dem starken kalten Wind hatte sich mir inzwischen aufs Gemüt gelegt. Annehmen was ist, ist leicht gesagt... es aber mal angeschaut zu haben und wirklich wieder ganz bewusst JA zu sagen zu dem, was ich nun wirklich nicht ändern kann, hilft. Das soll ja auch im richtigen Leben hilfreich sein, sagt Byron Kathie.
Regen hat aufgehört... Besprechen hilft also.
Das mit dem Bildern probiere ich noch weiter aus... gefällt mir noch nicht so gut.
Schmid schläft noch. In drei Stunden sind wir schon auf dem Adler und tuckern durch die Nordsee nach Sylt.
Ich genieße meine freien Tage, endlich mal wieder drei hinter einander. Welch ein gutes Gefühl.
Montag, 14. Mai 2012
Aus dem Tritt...
Irgendwie bin ich gerade ein wenig aus dem Tritt geraten. Habe mehr gearbeitet, als mir gut tut, sehne mich mal wieder nach Ausschlafen, müßte dringend bügeln und bräuchte gerade mehr Anschub als ich habe.
Wie äußert sich das?
Heute morgen zum Beispiel weigerte ich mich, gegen 6 Windstärken mit dem Rad und Schmid daneben über den Deich zu fahren. Statt dessen nahmen wir das Auto, liefen noch ein paar Minuten in den Wald, aber immer schon mit dem Gedanken, das darf jetzt nicht so lange dauern... ich muss um 8.00 mit dem Frühstück fertig werden. Damit war die innere Ruhe dahin, ich vergaß die große Espressomaschine anzustellen, die ersten Gäste waren dann auch schon viertel vor 8 da... Ich fand meinen gewohnten meditativen Morgenrythmus nicht, stand mir selbst im Weg. Das macht unzufrieden und unlustig. Schade um den Tag. Außerdem hatte ich, wie sollte es anders sein an solchen Tagen, eine Hose an, die kneift.. und eine viel zu lange Bluse. Allein die Haare saßen, weil genug Kleber drin war und wir das Auto genommen hatten. Na toll.
Was hatte gefehlt?
Die Bewegung in Ruhe über den Deich... die ersten 20 Minuten ganz für mich in der Natur. Die innere Ruhe und das "sich durchpusten lssen". Eitelkeit... pure Eitelkeit.. die Haare sitzen dann nicht mehr. Und Faulheit... so viel Kraftaufwand für die paar Kilometer, das schaffe ich heute nicht. Ich hatte mir selbst ein Bein gestellt.
Warum konnte ich heute morgen mitten in der "merde" (so sagt mein Chef, wenn's nicht läuft) nicht einfach innerlich STOP sagen, tief durchatmen, achtsam sein, zu mir zurück kommen und mit einem Lächeln auf den Lippen weitermachen?
Ich hatte mich so tief in die Negativschleife gefressen, dass ich es gar nicht merkte, zunächst, und später gefiel mir das bisschen Selbstmitleid auch ein wenig.
Inzwischen läuft die Waschmaschine, nachher stelle ich gleich das Bügelbrett auf, damit ich heute abend keine Ausrede habe. Und.. ich nehme mir Renate' s Hinweis zu Herzen... die Selbstwirksamkeit durch Tun zur Entfaltung zu bringen.
Schmid will nachher raus, mir tut eine große Runde gut, auch gegen 6 Windstärken. Heute mal kein Treffen mit Freund A, sondern nur ich und ich und Schmid. Dann bin ich wieder im richtigen Tritt.
Und morgen, egal, wie das Wetter ist, geht's wieder über den Deich.
Wie äußert sich das?
Heute morgen zum Beispiel weigerte ich mich, gegen 6 Windstärken mit dem Rad und Schmid daneben über den Deich zu fahren. Statt dessen nahmen wir das Auto, liefen noch ein paar Minuten in den Wald, aber immer schon mit dem Gedanken, das darf jetzt nicht so lange dauern... ich muss um 8.00 mit dem Frühstück fertig werden. Damit war die innere Ruhe dahin, ich vergaß die große Espressomaschine anzustellen, die ersten Gäste waren dann auch schon viertel vor 8 da... Ich fand meinen gewohnten meditativen Morgenrythmus nicht, stand mir selbst im Weg. Das macht unzufrieden und unlustig. Schade um den Tag. Außerdem hatte ich, wie sollte es anders sein an solchen Tagen, eine Hose an, die kneift.. und eine viel zu lange Bluse. Allein die Haare saßen, weil genug Kleber drin war und wir das Auto genommen hatten. Na toll.
Was hatte gefehlt?
Die Bewegung in Ruhe über den Deich... die ersten 20 Minuten ganz für mich in der Natur. Die innere Ruhe und das "sich durchpusten lssen". Eitelkeit... pure Eitelkeit.. die Haare sitzen dann nicht mehr. Und Faulheit... so viel Kraftaufwand für die paar Kilometer, das schaffe ich heute nicht. Ich hatte mir selbst ein Bein gestellt.
Warum konnte ich heute morgen mitten in der "merde" (so sagt mein Chef, wenn's nicht läuft) nicht einfach innerlich STOP sagen, tief durchatmen, achtsam sein, zu mir zurück kommen und mit einem Lächeln auf den Lippen weitermachen?
Ich hatte mich so tief in die Negativschleife gefressen, dass ich es gar nicht merkte, zunächst, und später gefiel mir das bisschen Selbstmitleid auch ein wenig.
Inzwischen läuft die Waschmaschine, nachher stelle ich gleich das Bügelbrett auf, damit ich heute abend keine Ausrede habe. Und.. ich nehme mir Renate' s Hinweis zu Herzen... die Selbstwirksamkeit durch Tun zur Entfaltung zu bringen.
Schmid will nachher raus, mir tut eine große Runde gut, auch gegen 6 Windstärken. Heute mal kein Treffen mit Freund A, sondern nur ich und ich und Schmid. Dann bin ich wieder im richtigen Tritt.
Und morgen, egal, wie das Wetter ist, geht's wieder über den Deich.
Sonntag, 13. Mai 2012
Danke ... fühlt sich richtig gut an
Heiraten auf Amrum... ein Trend, der seit Jahren immer mehr Hochzeiter auf die Insel spült.
Trauungen auf dem Leuchtturm, in der Alten Mühle, im Ömrang Huus, einem alten friesichen Bauernhaus, auch in der Nebeler Kirche. Vom Wonnemonat bis September heiraten sie auf der Insel.
Unser Hotel ist eine Lieblingslocation, wenn sie JA gesagt haben. Unser Chef ist genadeter Koch-Künstler. Selbst die Inselkollegen geben neidlos zu, dass er der Beste ist.
"Gestern hat er wieder die Latte höher gelegt und sich selbst übertroffen", meinte heute der "aktuelle" Bräutigam.
Vor einem Jahr hatte er seiner jetzt Angetrauten auf dem Leuchtturm den Antrag gemacht. Gestern sagten sie JA in der Mühle. Der Standesbeamte, ich traf ihn heute, war ganz begeistert von den Menschen. Er hatte so viele Informtionen bekommen, dass er eine zauberhafte Zeremonie inszenieren konnte... mit Musik und einer Dichterlesung. Er war noch ganz gerührt. Mich hatte begeistert, dass die Brautleute ihren Tag mit so viel Liebe zum Detail vorbereitet hatten... die Blumen, die kleinen Gesten für die Gäste, der Tagesablauf. In allem war so viel Herz und Liebe zu spüren, auch für uns, die eigentlich dienstbaren Geister.
Ich konnte mich richtig mitfreuen. Dass sie ein Kleid trug, was wirklich zu ihre passte, dass das Wetter immer mitspielte, wenn sie draußen waren, dass das Essen schmeckte und dass sie heute morgen strahlend zum Frühstück kamen, weil sie wirklich einen wunderbaren Tag erlebten... und uns das auch spüren ließen.
Besonders berührt hat mich, dass die junge Ehefrau sich bei mir bedankte, dass sie alle 20 so lange frühstücken konnten. Sie saßen bis 1/2 12... Für mich war das selbstverständlich. Sie nahm es nicht for granted und bedankte sich wirklich von Herzen mit strahlenden Augen. So etwas erlebe ich als Frühstücksfee selten. Und freue mich einfach noch einmal ganz dolle. Wie schön, dass es solche beseelten Menschen gibt.
Es gibt Hochzeiter(n), die waren so anstrengend und unerfreulich, dass ich sie nicht vergesse.
Diese werde ich immer in Erinnerung behalten, weil sie so liebenswert und herzerfrischend sind.
Trauungen auf dem Leuchtturm, in der Alten Mühle, im Ömrang Huus, einem alten friesichen Bauernhaus, auch in der Nebeler Kirche. Vom Wonnemonat bis September heiraten sie auf der Insel.
Unser Hotel ist eine Lieblingslocation, wenn sie JA gesagt haben. Unser Chef ist genadeter Koch-Künstler. Selbst die Inselkollegen geben neidlos zu, dass er der Beste ist.
"Gestern hat er wieder die Latte höher gelegt und sich selbst übertroffen", meinte heute der "aktuelle" Bräutigam.
Vor einem Jahr hatte er seiner jetzt Angetrauten auf dem Leuchtturm den Antrag gemacht. Gestern sagten sie JA in der Mühle. Der Standesbeamte, ich traf ihn heute, war ganz begeistert von den Menschen. Er hatte so viele Informtionen bekommen, dass er eine zauberhafte Zeremonie inszenieren konnte... mit Musik und einer Dichterlesung. Er war noch ganz gerührt. Mich hatte begeistert, dass die Brautleute ihren Tag mit so viel Liebe zum Detail vorbereitet hatten... die Blumen, die kleinen Gesten für die Gäste, der Tagesablauf. In allem war so viel Herz und Liebe zu spüren, auch für uns, die eigentlich dienstbaren Geister.
Ich konnte mich richtig mitfreuen. Dass sie ein Kleid trug, was wirklich zu ihre passte, dass das Wetter immer mitspielte, wenn sie draußen waren, dass das Essen schmeckte und dass sie heute morgen strahlend zum Frühstück kamen, weil sie wirklich einen wunderbaren Tag erlebten... und uns das auch spüren ließen.
Besonders berührt hat mich, dass die junge Ehefrau sich bei mir bedankte, dass sie alle 20 so lange frühstücken konnten. Sie saßen bis 1/2 12... Für mich war das selbstverständlich. Sie nahm es nicht for granted und bedankte sich wirklich von Herzen mit strahlenden Augen. So etwas erlebe ich als Frühstücksfee selten. Und freue mich einfach noch einmal ganz dolle. Wie schön, dass es solche beseelten Menschen gibt.
Es gibt Hochzeiter(n), die waren so anstrengend und unerfreulich, dass ich sie nicht vergesse.
Diese werde ich immer in Erinnerung behalten, weil sie so liebenswert und herzerfrischend sind.
Samstag, 12. Mai 2012
Ich will auch mal....
Ich heisse Schmid, Herr Schmid.
Gestern traf ich meinen Freund Eddi Kleffke, der erzählte mir, er habe eine eigene Facebook Seite.
Na, dachte ich, das können wir doch auch. Ich kann doch hier auch mal aus meinem Inselleben erzählen.
Mein Tag beginnt, wenn meine Cheffin zum Arbeiten muss. Dann sagt sie meistens ganz lieb "Schmiddi, jetzt ist es Zeit". Ich räckle mich dann noch mal auf dem Sofa, schau sie meist ziemlich gelangweilt an und erhebe mich ganz langsam... Wir verlassen die Wohnung. Draußen ist noch keiner meiner Spielkameraden, weil es so früh ist. Die Vögel sind laut und nie zu sehen, die lustigen Häschen rieche ich nur und natürlich die nächtlichen Spuren meiner Kameraden. Aber.. dafür ist morgens keine Zeit, sagt die Cheffin... also muss ich schnell (alles muss hier immer schnell gehen...) meiner Geschäfte nachgehen. Cheffin sitzt auf dem Fahrrad, wenn wir ans Watt kommen. Jaja, sie fährt langsam und schont mich, meint sie. Aber kommt Ihr mal grad aus dem Schlaf und den wunderbaren Träumen und sollt gleich Marathon laufen. Das geht nun wirklich zu weit. Ich hab ihr schon beigebracht, dass ich eine gewissen Anlaufzeit brauche... und dann, dann wetze ich neben dem Rad, als hätte ich in meinem Leben nie was anderes gemacht. Sie merkt gar nicht, dass ich sie eigentlich ziehe, denn so schnell wie ich ist sie ja nie im Leben. So schnell renne ich aber nur, weil ich weiß, dass es danach ein Leckerchen gibt... Ruhe, weil Cheffin arbeitet und zur Belohnung eine schicke Spielrunde mit Josh, meinem großen Freund. Der passt auf Jes auf, das ist Cheffins Chef. Josh ist eine Richback-Dogge, lieb und gutmütig. Ich darf ihn ärgern. Das kümmert ihn überhaupt nicht. Einmal, als er mir meinen Quietschelefanten wegnehmen wollte, habe ich ihn zornig angebellt. Das ist meiner. Ganz allein meiner. Josh hat das akzeptiert. Seitdem weiß ich, dass ich meine Sachen verteidigen darf. Das macht Spaß. Knurren ist toll, bellen tu ich nicht so gern. Aber knurren und so tun, als sei ich ein Großer, zum Spaß mit den Zähnen fletschen. Die Frau Doktor sagt immer, ich hätte so tolle weiße Zähne. Na, die muss ich doch mal zeigen.
Nach getaner Arbeit geht es denn entweder wieder nach Hause. Natürlich wieder am Rad. Nur, wenn ich wirklich keine Böcke habe, komme ich in mein eigenes Körbchen und lass mich fahren. Cheffin ist auch mein Taxi. Ich muss nur bockig genug sein, dann darf ich aufsitzen. Fahrradfahren ist toll... ich kann alles sehen, muss mich nicht anstrengen und bin trotzdem draußen. Ein bisschen Luxus muss auch sein. Das Gitter auf dem Bild sieht schlimmer aus als es ist. Mein Sicherheitsgurt, sozusagem.
Nachmittags sind wir meistens draußen. Am liebsten rase ich über die Dünen, die kleinen Huppel vor den großen Dünen, in die darf ich ja nicht... aber die kleinen machen auch Spaß....
Cheffin sagt, ich solle mal Schluss machen. Jetzt will sie nämlich raus. Die Sonne scheint grad. Wie ich den Laden kenne hier, gehts jetzt mit dem Bus zu Freund A... dort gibt's einen netten Ratsch, viele Streicheleinheiten für mich und danach laufen wir nach Hause... weil's doch jetzt so schön geworden ist. Und mit dem Wind, das ist nicht so anstrengend....
Von meinen Freunden erzähle ich ein anderes Mal.
Tschüß denn
Gestern traf ich meinen Freund Eddi Kleffke, der erzählte mir, er habe eine eigene Facebook Seite.
Na, dachte ich, das können wir doch auch. Ich kann doch hier auch mal aus meinem Inselleben erzählen.
Mein Tag beginnt, wenn meine Cheffin zum Arbeiten muss. Dann sagt sie meistens ganz lieb "Schmiddi, jetzt ist es Zeit". Ich räckle mich dann noch mal auf dem Sofa, schau sie meist ziemlich gelangweilt an und erhebe mich ganz langsam... Wir verlassen die Wohnung. Draußen ist noch keiner meiner Spielkameraden, weil es so früh ist. Die Vögel sind laut und nie zu sehen, die lustigen Häschen rieche ich nur und natürlich die nächtlichen Spuren meiner Kameraden. Aber.. dafür ist morgens keine Zeit, sagt die Cheffin... also muss ich schnell (alles muss hier immer schnell gehen...) meiner Geschäfte nachgehen. Cheffin sitzt auf dem Fahrrad, wenn wir ans Watt kommen. Jaja, sie fährt langsam und schont mich, meint sie. Aber kommt Ihr mal grad aus dem Schlaf und den wunderbaren Träumen und sollt gleich Marathon laufen. Das geht nun wirklich zu weit. Ich hab ihr schon beigebracht, dass ich eine gewissen Anlaufzeit brauche... und dann, dann wetze ich neben dem Rad, als hätte ich in meinem Leben nie was anderes gemacht. Sie merkt gar nicht, dass ich sie eigentlich ziehe, denn so schnell wie ich ist sie ja nie im Leben. So schnell renne ich aber nur, weil ich weiß, dass es danach ein Leckerchen gibt... Ruhe, weil Cheffin arbeitet und zur Belohnung eine schicke Spielrunde mit Josh, meinem großen Freund. Der passt auf Jes auf, das ist Cheffins Chef. Josh ist eine Richback-Dogge, lieb und gutmütig. Ich darf ihn ärgern. Das kümmert ihn überhaupt nicht. Einmal, als er mir meinen Quietschelefanten wegnehmen wollte, habe ich ihn zornig angebellt. Das ist meiner. Ganz allein meiner. Josh hat das akzeptiert. Seitdem weiß ich, dass ich meine Sachen verteidigen darf. Das macht Spaß. Knurren ist toll, bellen tu ich nicht so gern. Aber knurren und so tun, als sei ich ein Großer, zum Spaß mit den Zähnen fletschen. Die Frau Doktor sagt immer, ich hätte so tolle weiße Zähne. Na, die muss ich doch mal zeigen.
Nach getaner Arbeit geht es denn entweder wieder nach Hause. Natürlich wieder am Rad. Nur, wenn ich wirklich keine Böcke habe, komme ich in mein eigenes Körbchen und lass mich fahren. Cheffin ist auch mein Taxi. Ich muss nur bockig genug sein, dann darf ich aufsitzen. Fahrradfahren ist toll... ich kann alles sehen, muss mich nicht anstrengen und bin trotzdem draußen. Ein bisschen Luxus muss auch sein. Das Gitter auf dem Bild sieht schlimmer aus als es ist. Mein Sicherheitsgurt, sozusagem.
Nachmittags sind wir meistens draußen. Am liebsten rase ich über die Dünen, die kleinen Huppel vor den großen Dünen, in die darf ich ja nicht... aber die kleinen machen auch Spaß....
Cheffin sagt, ich solle mal Schluss machen. Jetzt will sie nämlich raus. Die Sonne scheint grad. Wie ich den Laden kenne hier, gehts jetzt mit dem Bus zu Freund A... dort gibt's einen netten Ratsch, viele Streicheleinheiten für mich und danach laufen wir nach Hause... weil's doch jetzt so schön geworden ist. Und mit dem Wind, das ist nicht so anstrengend....
Von meinen Freunden erzähle ich ein anderes Mal.
Tschüß denn
Freitag, 11. Mai 2012
Meinen Platz gefunden....
Der Titel ist so alt wie meine eigene Amrumer Geschichte.
Dass ich auf der Insel meinen Platz auf der Welt gefunden habe, schrieb ich schon so viele Male...
im Blog selber, im Forum...
Dass ich aber nun auch meinen Schreibplatz fand, das ist neu. Bisher diente der Guckestuhl der
bloßen Idee, ich könnte ja da sitzen, lesen, schauen und schreiben... und nichts geschah.
Der Stuhl wurde gereinigt, wieder gerade gestellt, von der Wand abgerückt, wenn die Lehne an
derselben schubbelte und bräunliche Stellen hinterließ. Er wurde von Gästen ausprobiert und für
wunderbar befunden. Nur ich, ich setzte mich selten hinein.
Seit ich im Blog schreibe, meinen Gedanken den freien Lauf lasse, den meine Augen haben, wenn sie
die Wolken vorbeisausen sehen... seitdem sitze ich hier auf meinen Stuhl. Die Beine auf dem
Fensterbrett, Gläschen Wein daneben, mitunter auch mal eine Zigarette... und gebe meinen Gedanken
Raum. Das macht mich ruhig und gelassen. In dieser Stimmung kann ich nun auch Bücher lesen und fühle
mich mehr und mehr heimelig mit dem Stuhl.
Vielleicht ist es auch die frühsommerlich veränderte Aussicht... alles ist grün und sieht lebendig aus.
Heute tobt am Horizont das Meer, dunkelgraublau, die Gisch spritzt hoch, die weißen Kronen tanzen auf dem
Wasser... ich kann es sehen. Ich höre den Wind um das Haus fegen und sitze warmtrockenwindstill.
Das fühlt sich gerade wohlig an und lädt ein zu Verweilen.
Für meine Beine werde ich mir noch was überlegen müssen... wenn sie lange aus-und durchgestreckt
auf dem Fensterbrett ruhen, dauert es eine Weile, bis sie wieder schmerzfrei beweglich sind...
Gut Ding will Weile haben.
Gerade eben bin ich erst einmal froh, meinen Schreibplatz gefunden zu haben.
Gute Nacht Freunde.
Abonnieren
Posts (Atom)

