Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Montag, 4. Mai 2020

Wir leben... mit Corona

SinnKrise...Sendepause.
Keine Gedanken, keine Worte, kein neuer Post.


So ein Inselleben mit Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing ist schon etwas ganz Neues.
Wirklich? Nicht wirklich.

Mein Radius mit Auto und neuerdings eBike ist 10 km nach Norden und zurück, jeweils drei km durch die Dünen. Am Ende ist immer Wasser, mal mehr und mal weniger.

Während der letzten Wochen änderten sich meine Hundewege ein wenig , zumindest in der Richtung.

Morgens in den Dünen
Der schönste Konzertsaal der Welt
In den Vordünen











Nicht wie immer erst durch die Dünen, dann  durch den Wald, am Watt nach Hause. Nein.  Erst am Watt, dann durch den Wald in die Dünen nach Hause.  Das Licht ändert sich, das Wasser eh und das Konzert der Vögel im Wald. Früher am Tag scheinen mehr Vögel und lauter zu singen. Mit der Zeit des Zuhörens und Genauer Hinhörens wird es ein Sinfonie-Konzert allererste Güte. Mit hohen und tieferen Tönen aber auch mit zunehmender Tiefe, Fülle.   Dieses Klangerlebnis entgeht mir, wenn ich zuerst durch die Dünen wandere und auf dem Heimweg durch den Wald. Faszinierend.
Das Licht ändert sich. Die Sonne im Rücken macht in den Dünen ein Goldenes Licht.
Der Hund hat in den Dünen immer seinen Spaß... egal wie das Licht fällt oder ob wir Corona haben oder nicht.

Morgens bin ich am Strand und im Wald allein. Allein allein, mit mir allein, mit dem Hund allein und oft auch mit den neuesten Corona Podcast im Ohr. Dieses Ritual hat sich auch in Corona Zeiten nicht verändert.

Social Distancing bekommt ab heute eine neue Dimension. Bisher sind wir InselBewohner mit erstem Wohnsitz  (Insulaner würde ich mich nie zu bezeichnen trauen)  entre nous. Die Handwerker kommen täglich oder wöchentlich vom Festland. Hab ich aber nix mit zu tun.
Ab heute dürfen die Zweitwohnungsbesitzer kommen. Mit allen Menschen, die zu ihrem Hausstand gehören. Dann sieht es auf der Insel wieder anders aus. Meine neueste Errungenschaft ist ein Zollstock, um wirklich zu spüren, wie weit weg man bei 1,50 m stehen muss. ZWEI GANZ GROßE SCHRITTE sind das für mich. Gut zu wissen. Maske ist von jetzt ab eh Pflicht.

"Wie geht es mir eigentlich hier?" frage ich mich immer mal. Ich möchte, in Zeiten von Corona besonders, an keinem anderen Ort der Welt leben.  Ich bin dankbar, dass ich hier und so leben darf.
Die Insel ist mir nach wie vor ein Ort der Geborgenheit.  Ich bin gerne mit dem Hund unterwegs und genieße die Weite und die Natur-Fülle. Nur Natur und immer nur Natur. Mein Auge liebt die Farben... immer noch und immer wieder.

Social Distancing hier bekam gerade mit der Mund.Nasen.Schutz-Pflicht eine neue Komponente:
Du musst sie an den Augen erkennen können, die Eiland-Mitbewohner. Das Lachen siehst Du nur in den Augen und die Stimme ist verdumpft... Ein tägliches fröhliches Ratespiel, wer Dir denn im Supermarkt gerade zugewunken hat.

Kurze Treffen in der Wohnanlage, gemeinsames Essen mit 1,50m Entfernung. Social DistanceDining ist das und tut meinem Herzen gut. Das Miteinander ist es, was auch in der Entfernung geht. Die Verbundenheit bleibt... auch mit Zollstock in der Hand und dem "Stuten-Pulli" auf MundundNase.

Abends noch ein schönes Ritual: "Der Mond ist aufgegangen" wird vor der Kirche in gebührendem Abstand zu einander miteinander gesungen. Eine schöne herzerwärmende Aktion. Jeden Abend in diesem neuen Zeiten.


Ich lebe ... mit Corona und mir.   #stayathome und #bleibtgesund









Mittwoch, 22. April 2020

Es gibt noch andere Themen ....

Corona  verlangsamt das  Leben, besonders hier auf der Insel.
Lange Spaziergänge allein, im 9 Quadratkilometer kein anderer Mensch zu sehen.  Allein in der Wüste. Jeder Tag wie der andere, die Ziele verändern sich geringfügig, die Menschen, die ich treffe, bleiben immer die selben.

Paukenschlag am Samstag: wußtest Du, dass die Mutter gar nicht mehr in ihr Betreutes Wohnen zurück möchte, bei H. bleibt und auch das Apartment aufgibt?
Und schon hatten wir ein neues Thema und neue Aufgaben.
Windelhöschen, Inkontinenz, DAK und Lieferanten von Wannenlift und WC Erhöhung, unter welchen Umständen zahlt die Pflegekasse was? Antrag auf Erhöhung des Pflegegrades in Zeiten von Corona, Arzt im Urlaub und dieser ganz zufrieden mit der Konstellation, nachdem er sie gesehen hatte, die beiden alten Leutchen.  Erstaunt über  meinen Bericht der Intransparenz und der strikten Weigerung, den ambulanten Service als eine Säule mit in das Pflegekonzept einzubauen....

Jetzt geht die Zeit wie im Fluge vorbei, manchmal reicht der Arbeits-Tag nicht für  lange Telefonate mit allen Betroffenen....

Leichter ums Herz ist es mir nicht, nachdem H. rausrückte mit dem Verfalls-Zustand unserer Mutter.
Und auf der Insel eingesperrt zu sein und nicht mal eben in den Süden fahren zu können, fällt mir gerade sehr schwer. Zweifel werden im Kopf zu Horror Szenarien, Fragen zu Behauptungen und überhaupt.... wenn doofe Gedanken in diesen Zeiten im Kopf rumgeistern, empfinde ich es gerade ganz schwer, den Gedankenstop hinzukriegen und mich mit Schönerem zu beschäftigen.

Ja, es  gibt noch andere Themen außer Corona. Heute zum Beispiel bekomme ich das erste Mal seit 15.3. meinen AllerlieblingsHimbeerKuchen vom Café Auszeit to go. DA kommt endlich wieder Freude auf.

Mittwoch, 15. April 2020

"Wenn man sich täglich nur drei positive Dinge notiert...."

.... dann hat das,  wissen wir alle, einen starken Effekt auf das Wohlbefinden.

Heute begann es schon mit der gelesenen WhatsApp von Christine: "wie geht es Dir nach Ostern? Melde Dich doch mal."
Und mit der Einladung von Martina: "wenn Du spazieren gehen magst, Ruf mich an."
Die Skype Unterhaltung mit meiner Mutter und Hermann gestern als neues Tagesritual.

Irgendwann kam der Moment, in dem ich mir ganz bewusst wieder wünschte, mehr reale Menschen um mich zu haben, nicht mehr mit mir  allein zu reden.

Dazu passt jetzt ein Bild, das mir UpWithPeople Freunde über FaceBook zuspielten:
Göttlich, das globale Gefühl der häuslichen Isolation, gepaart mit so viel positivem Humor.
Ja, wir alle schaffen das wieder raus in das "Normale Leben" Whatever it then may be.

Humor ist wenn man trotzdem lacht
Ich habe heute auch schon gekocht... alle Möhren und Kartoffeln aus Kühlschrank in einen Topf. Petersilie und Mütterchen dazu. Lecker.
Und die heimische Wirtschaft unterstützt.
Und mich. Mit positiven Gedanken und lecker Essen.

Und diesen Herzigen Küstenstein fand ich heute. Diese Steine legen Wanderer an schöne Plätze. Wer ihn findet, nimmt ihn mit und sucht einen neuen schönen Platz, damit er einen anderen wieder erfreut.


LIEBE steht auf Rückseite, heute gefunden und weiterverschenkt

Sonntag, 12. April 2020

Keine Zeit für Gleichgültigkeit

Es sei keine Zeit für Gleichgültigkeit, sagte heute Papst Franziskus, als er allein im Petersdom predigte.

Zeit zur Besinnung, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Umdenken. Zeit für andere auf andere Arten. Zeit für mich selbst. Und Zeit für die Zeit.

Mein wahres Ostergeschenk ist, dass ich den jetzt pflegenden Lebensgefährten meiner Mutter in einem anderen Licht sehen kann als bisher. Und auch meine Mutter. Sie ist nun wirklich auf seine Hilfe angewiesen und er schenkt sie ihr. 24 Stunden am Tag. Mit all seiner Kraft und all seiner Liebe. Dazu wären wir Töchter überhaupt nicht in der Lage. Wir würden uns Hilfe suchen, klar. Aber emotional könnten wir das beide nicht.
Was ich bisher im Kopf hatte: Danke sagen und er macht es gut...kommt auf einmal aus dem tiefsten Herzen, aus der Erkenntnis, dass dieser Mann wirklich barmherzig ist und unsere Mutter von Herzen gerne hat. Sie bis zum Tod begleiten will.  Und es ist unerheblich, aus welchen Beweggründen heraus er es tut. ER TUT ES. Dafür  bin ich ihm von Herzen dankbar.
Auf dieses Gefühl hatte ich so lange gewartet. Deshalb empfinde ich es als großes Oster-Geschenk. Und ich bin froh für meine Mutter, dass sie ihn hat und nicht in diesen Zeiten allein auf ihre Einrichtung im Betreuten Wohnung  angewiesen ist. Sie hätten sie jetzt "weggesperrt",  zu ihrem eigenen Schutz. Daran gehen Menschen zugrunde. Wenn sie die anderen Menschen nicht mehr spüren und keinen Kontakt haben dürfen.

Nach Ostern sollen die Corona-Regeln der Kontaktsperre und Ausgangsbeschänkungen sowie des Social Distancing neu bewertet werden.  Je mehr ich darüber nachdenke, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Inseln wieder geöffnet werden. Peu à peu... was könnte das heißen? Handwerker kommen eh, Zweitwohnungsbesitzer aus Gebieten mit hohen Infektionsraten würden hier auf Unverständnis treffen.  Innerhalb der Insel... Schule mit älteren Schülern, die ihre Abschlussprüfungen schreiben müssen? Kindergärten?  Keine Ahnung. Bekommen wir alle Tests um Antikörper zu bestimmen? Und was, wenn wir keine haben? Ich erinnere mich an die Tuberkulose-Untersuchungen - früher. Habe ich Antikörper? Fein, sonst: Impfung. So war das doch?
Im vollen Supermarkt mit ziemlich engen Gängen fühle ich mich mitunter sicherer, wenn ich eine Maske trage... keine von der Sorte: ich steck mich nicht an. Nein, handgenähte mit Gummiband für die Ohren. Helen sagt: die wirken nicht. Und doch stellen sie mental eine Grenze dar und erinnern mich an den 2 m Abstand.  Für mich sind wir hier auf der Insel immer noch im Übungsmodus... der Virus wird kommen und dann möchte ich ein richtiges Gefühl für 2 Meter haben und das Gefühl, mich richtig virusfeindlich zu benehmen.  Angst vor dem Virus habe ich nicht.
Ich will mich schützen und  sollte dabei aber auch  darüber nachdenken, dass auch ich für andere eine Gefahr sein kann, den Virus in mir trage. Dieses Bewusstsein wird wohl erst wachsen, wenn wir hier wirklich die ersten Fälle auf der Insel haben.

Manchmal ein Gedankenblitz: was wird aus Herrn Schmid, falls sie mich ins Krankenhaus fliegen? Sollte ich schon jetzt Astrid fragen - vorsorglich?  Bediene ich damit nicht gleich die Self-Fulfilling-Prophecy? Ich schiebe die Frage an Astrid weg. Denn ich will mir nicht vorstellen, so krank zu werden. Auch wenn ich Risikogruppe und mit Asthma/COPD Risikopatientin bin. Ich glaube fest daran, dass der Kelch an mir vorüber geht und wir im kommenden Jahr die Impfung haben. Wir hier auf de Insel haben 35qkm Platz, im Augenblick sind wir ca. 3000 Menschen,  wenn wir eine "kleine Saison" bekommen, wenn sich die Infizierten-Zahlen konsolidieren, dann kommen vielleicht 3-4000 dazu? Immer wieder?

Das zeigt, wie wichtig es sein wird, ganz bewusst  konsequent Abstand zu halten, die Hände zu waschen und auch die Maske zur eigenen Distanzwahrung zu tragen... bis es einen Impfstoff gibt.  Nur damit schütze ich die Anderen und mich selbst.

Und wie wird sich unser Leben verändert haben, wenn wir uns wieder berühren dürfen, uns herzen und umarmen?  Wenn das "normale Leben" wieder Fahrt aufnimmt? Wieviele werden beruflich auf der Strecke geblieben sein? Wie wird ihnen geholfen? Wie wird die Gesellschaft sie unterstützen? Werden wir den Pflegekräften endlich das Gehalt zahlen, das sie verdienen und damit selbst die höheren Krankenkassen-Beiträge klaglos annehmen? Werden wir uns beteiligen? Am Wiederaufbau unsere Republik? Der Welt?

Die Pandemie geht uns alle an. Und jeden Tag mehr und immer wieder.
Nein, es ist keine Zeit für Gleichgültigkeit.










Samstag, 11. April 2020

Inselkoller...

Hilflos fühle ich mich...

Mutter dement und inkontinent, H., der Lebenspartner, geht klaglos seiner "Lebensaufgabe" nach, sie zu pflegen. "Kriegte sie fast nicht mehr aus der Badewanne raus".

Rausgekitzelt habe ich  ihm die Aussagen sie sei dement und inkontinent, förmlich aus der Nase gezogen. Für Muttern ein Segen, denn sie beurteilt nicht mehr, lebt an seiner Seite und seiner Obhut.
Für ihn ein 24 Stunden Job, den er sich natürlich selbst wählte, als er sie immer mehr an sich band.
Und natürlich ist es großartig, dass er sie geistesgegenwärtig  zu sich nahm, als das Altenheim wegen Corona abgeschlossen wurde. Er hätte sie nie besuchen dürfen. Und jetzt haben sie sich immer.
Aber welch ein Preis für "immer zusammen".
H. entwickelt sich zu meinem Helden, obwohl ich immer übel nahm, dass er unsere Mutter für sich "beanspruchte"... Er von ihr psychisch abhängig, sie von ihm physisch. Welch eine Vereinigung.

Wie können wir Töchter es erahnen wie es beiden geht, wenn sie immer nur sagen "geht gut".
Heute hat mich die Information kalt erwischt. 1000 km entfernt, eingeschlossen und ohne die Möglichkeit, hier raus zu kommen. Nur Telefon... und angewiesen sein auf Verständnis und Verstehen und Mitgehen des Gegenübers an der anderen Seite der Strippe.

"Habt Ihr die nächste Pflegestufe beantragt?"  Das wollen sie jetzt tun.  Rücken kaputt, aber der liebe Gott hilft.... Wie kann ich einem einfach gestrickten Mann erklären, dass der liebe Gott auch die sozialen Dienste wie Diakonie und ambulante Pflege erschaffen hat, um solch aufopfernden Menschen wie ihn zu unterstützen. Wie, dass er, als er Otto Onkel pflegte, mindestens 30 Jahre jünger war... und er das heute nicht muss. Weil es Pflegedienste gibt.

In der Auferstehung liegt ganz viel Hoffnung.

Ich danke  H. für sein Tun und die Verantwortung, die er übernommen hat.
Ich hoffe, dass H. einsichtig ist und professionelle Hilfe eines Pflegedienstes annimmt.
Ich  hoffe, dass H.  an seiner  "Lebensaufgabe"  nicht zerbricht.
Und ich hoffe, dass unsere Mutter in ihrer kleinen Welt glücklich ist und  wir H. das geben können, was er am meisten braucht.... Liebe, Anerkennung und Dankbarkeit.

Uff das musste mal raus und tat gut, darüber zu schreiben.






Freitag, 10. April 2020

Locked up

"Lock her up"  scandierten Trumpisten während des Wahlkampfes und meinten Hillery Clinton.

Lock them up.... rief niemand, bevor die Landesregierung von Schleswig-Holstein am 15.3. entschied, die Inseln zu schließen für Gäste, Touristen und auch Zweitwohnungsbesitzer.
Seit dem 16.3. sind wir hier auf der Insel unter uns... Ganz selten mal ein Gesicht, das ich nicht kenne. Handwerker kommen und natürlich die Fahrer der Versorgung Fahrzeuge.

Gestern schrieb der Bürgermeister von Sylt einen eindringlichen Appell an seine Sylter, aber auch an die 100 Menschen, die sich auf die Insel geschmuggelt hatten... mit fingierten Arbeitserlaubnissen, als "Verwandtschaft vom Vermieter oder Zweitwohnungsbesitzer mit Wasserrohrbruch. Wasserschaden ist "ein triftiger Grund, seine Zweitwohnung zu besuchen und dafür zu sorgen, dass größerer Schaden von ihr genommen wird. "Haltet durch und habt Verständnis, dass wir jetzt keine Gäste hier haben können. Die medizinische Versorgung mit Beatmungsgeräten im Krankenhaus ist aufgrund von Corona erweiterte, würde aber bei weitem nicht ausreichen, wäre die Insel wieder voller Gäste.

Ostern kommt und irgendwie ist die Spannung langsam spürbar: was kommt nach dem 19.4.? Wie werden Lockerungen aussehen, gibt es sie auch für die Inseln? Große Schüler und Kindergärten, kleine Läden... Aber wer soll einkaufen auf der Insel, wenn keine Gäste kommen.
Und, wenn Gäste kommen, bringen sie den Virus mit? Sind wir auf der Insel gewappnet? Eher nicht.
Manche Virologen meinen, Abstand und Händewäschen reicht. Und wenn Symptome da sind, dann Masken...Die sind da, heute habe ich sie auch schon getragen. Das geht, ich muss sie nur nehmen.
Und fühl mich vielleicht ein wenig sicherer. Dass ich nicht anstecke und darauf achte, wirklich mindestens 1 1/2 Meter vom Anderen entfernt zu sein.

Oma allein auf der Insel... "Und, wie geht es Dir?" Ich sag mir immer (und anderen als Antwort) "Es geht mir gut".  Tolles Wetter, mit Hund unterwegs und neuerdings mit dem E-Esel. immer mal morgens mit Helen im Ohr beim Stöckern. Bis nach Süddorf und über Steenodde zurück. Dann sind wir beide wieder zuhause.
Auf Amrum grüßen wir uns freundlich,  freundlicher? persönlicher? Irgendwie verbundener, das fühlt sich gut an.

Corona macht einsam, sagt gerade jemand in der ARD.  Ich empfinde es nicht so. Aber vielleicht ist es ja ein Single-Ding, dass wir nicht so zur Einsamkeit neigen.
Herr Schmid ist da, mein ständiger Begleiter. Mit Hund allein ist weniger allein.

Und locked up fühle ich mich noch nicht. Mal sehen, wann der InselKoller kommt.








Montag, 6. April 2020

Pure Lebensfreude


Die Inselwirtschaft ankurbeln... das war heute meine Aufgabe:
Mit 12 Postpäckchen verschickte ich Lindt Osterhasen an die in der Republik verstreute Familie... die Hasen dürfen reisen zu Ostern, Wir nicht.

Meine Schwester isst keinen Zucker... brauchte sie Tee ins Päckchen. Großeinkauf im Tee Kontor.

"Siggi, darf ich mal was sagen: diese Rostkarre passt nicht zu Dir. Du bist so schick..."
Autsch.  Meinte Dirk, der mein altes Rostklapperfahrrad im Frühjahr fit macht.

Treff ich Jan vom neuen Fahrradverleih  "NORDZEIT" im Supermarkt: "Verkaufst Du auch gebrauchte Fahrräder?" "Ja". Tausche Rostklapperfahrrad gegen?

Seit zwei Jahren tobte ein innerer Kampf: 
Konventionell Radfahren, mit Hund hinten drauf. Strampeln und mindestens eine Richtung gegen den Wind. Wenn ich am April beginne, bin ich Ende Mail fit und würde auch bei starkem Wind radeln. Versus: 
E Bike fahren ist die reine Lust und es macht Freude, mal eben über die Insel zu radeln... egal, wieviel Wind weht.
Bisher sagte die Vernunft: kauf Dir ein neues (gebrauchtes) konventionelles Rad, 7 Gänge, Rücktritt. schwarz schick.

Die Probefahrt mit dem E Bike (schwarz schick, guter Preis, ein Jahr alt) gegen den Wind
beendete ziemlich schnell den Kampf. Ausschlaggebend waren die Argumente zweier Frauen in meinem Alter: Das mit der Kondition ist schon richtig. Aber ehrlich? Du würdest das konventionelle Fahrrad nicht nehmen, würdest lieber mit  Wind laufen und das neue Rad steht zuhause.

Pure Lust am Fahrradfahren
SIMA - mein E Bike

Das neue E Bike, Juhuuuuu
Es fährt sich großartig. Gegen den Wind. Und mich ein bisschen anstrengen musskannsoll ich auch. Ein tolles Rad. Hätt' ich schon viel früher tauschen sollen.