Keine Gedanken, keine Worte, kein neuer Post.
So ein Inselleben mit Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing ist schon etwas ganz Neues.
Wirklich? Nicht wirklich.
Mein Radius mit Auto und neuerdings eBike ist 10 km nach Norden und zurück, jeweils drei km durch die Dünen. Am Ende ist immer Wasser, mal mehr und mal weniger.
Während der letzten Wochen änderten sich meine Hundewege ein wenig , zumindest in der Richtung.
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| Morgens in den Dünen |
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| Der schönste Konzertsaal der Welt |
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| In den Vordünen |
Nicht wie immer erst durch die Dünen, dann durch den Wald, am Watt nach Hause. Nein. Erst am Watt, dann durch den Wald in die Dünen nach Hause. Das Licht ändert sich, das Wasser eh und das Konzert der Vögel im Wald. Früher am Tag scheinen mehr Vögel und lauter zu singen. Mit der Zeit des Zuhörens und Genauer Hinhörens wird es ein Sinfonie-Konzert allererste Güte. Mit hohen und tieferen Tönen aber auch mit zunehmender Tiefe, Fülle. Dieses Klangerlebnis entgeht mir, wenn ich zuerst durch die Dünen wandere und auf dem Heimweg durch den Wald. Faszinierend.
Das Licht ändert sich. Die Sonne im Rücken macht in den Dünen ein Goldenes Licht.
Der Hund hat in den Dünen immer seinen Spaß... egal wie das Licht fällt oder ob wir Corona haben oder nicht.
Morgens bin ich am Strand und im Wald allein. Allein allein, mit mir allein, mit dem Hund allein und oft auch mit den neuesten Corona Podcast im Ohr. Dieses Ritual hat sich auch in Corona Zeiten nicht verändert.
Social Distancing bekommt ab heute eine neue Dimension. Bisher sind wir InselBewohner mit erstem Wohnsitz (Insulaner würde ich mich nie zu bezeichnen trauen) entre nous. Die Handwerker kommen täglich oder wöchentlich vom Festland. Hab ich aber nix mit zu tun.
Ab heute dürfen die Zweitwohnungsbesitzer kommen. Mit allen Menschen, die zu ihrem Hausstand gehören. Dann sieht es auf der Insel wieder anders aus. Meine neueste Errungenschaft ist ein Zollstock, um wirklich zu spüren, wie weit weg man bei 1,50 m stehen muss. ZWEI GANZ GROßE SCHRITTE sind das für mich. Gut zu wissen. Maske ist von jetzt ab eh Pflicht.
"Wie geht es mir eigentlich hier?" frage ich mich immer mal. Ich möchte, in Zeiten von Corona besonders, an keinem anderen Ort der Welt leben. Ich bin dankbar, dass ich hier und so leben darf.
Die Insel ist mir nach wie vor ein Ort der Geborgenheit. Ich bin gerne mit dem Hund unterwegs und genieße die Weite und die Natur-Fülle. Nur Natur und immer nur Natur. Mein Auge liebt die Farben... immer noch und immer wieder.
Social Distancing hier bekam gerade mit der Mund.Nasen.Schutz-Pflicht eine neue Komponente:
Du musst sie an den Augen erkennen können, die Eiland-Mitbewohner. Das Lachen siehst Du nur in den Augen und die Stimme ist verdumpft... Ein tägliches fröhliches Ratespiel, wer Dir denn im Supermarkt gerade zugewunken hat.
Kurze Treffen in der Wohnanlage, gemeinsames Essen mit 1,50m Entfernung. Social DistanceDining ist das und tut meinem Herzen gut. Das Miteinander ist es, was auch in der Entfernung geht. Die Verbundenheit bleibt... auch mit Zollstock in der Hand und dem "Stuten-Pulli" auf MundundNase.
Ich lebe ... mit Corona und mir. #stayathome und #bleibtgesund






