Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Sonntag, 26. September 2010

Klär-Werk...

Klärung ist angesagt, Kopf klar kriegen, Angst angucken, alle "wenn, dann's" anschauen,
innere Bilder haben:

- Ich auf der Insel mit Wohnung, draußen kalt, innen warm, Hund muss pieseln... oder
- Ich auf der Insel mit Wohnung, Job, draußen warm und Besuch auch München... oder
- Ich in München, auf dem Rad durch den Engl. Garten von Schwabing kommend...
- Ich mit dickem Hals, weil die Trampeltrine über mir wieder unerträglich ist
- Helen kommt mich hier besuchen - das Wohnzimmer ist dann mein Schlafzimmer, Gäste
gehen eine Treppe höher...
- Meine lieben Freunde besuchen mich und wir sitzen alle bei den Wein Jungs...
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Wie gut, dass es hier regnet, kalt ist und so langsam eckelig wird.
Ich bin froh, dass ich mir die Wohnung am Mittag ansehen kann - hell und freundlich soll sie sein. Schön denken ist wie schön trinken und dauert bis zur Ernüchterung nicht lange.

Danke für all Eure lieben Wünsche, Mutzusprechungen und Unterstützungen.
Das tut gut und hilft wirklich!!!

Mittwoch, 22. September 2010

Norderende???

Hannah kommt nicht mehr auf die Insel, ihre Wohnung ( die sie mieten wollte) ist frei und sucht einen MieterIn...und ich schaue mir das Ganze am nächsten Mittwoch an.
Hannah war begeistert - und ich denke, was Wohnen angeht, hat sie eine gute Nase und ein verdammt gutes Gefühl.




... das könnte meine neue Adresse auf der Insel werden.... Ihr seht das Haus und den linken (!!) Balkon. 2 Zimmer 60 qm auf 2 Ebenen, Vom Schlafzimmer der Blick auf den Anleger und Wittdün...


Und so sieht der Blick vom Eingang aus... direkt auf das Wattenmeer. In nicht mal 50 Schritten bin ich am Deich und dem Wattenmeer, nach links gehts zum Hotel (10 min) nach rechts "in die Stadt" zum Einkaufen.



Und etwa diesen Sonnenaufgang könnte ich vom Schlafzimmer aus sehen... jeden Tag, immer wenn es nicht regnet.... und das tut es ja hier selten.

Am kommenden Mittwoch schaue ich mir die Wohnung an, mache Fotos und schlafe drüber. versprochen!

Montag, 20. September 2010

Der Countdown läuft....

....das Ende des Inselsommers ist in Sicht. Am 11. Oktober mache ich das letzte Frühstück, am 12.10. geht meine Fähre um 6.15 Uhr.

Noch spüre ich keine Sehnsucht, keine Trauer, denn die Ferienwohnung für Weihnachten ist schon gesichert.

Eher freue ich mich auf Neues, auf 10 Tage Bad Brückenau, in denen ich meinen Walspeck abstreife und als Forelle wieder nach München fahre. Mit Angela, meiner lieben Freundin aus München, treffe ich mich am Jungbrunnen bei Weckbeckers. Im letzten Jahr hat mir die Woche sehr gut getan.

Hannah ist in Hamburg und hat mir ihre Frühstücksschichten da gelassen... super!!Jeden Morgen um 1/2 6 raus, Frühstück machen und arbeiten... ohne freie Tage, bis sie wieder auf der Insel ist. Die Götter wollen, dass ich mich auf mein Bett in München freue, auf ein Ausschlafen. Aber... die Wahl zwischen München und Ausschlafen vs. Amrum und Frühstück würde Amrum immer gewinnen. Und Frühstück hat auch was mit Unterhaltung und Freude zu tun... die Gäste freuen sich an mir und ich mich an ihnen.
Danke, Hannah!!!

Samstag, 18. September 2010

"Ich kann mich nicht satt sehen"....

... Endlich hat mal einer in Worte gefasst, was ich immer spüre und fühle, wenn ich über die Insel streife.... mehr mehr mehr und ich werde nicht müde, immer wieder überall neu zu gucken und Neues zu sehen und andere Farben und andere Stimmungen....
Es ist als male der liebe Gott in jeder Stimmung ein anderes Bild von der Insel und ich bin sein größter Fan...
André brachte seine Sehnsucht und seine Liebe zu Amrum damit auf den Punkt:
Ich - kann - mich - nicht - satt sehen.
So einfach ist es.

Als ich das iphone zücke, war er komplett, dieser Regenbogen - für den Bruchteil einer Sekunde. Und nun ist er nur noch lab zu sehen und dennoch rund und schön....
Ich weiß, anderes Lied, passt aber grade.



Die folgenden Bilder stammen vom gestrigen Spaziergang am Strand und zurück.
Das wichtigste Utensil dabei war: die Regenhose über der Hose...
Denn Goretex-Jacken, ob rot, schwarz oder olive, sind wunderbar Wind und Wasser abweisend...aber das doofe Nass läuft eben ab - auf die Stoffhose....
Ganz anders das Gefühl bei der Regenhose. Erst seit ich sie trage, weiß ich um die Richtigkeit des Spruches: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.
Also: Strand, Wind von hinten, Sonne und.... plötzlich der Guss aus tiefen schwarzen Wolken. Allein mit allen Gewalten.
Das Meer tobt vor sich hin (bei ablaufendem Wasser, wenn ich nicht schwimmen gehe, eher ein zahnloser Tiger), der Wind treibt mich nach vorne und der Regen duscht wie angestellt auf volle Pulle.... HERRLICH. Eines noch lernte ich durch Erfahrung:
die Regenhose will über die Gummistiefel gestülpt werden, denn ansonsten läuft das Wasser grad in den Stiefel. Und das ist ja auch nicht so lustig, finde ich.





Vom Strand direkt durch die Dünen und den Dünenwald... und schon wieder schien die Sonne. Ein wundebarer Kontrast... nicht satt sehen...



Und diesen Kumpel trafen wir - André und ich - als wir am Freitag nachmittag 3 Stunden (drei!!!! ) Stunden zunächst gegen 7 Windstärken in Richtung Norddorf gekämpft hatte, dann über das Quermarkenfeuer in den Dünen Schutz vor dem Sturm suchten und genussvoll letztlich durch den Wald unser Ziel erreichte: die dicke Himbeersahnetorte bei Schult.
Schmeckte richtig gut nach der Anstrengung. Und dieser kleine nette Fliegenpils stand einfach so da... ein Männlein stand im Walde, ganz still und stumm...

Mittwoch, 15. September 2010

Ich beiße gerade in trockene Nektarinen...

.... und merke: der Sommer ist vorbei. Aus meinem Fenster im Dach sehe ich sich die Bäume im Sturm bewegen, zwischendurch kommt der Regen wie im Vollwaschgang gegen die Scheiben gepeitscht, es pfeift und zieht....
Das hatte ich so noch nicht erlebt und finde es einfach klasse, im Trockenen zu sitzen und an Euch alle zu denken, meine lieben geneigten Leser.

Still war es hier geworden, meinte Tina. Ja, ich arbeitete nach meiner Rückkehr aus Freudenstadt mehr, musste danach einen Absacker direkt nach dem Arbeiten bei den Jungs trinken und fiel schließlich ins Bett.
Gestern und heute war Sylt angesagt - das letzte Mal in diesem Sommer. Und - damit ich wirklich alles erlebe - fiel der Adler Express aus, der mich in 45 min von einer zur anderen Insel hoppen lässt. Die wunderbare Alternative: mit der großen Fähre ans Festland und dann mit der Bahn über den Hindenburg-Damm. Als Insulaner nimmt man es hin, als GastInsulaner ist man erstaunt, dass man es hinnehmen kann.
Und weil ich es wirlich auskosten sollte, fuhr der Adler Express heute wegen des Sturmes nicht.... zurück also auf selbem Wege... aber mit dem aufregenden Erlebnis des Sturms direkt am Panoramafenster.... Und wenn das Wasser an die Scheiben klatschte, war es Regen oder Meerwasser oder beides....
Wahnsinn, es sah aus wie im 3D Kino... nur dass wir nicht nass wurden.



Der Besuch auf Sylt endete mit einem sehr netten Frühstück mit den TS Kollegen. Mir hatte es Freude gemacht, dort zu unterstützen. Sie würden mich gerne auf Sylt haben und suchen nun auch eine Wohnung. Jobs würde ich spielend kriegen. Nun sehen wir mal, wie sehr sie integriert sind. Denn: Sylter ist man erst, wenn man 2 Generationen auf dem Friedhof besuchen kann.... und davon gibt es niemanden, den ich kenne.
Beziehungen sind die, die nützen.... sagt Mutti immer. Schaun wir mal.



Hier noch ein schönes MorgenhimmelamWattBild,als es noch Spätsommer war - vorgestern.

Ich komme jetzt wieder öfters rüber. Die letzten 4 Wochen beginnen, Hannah ist ab morgen für bestimmt ne Woche in HH. Für mich heisst das: Mehrarbeit.

Bis denne

Freitag, 10. September 2010

noch einmal schlafen...

Die Tage hier waren wichtig, Mutti geht es prima, sie genießt mein Hiersein.
Viel gelacht haben wir, shoppen waren, spazieren in "urbanen" Gegenden, weil es die so auf der Insel nicht gibt, ins Kleinstadtgedränge mischten wir uns bis ich meinte: Gott sei Dank ist das bald vorbei.
Heute morgen saßen wir sogar mit einem Milchkaffee auf Europas größtem bebauten Marktplatz in der prallen Spätsommersonne. Der Wecker ist auf halbsechs gestellt, um sieben geht der Zug, nach einem Umstieg in FFM fährt mich der IC bis an die Wasserkante.
André und Hannah holen mich ab....

Hannah hat eine Wohnung auf der Insel... Helen hatte sie gefunden und Hannah "schlug zu. Juhuuu. Ein Problem ist gelöst.

LOTTO habe ich heute gespielt, nachdem ich entdeckte, dass mein Lieblingshaus in den Dünen direkt am Bohlenweg zum Süßwassersee abgerissen und neu gebaut wird.... eine 3ZiWohnung mit Terrasse für 255.000,00. ....bieten sie im Internet an... Immerhin kommen grad Wohnungen zum Kaufen, wenn ich 25946 als PLZ angebe.

Morgen um diese Zeit bin ich zurück und freue mich auf eine behagliche Weise.