Und ob ich das weiß!
Jetzt zum Beispiel sitze ich völlig entspannt nach zwei anstrengenden schönen Tagen auf der Insel der Schönen und der Reichen hier bei mir... ein Glas Rotwein und eine Zigarette zum Abschluss des Tages und zur Anregung des Schreibflusses, Stille mit Grillengezirpe, alle Veluxfenster geöffnet, um die Frische der Sommernacht zu spüren. Herr Schmid schläft wie ein Baby in seinem Haus.
In mir und um mich ist Frieden.
Heute abend vor 8 spielten Schmid und ich noch auf dem Kniep. Der kleine Mann war während der Sylt-Tage so tapfer und brav, dass er sich die Tobestunde wirklich verdient hatte. Zum Glück besitzen wir einen Gummiball an einer Gummischnur, den auch ich weit werfen kann, schleudern, um es genauer zu sagen. Hätte ich die heutige Technik des Schleuderns schon zu Schulzeiten heraus gehabt...wäre ich auch bei den Sommer-Bundesjugendspielen mit einer Urkunde belohnt worden. Nun, alles hat seine Zeit. Schmid hatte einen Heidenspaß. Auf dem Nachhauseweg holte er sich noch Streicheleinheiten von Robby, dem Strandbar-Wirt, ab und trottete dann total zufrieden mit mir. Das ist Leben im Hier und Jetzt. Der Hund zeigt mir wirklich, wie es geht.
Westerland auf Sylt... Da kamen mir heute Fluchtgedanken. Es fühlte sich an, wie wenn ich mitten in der Kaufingerstraße in München sitze... tausende von Menschen, Hunden, Geschnatter und Gezeter. Dankbar nahm ich den Bus nach Hörnum, um wieder auf die ruhige Insel zu fahren. Auch Schmid war froh, wieder hier zu sein.
Dennoch: einmal Sylt pro Monat ist die Inselkoller-Vermeidungsstrategie.
Und... eine Amrumer Freundin empfahl mich zu ihren "Hair-Stylisten"... so schöne Strähnen bekam ich bisher nur in München... Dafür zahlte ich dann auch gerne Münchner Preise.
Ich lebe den Traum vieler... stimmt bestimmt. Ich lebe meinen Traum? Eigentlich hatte ich nie den Traum, auf einer Nordseeinsel zu leben... es war die Sehnsucht nach einem Zuhause, nach einem Ort, an dem ich mich wohl fühle, richtig fühle. Meistens jedenfalls. Ja, es war immer eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Der folgte ich und landete hier.
Das konnte ich erst, als ich frei war von beruflichen Verpflichtungen, gesichert durch Rente und Altervorsorge. Es macht mich traurig, wenn ich denke, zu welch niedrigen Löhnen sich die Menschen hier verdingen, im Gastro-Bereich. So können sie nie auf eine gute Rente rechnen. Ich bin dankbar für meine finanzielle Sicherheit, die sich wie eine Hängematte anfühlt.
Andererseits könnten weniger Besitzstände auch wieder größere Freiheit bedeuten, denn ich muss nicht festhalten, ausharren. Und könnte viel früher meiner Sehnsucht folgen?
Und: Finanzielle Sicherheit - ist das nicht eine Illusion, eine Riesenillusion?
Was ist denn, wenn der Euro nichts mehr taugt? Wenn ihn keiner will? Dann haste was und kannst damit gar nichts anfangen. Er gibt keine Sicherheit und kein Brot.
Dann besinnst Du Dich auf Deiner Hände Arbeit und erarbeitest Dir, was Du brauchst.
Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe, arbeiten kann und Freunde habe. Und wenn dies auf diesem wunderbaren Fleckchen Erde gelingt, ja, dann leb ich meinen Traum - und den vieler?
Kleine Insel, große Freiheit
Freitag, 17. August 2012
Dienstag, 14. August 2012
Du schreibst nicht mehr?
Doch, meinte ich...und will es nun auch wieder in Angriff nehmen.
Mein "Insel L(l)eben" zieht grad immer den Kürzeren, wenn es ums Schreiben geht.
Es gibt da ein Forum mit tollen Frauen, die alle kunterbunt glücklich sein wollen und sich auf dem Weg dorthin gut unterstützen. Dort gelesen und geschrieben... und schon ist die Luft für den Blog draußen.
Was nicht ins Hintertreffen kommt, ist Gott sei Dank mein Leben auf der Insel. Es wird eigentlich immer schöner. Die Beziehungen und Bekanntschaften werden herzlicher und näher. Beim Autofahren komme ich aus dem Winken nicht raus. Helen meinte schon im Frühjahr hier: vor lauter Finger strecken (so begrüßen sich die Amrumer Autofahrer) könne sie sich gar nicht richtig auf den Verkehr konzentrieren.
Die Insel ist voll. Die Radfahrer kommen von vorne und hinten, rasen an Dir vorbei, sind entsetzt, wenn sie wegen Herrn Schmid langsamer tun müssen (wenn der mal nicht an der Leine ist). Gott sei Dank kann ich mich am Sommer mehr freuen als über die vielen Menschen ärgern. Geht auch gar nicht, denn die Insulaner leben von ihnen - die meisten nicht schlecht.
Die Nachmittage, wenn die größte Hitze vorbei ist, verbringen wir viel am Strand. Im Wasser war ich bisher einmal...und das war toll, ist aber schon 3 Wochen her. Grad vergesse ich mein Handtuch einzustecken und bedauere das dann auf dem Weg. Irgendwann werde ich es begriffen haben.
Es gibt einen Traum - aber noch nicht den richtigen Platz. Einen Strandkorb möchte ich haben, einen ganz für mich alleine. Einen, der mir das ganze Jahr (= den ganzen Sommer) über zur Verfügung steht und den ich platzieren kann, wo ich möchte. Dann einfach hinlaufen, mit Buch, Tuch und Getränken...
Gestern hatte ich einen Vorgeschmack: schönen Platz in den Wittdüner Vordünen gesucht, und nur genossen: die Sonne, den Wind, das Rauschen des Meeres, die Farben und die Stille. Buch gelesen - manchmal, geschlafen - meistens. Dank teurer Lotion keinen nennenswerten Sonnenbrand mitgebracht. Das ist Urlaub at it's best.
Inzwischen hatte auch meine Schwester den Weg auf die Insel gefunden. Sie radelte mal eben von Hamburg Altona durch das Alte Land nach Husum/Nordstrand, kam mit dem ADLER EXPRESS rüber und blieb 5 Tage. Rückwärts nahm sie die große Fähren, ließ sich von der DB bis Kiel fahren und radelte an der Ostsee längs bis Lübeck. Grad eben erfuhr ich, dass ihre neuerliche Diagnose zur Makula Degeneration erstmalig die einer trockenen sei, die nicht gespritzt werden muss. Große Freude und erste Reaktion: ich werde jetzt nur noch hunterte von km radeln.
Wir hatten eine schöne entspannte Zeit miteinander. Fühlte sich ringsrum gut an - und ist nun auch schon wieder 4 Wochen her.
Alles ist gut auf der Insel.
Mein "Insel L(l)eben" zieht grad immer den Kürzeren, wenn es ums Schreiben geht.
Es gibt da ein Forum mit tollen Frauen, die alle kunterbunt glücklich sein wollen und sich auf dem Weg dorthin gut unterstützen. Dort gelesen und geschrieben... und schon ist die Luft für den Blog draußen.
Was nicht ins Hintertreffen kommt, ist Gott sei Dank mein Leben auf der Insel. Es wird eigentlich immer schöner. Die Beziehungen und Bekanntschaften werden herzlicher und näher. Beim Autofahren komme ich aus dem Winken nicht raus. Helen meinte schon im Frühjahr hier: vor lauter Finger strecken (so begrüßen sich die Amrumer Autofahrer) könne sie sich gar nicht richtig auf den Verkehr konzentrieren.
Die Insel ist voll. Die Radfahrer kommen von vorne und hinten, rasen an Dir vorbei, sind entsetzt, wenn sie wegen Herrn Schmid langsamer tun müssen (wenn der mal nicht an der Leine ist). Gott sei Dank kann ich mich am Sommer mehr freuen als über die vielen Menschen ärgern. Geht auch gar nicht, denn die Insulaner leben von ihnen - die meisten nicht schlecht.
Die Nachmittage, wenn die größte Hitze vorbei ist, verbringen wir viel am Strand. Im Wasser war ich bisher einmal...und das war toll, ist aber schon 3 Wochen her. Grad vergesse ich mein Handtuch einzustecken und bedauere das dann auf dem Weg. Irgendwann werde ich es begriffen haben.
Es gibt einen Traum - aber noch nicht den richtigen Platz. Einen Strandkorb möchte ich haben, einen ganz für mich alleine. Einen, der mir das ganze Jahr (= den ganzen Sommer) über zur Verfügung steht und den ich platzieren kann, wo ich möchte. Dann einfach hinlaufen, mit Buch, Tuch und Getränken...
Gestern hatte ich einen Vorgeschmack: schönen Platz in den Wittdüner Vordünen gesucht, und nur genossen: die Sonne, den Wind, das Rauschen des Meeres, die Farben und die Stille. Buch gelesen - manchmal, geschlafen - meistens. Dank teurer Lotion keinen nennenswerten Sonnenbrand mitgebracht. Das ist Urlaub at it's best.
Inzwischen hatte auch meine Schwester den Weg auf die Insel gefunden. Sie radelte mal eben von Hamburg Altona durch das Alte Land nach Husum/Nordstrand, kam mit dem ADLER EXPRESS rüber und blieb 5 Tage. Rückwärts nahm sie die große Fähren, ließ sich von der DB bis Kiel fahren und radelte an der Ostsee längs bis Lübeck. Grad eben erfuhr ich, dass ihre neuerliche Diagnose zur Makula Degeneration erstmalig die einer trockenen sei, die nicht gespritzt werden muss. Große Freude und erste Reaktion: ich werde jetzt nur noch hunterte von km radeln.
Wir hatten eine schöne entspannte Zeit miteinander. Fühlte sich ringsrum gut an - und ist nun auch schon wieder 4 Wochen her.
Alles ist gut auf der Insel.
Mittwoch, 11. Juli 2012
Lange nichts geschrieben
Gestern schrieb eine Freundin in einem Mail: Was ich darüber lese, wie die Amrumer mit dem tragischen Unglücksfall umgegangen sind, gefällt mir sehr gut...
Ja, hier wurde sehr getrauert, mehrere Gedenkgottesdienste gaben Insulanern und Gästen die Gelegenheit, sich von Sebastian zu verabschieden, den Eltern ihr Mitgefühl zu geben.
Allen Helfern in den schweren Tagen wurde wertschätzend und höchst anerkennend gedankt.
Ein Fahnenmast wurde errichtet zum Gedenken des kleinen Jungen, an ihm flattert eine extra für ihn genähte Fahne im tüchtigen Wind.
Die Stimmung auf der Insel beginnt sich zu normalisieren.
Mit dem Ferienbeginn in NRW kamen natürlich viele neue Gäste, die unsere Erlebnisse und Erfahrungen gar nicht teilen können, die ihre Geschichten mitbringen und wieder ziemlich unbefangen im Sand buddeln... Die Mischtemperatur wird niedriger.... es fühlt sich an, wie wenn man in ein halbes Glas heißen Tee ein wenig kühleres Wasser nachschenkt...
Die neue Mischung tut gut, bringt die Balance und ermöglicht das Genießen der Insel und der Ferien.
Es wird wieder gut auf der Insel.
Mein Schwarzwaldtrupp ist wieder auf dem Weg nach Hause... und mit ihm das schöne Wetter. Wir genießen derweil das richtige Inselwetter... Regen satt, Sturm und kühle 14,5 Grad.
In mir klingt die harmonische und absolut gut gelaunte Zeit mit meiner Mutter nach. Ohne Stress und mittlere Katastrophen vergingen die 14 Tagen wie im Fluge. Der Horror vor der langen Zeit wich dem Gefühl: geht doch prima... Nun kann meine Mutter, die sich bisher keine langen Reisen traute, erzählen, wie ich hier lebe, wie sich ihr die Insel präsentierte, was sie hier mag und was nicht...
Ja, wir hatten eine schöne Zeit mit besonderen Erlebnissen...
das Kanonsingen in der Kirche, der Besuch auf Föhr, der Strandkorbnachmittag,
das Essen im Weltenbummler, die schönen Spaziergänge... und und und
Dass die Truppe sehr zufrieden und fröhlich den Heimweg antrat, freut mich sehr.
Ich wollte, dass sie eine gute Zeit hatten.
Das war ich ihnen, Gesa, der Insel und mir schuldig.
Freitag, 6. Juli 2012
Das Leben geht weiter...
Die vielen Kerzen, Blumen und Briefchen werden langsam vom starken Ostwind zugesandet...
Damit zeigt uns schon die Insel, dass das Leben weitergeht....
Der tragische Tod des kleinen Sebastian begleitet uns...
Gestern abend besuchten wir - die Schwarzwaldtruppe und ich - die Musikalische Abendfeier in unserer wunderbaren Nebeler Kirche.
Vor den tragischen Ereignissen hatte ich unsere Pastorin getroffen und und mit ihr besprochen, dass an diesem Abend Gesa's Lieblingslied gesungen würde und damit Gesa ganz bewusst bei uns zu haben - in dieser herrlichen Kirche.
Pastorin F gelang es in dieser Abendfeier, der Trauer um Sebastian ebenso Raum zu geben wie dem Glück, dass wir alle leben, auf der Insel sein dürfen, die "heiligen Tage" Holi-days genießen. Es ist ihr auf wundersame Weise gelungen, auch wieder ein wenig Leichtigkeit zu schenken, zumindest gab es dafür das Angebot. Ich konnte es gut annehmen.
Ja, na klar, und Gesa's Lieblingskanon sangen wir auch:
Ich will den Herrn loben allezeit,
allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein,
in meinem Munde sein,
sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein,
||: in meinem Munde sein :||.
Ich ging ganz beseelt nach Hause. Wie immer nach der Abendfeier. Diese Freude werde ich mir jetzt öfter gönnen.
Alles wird wieder gut auf der Insel.
Mittwoch, 4. Juli 2012
Ich hab doch nur ein tiefes Loch gebuddelt
Leider kann der kleine Sebastian das nicht mehr erzählen.
Nein Tina, die Polizei geht, aber das habt Ihr alle schon in den Nachrichten gehört,
davon aus, dass er ein so tiefes Loch und eine Sandhöhle gebuddelt hat und dabei
der Sand über ihm zusammen gebrochen sein muss. Ein schreckliches Unglück ist auf der Insel passiert. Meine Gedanken gehen von "welchen schrecklichen Todeskampf muss er kleine Kerl gekämpft haben" bis "wie kann ich als Eltern und Schwester mit diesem Unglück und dem Verlust des geliebten Sohnes weiterleben?"
Und andererseits ist da auch eine Art Erleichterung, die der quälenden Ungewissheit weicht.Wir alle auf der Insel trauern, Sebastian ist in aller Gedanken. Heute abend war ein Gedenkgottesdienst in der kleinen Kapelle in Wittdün. Ich habe für ihn am Kniep gebetet und mir mit Schmid die Füße vertreten, nach einem ziemlich bunten Tag auf Föhr.
Vielleicht kann ich heute Nacht mal wieder ruhiger schlafen. Ich wünsche es mir.
Es ist traurigruhig auf der Insel.
Nein Tina, die Polizei geht, aber das habt Ihr alle schon in den Nachrichten gehört,
davon aus, dass er ein so tiefes Loch und eine Sandhöhle gebuddelt hat und dabei
der Sand über ihm zusammen gebrochen sein muss. Ein schreckliches Unglück ist auf der Insel passiert. Meine Gedanken gehen von "welchen schrecklichen Todeskampf muss er kleine Kerl gekämpft haben" bis "wie kann ich als Eltern und Schwester mit diesem Unglück und dem Verlust des geliebten Sohnes weiterleben?"
Und andererseits ist da auch eine Art Erleichterung, die der quälenden Ungewissheit weicht.Wir alle auf der Insel trauern, Sebastian ist in aller Gedanken. Heute abend war ein Gedenkgottesdienst in der kleinen Kapelle in Wittdün. Ich habe für ihn am Kniep gebetet und mir mit Schmid die Füße vertreten, nach einem ziemlich bunten Tag auf Föhr.
Vielleicht kann ich heute Nacht mal wieder ruhiger schlafen. Ich wünsche es mir.
Es ist traurigruhig auf der Insel.
Dienstag, 3. Juli 2012
Hat die Insel ihre Unschuld verloren?
Die Leichtigkeit der Insel, des Sommers ist verflogen. Bleiern lastet die Ungewissheit über das Verschwinden eines 10jährigen Gastjungen auf ihr.
Wo gestern noch die Rotorengeräusche von zig Hubschraubern dominierten, liegt jetzt die Stille schwer auf der Insel... Keine Hubschrauber mehr, keine Suchtrupps, keine Spürhunde... seit gestern späten Nachmittag.
Wachte ich auf, dachte ich an den Jungen und daran, was passiert sein mag. Es quält mich.
Erinnerungen an Maddie werden wach... nur, jetzt ist es so nah und ganz anders, als es einfach in der Zeitung zu lesen. MICH hatte der einsame Polizist am Sonntag Abend gefragt, ob ich einen kleinen Jungen gesehen hätte... und stapfte weiter in die Dünen... in der Hoffnung, er werde ihn finden, im Spiel versunken. HIER fuhren die Feuerwehren nächtens durch die Orte mit Lautsprechern und suchten nach ihm: "Sebastian, komm nach Hause" oder "Es wird Sebastian gesucht..."
Mutter und Polizei gehen inzwischen von einem Verbrechen aus, das Wort "Entführung" geisterte gestern erstmals duruch die Insel und steht heute in BILD...
Es ist grad nicht alles gut auf der Insel... seit Sonntag
Wo gestern noch die Rotorengeräusche von zig Hubschraubern dominierten, liegt jetzt die Stille schwer auf der Insel... Keine Hubschrauber mehr, keine Suchtrupps, keine Spürhunde... seit gestern späten Nachmittag.
Wachte ich auf, dachte ich an den Jungen und daran, was passiert sein mag. Es quält mich.
Erinnerungen an Maddie werden wach... nur, jetzt ist es so nah und ganz anders, als es einfach in der Zeitung zu lesen. MICH hatte der einsame Polizist am Sonntag Abend gefragt, ob ich einen kleinen Jungen gesehen hätte... und stapfte weiter in die Dünen... in der Hoffnung, er werde ihn finden, im Spiel versunken. HIER fuhren die Feuerwehren nächtens durch die Orte mit Lautsprechern und suchten nach ihm: "Sebastian, komm nach Hause" oder "Es wird Sebastian gesucht..."
Mutter und Polizei gehen inzwischen von einem Verbrechen aus, das Wort "Entführung" geisterte gestern erstmals duruch die Insel und steht heute in BILD...
Es ist grad nicht alles gut auf der Insel... seit Sonntag
Sonntag, 1. Juli 2012
Wasser, Wellen, Wohlbefinden...
Ganz irritiert war die Mutter an den ersten Tagen... keine Nordsee weit und breit.
"In Stolpmünde..."begann jede ihrer See-Erinnerungen. Die liegen 75 Jahre zurück, als man nach Pommern in die Sommerfrische fuhr, dort ein Haus für die ganze Familie gemietet und auch eine heimische Kochmamsell zur persönlichen Unterstützung hatte...
Lang lang ist's her. Vieles hat sich seitdem verändert. Pommern liegt schon lang nicht mehr innerhalb der deutschen Staatsgrenzen, Mamsell sind wir selber, Großfamilie wich der Kleinstfamilie... Nur... das Meer hat Wasser, heute wie früher.
Allein... wo auf Amrum ist die Nordsee?
Bei mir geht's zum Watt, das immer dann, wenn wir dort liefen, trocken lag. Auf der anderen Seite - der Meerseite - ist der breite Kniep und man läuft 30 min, bis man zur Wasserkante kommt.
Ein Abendausflug erfüllte alle noch offenen Wünsche...nach Nebel direkt an den Strand.
Gut für Senioren. Vom Parkplatz läuft man noch ca. 300 mtr. bis zum Wasser - so es da ist....
Mutters Gesichtsausdruck wurde fröhlich, heiter und erkennend... Wasser mit Schaumkronen, superfeiner weißer Sand, den man durch die Finger rinnen lassen kann.
Gestern abend blieben wir sogar zwei Stunden am Strand... das auflaufende Wasser hatte eine wahnsinnige Kraft und drückte sich förmlich rein ins Land. Die Luft war so lau wie noch nie vorher. Der Wind war nicht mehr... was für ein wundervoller Abend.
Ich habe das Gefühl, dass Muttern sich, nach anfänglichen Akklimatisierungsschwierigkeiten, einer unendlich wohligen Mattigkeit, hier pudelwohl fühlt, auch in meiner Wohnung. Die Unternehmungen mit der Schwarzwaldtruppe sind fein, alleine ist sie auch gerne (wenn ich arbeite), die Insel hat sie nun in ihrer Geographie begriffen. Und Gott sei Dank... das Wasser ist da.
Grad sitzt sie im Guckestuhl und sieht den Wolken zu, die vom Wind über den Himmel getrieben werden. Ein schönes Bild... sie zufrieden im Sessel ihres Vaters.
Alles ist gut auf der Insel
(und das Wetter ist's jetzt auch!!!)
"In Stolpmünde..."begann jede ihrer See-Erinnerungen. Die liegen 75 Jahre zurück, als man nach Pommern in die Sommerfrische fuhr, dort ein Haus für die ganze Familie gemietet und auch eine heimische Kochmamsell zur persönlichen Unterstützung hatte...
Lang lang ist's her. Vieles hat sich seitdem verändert. Pommern liegt schon lang nicht mehr innerhalb der deutschen Staatsgrenzen, Mamsell sind wir selber, Großfamilie wich der Kleinstfamilie... Nur... das Meer hat Wasser, heute wie früher.
Allein... wo auf Amrum ist die Nordsee?
Bei mir geht's zum Watt, das immer dann, wenn wir dort liefen, trocken lag. Auf der anderen Seite - der Meerseite - ist der breite Kniep und man läuft 30 min, bis man zur Wasserkante kommt.
Ein Abendausflug erfüllte alle noch offenen Wünsche...nach Nebel direkt an den Strand.
Gut für Senioren. Vom Parkplatz läuft man noch ca. 300 mtr. bis zum Wasser - so es da ist....
Mutters Gesichtsausdruck wurde fröhlich, heiter und erkennend... Wasser mit Schaumkronen, superfeiner weißer Sand, den man durch die Finger rinnen lassen kann.
Gestern abend blieben wir sogar zwei Stunden am Strand... das auflaufende Wasser hatte eine wahnsinnige Kraft und drückte sich förmlich rein ins Land. Die Luft war so lau wie noch nie vorher. Der Wind war nicht mehr... was für ein wundervoller Abend.
Ich habe das Gefühl, dass Muttern sich, nach anfänglichen Akklimatisierungsschwierigkeiten, einer unendlich wohligen Mattigkeit, hier pudelwohl fühlt, auch in meiner Wohnung. Die Unternehmungen mit der Schwarzwaldtruppe sind fein, alleine ist sie auch gerne (wenn ich arbeite), die Insel hat sie nun in ihrer Geographie begriffen. Und Gott sei Dank... das Wasser ist da.
Grad sitzt sie im Guckestuhl und sieht den Wolken zu, die vom Wind über den Himmel getrieben werden. Ein schönes Bild... sie zufrieden im Sessel ihres Vaters.
Alles ist gut auf der Insel
(und das Wetter ist's jetzt auch!!!)
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