Als ich am Freitag die Insel für eine Tagung verließ, durch das graue, usselige Schleswig-Hostein fuhr, gingen meine Gedanken auf Wanderschaft.
Soll ich nicht doch wieder Frühstück machen im kommenden Sommer? Dann bin ich "unter", gehe einer sinnvollen Tätigkeit nach, spüre wieder die Anbindung an die "Familie", treffe in den Gästen netten Menschen, habe Abwechslung und schaffe mir eine Struktur. Und ich spürte, wie eine Erleichterung durch mein Gemüt schwang... Ja, so mache ich es... und doch ganz tief drinnen das NEIN, eigentlich will ich gar nicht. Ich will frei sein. Nur... wozu?
Lieber ein bekanntes Übel als einmal eine Phase aushalten, die von Unsicherheit, "ich weiß nicht", "mal schauen" geprägt ist?
Am Sonntag dann im Gottesdienst waren Umbrüche das Thema... Neuland betreten, sich trauen, auch mal Unsicherheiten auszuhalten.... und ich ging den ersten Schritt. Die Erkenntnis kam, dass ich nur dann Neues annehmen kann, wenn ich die Hände dazu frei habe und nicht gebunden bin.
Nur leere Hände können zugreifen. Und nur ein klarer Geist kann erkennen.
Auf denn in die Phase des Erkennens und Zugreifens.
Kleine Insel, große Freiheit
Dienstag, 22. Januar 2013
Dienstag, 15. Januar 2013
Der erste Gedanke des Tages...
Vorgenommen hatte ich mir, künftig hier den ersten Gedanken des Tages zu reflektieren... darüber nachzudenken, ihm nachzuspüren.
Während der letzten Wochen schlafe ich fest, träume viele Träume, viele Alpträume.
Wikipedia schreibt dazu:
Ein Albtraum, auch Alptraum oder Albdruck, veraltet Nachtmahr (vergleiche englisch nightmare) oder auch Nachtschaden ist ein Traum, der von negativen Emotionen wie Angst und Panik beim Träumenden begleitet wird. Der Traum kann dabei bedrohliche, aber durchaus auch banale Situationen enthalten.
Mein Erwachen in der Früh fühlt sich meists schwer und beladen an... keine gute Voraussetzung, den ersten Tagesgedanken zu folgen.
Mein Blutdruck ist leicht gestiegen, die 80er Marke im zweiten Wert wieder geknackt.... es belastet mich was. Und wenn ich nachspüre, dann ist es eine Heimatlosigkeit, die ich auf der Insel noch nicht so erlebt habe. Heimatlos, weil ich den Frühstücksjob aufgegeben habe? Heimatlos, weil das Hotel auch irgendwie meine Heimat, meine Familie hier auf der Insel war/ist?
Es gibt Zeiten, in denen bin ich bei MIR zuhause, fühle mich mit mir wohl und behaglich, fühle mich in mir geborgen. Was mache ich da anders als jetzt gerade?
Im Augenblick fühlt es sich an, als könnte ich die innere Tür zu mir nicht öffnen, weiß nicht, wohin ich den Schlüssel gelegt habe. Ich fühle mich als Zaungast... außen vor.
Vielleicht sollte ich zuerst den Schlüssel wiederfinden, bevor ich mir eine neue JobHeimat suche?
Dann kann der Rest sich von alleine entwickeln.
Das sind die Bilder des Tages.... Sonnenaufgang über dem Winterkniepsand. Welch schöne Stimmung.
Das Schöne an solchen Gedanken ist, dass sie vielleicht schon der Schlüssel sind.
Danke, liebes Tagebuch
Während der letzten Wochen schlafe ich fest, träume viele Träume, viele Alpträume.
Wikipedia schreibt dazu:
Ein Albtraum, auch Alptraum oder Albdruck, veraltet Nachtmahr (vergleiche englisch nightmare) oder auch Nachtschaden ist ein Traum, der von negativen Emotionen wie Angst und Panik beim Träumenden begleitet wird. Der Traum kann dabei bedrohliche, aber durchaus auch banale Situationen enthalten.
Mein Erwachen in der Früh fühlt sich meists schwer und beladen an... keine gute Voraussetzung, den ersten Tagesgedanken zu folgen.
Mein Blutdruck ist leicht gestiegen, die 80er Marke im zweiten Wert wieder geknackt.... es belastet mich was. Und wenn ich nachspüre, dann ist es eine Heimatlosigkeit, die ich auf der Insel noch nicht so erlebt habe. Heimatlos, weil ich den Frühstücksjob aufgegeben habe? Heimatlos, weil das Hotel auch irgendwie meine Heimat, meine Familie hier auf der Insel war/ist?
Es gibt Zeiten, in denen bin ich bei MIR zuhause, fühle mich mit mir wohl und behaglich, fühle mich in mir geborgen. Was mache ich da anders als jetzt gerade?
Im Augenblick fühlt es sich an, als könnte ich die innere Tür zu mir nicht öffnen, weiß nicht, wohin ich den Schlüssel gelegt habe. Ich fühle mich als Zaungast... außen vor.
Vielleicht sollte ich zuerst den Schlüssel wiederfinden, bevor ich mir eine neue JobHeimat suche?
Dann kann der Rest sich von alleine entwickeln.
Das sind die Bilder des Tages.... Sonnenaufgang über dem Winterkniepsand. Welch schöne Stimmung.
Das Schöne an solchen Gedanken ist, dass sie vielleicht schon der Schlüssel sind.
Danke, liebes Tagebuch
Freitag, 11. Januar 2013
Oh, das wird teuer....
... mit diesen Worten hielt ich bei zwei Polizistinnen an, die sich hinter einem überdimensionierten Radargerät postiert, mich rausgewinkt und gestoppt hatten. Mit einem fast mitleidigen Blick meinte sie, hier sei noch nie jemand 40 gefahren, und nuschelte was von Lehrgang und Üben vom Fahren in Nebenstraßen....Der typische innere Film mit Bus und Fahrrad lief in mir ab, es stand die Frage "Wie lange?" des Führerscheinentzuges im Raum.... und ich erwachte.
Wie oft fahre ich auf der Insel schneller als erlaubt. Ich möchte achtsamer sein mit den gebotenen Geschwindigkeiten, dachte ich sofort... ein guter Vorsatz.
Und sonst im Leben? Wie oft fahre ich auch heute noch auf der Überholspür, schneller als die "innere" Polizei erlaubt? Wie wenig achtsam gehe ich mit mir und meinem Tempo um?
Das RiesenRadar als inneres Bild möge mich künftig stoppen und entschleunigen, wenn ich mit Bleifuß fahre...innen wie außen.
Danke für diesen Traum.
Wie oft fahre ich auf der Insel schneller als erlaubt. Ich möchte achtsamer sein mit den gebotenen Geschwindigkeiten, dachte ich sofort... ein guter Vorsatz.
Und sonst im Leben? Wie oft fahre ich auch heute noch auf der Überholspür, schneller als die "innere" Polizei erlaubt? Wie wenig achtsam gehe ich mit mir und meinem Tempo um?
Das RiesenRadar als inneres Bild möge mich künftig stoppen und entschleunigen, wenn ich mit Bleifuß fahre...innen wie außen.
Danke für diesen Traum.
Donnerstag, 10. Januar 2013
Wenn die Wellenlänge stimmt....
Der erste Gedanke des ( Gott sei Dank) frühen Tages galt einem Phänomen, das ich immer wieder erlebe, wenn ich bestimmte Menschen treffe.
Gestern abend erhielt ich eine mail... ich las sie gegen 22.10h... Darin meldete sich ein Mensch in etwa meinem Alter, den ich vor 10 Jahren in Berlin getroffen hatte ... mit über 100 anderen.... zu einem Alumnitreffen meiner "Jugendbewegung"... Ende der 60iger, mitten in der, oder besser... zur gleichen Zeit wie die Studentenbewegung, tourten wir, US-infiziert, als ein die Welt verbessern wollender Chor durch die Gegend, mit einer mitreißenden lebensbejahenden Show. Wir, die Bewegung, nannte sich damals "Sing-out-Deutschland", wurde später zu "Up With People" (Titelsong)...Hiermit oute ich mich offiziell mit einem Ausschitt aus der RudiCarellShow 1969...
http://www.youtube.com/watch?v=6i3UaIKHb_o
Nun, dieser Mensch war gemeinsam mit seiner Frau seit ein paar Tagen auf Amrum, keine 5 min von mir entfernt und musste erst die Antwortmail meiner Schwester abwarten... damit er meine Kontaktdaten erhielt.... ein kurzes Telefonat und wir trafen uns noch. Schmid und ich liefen ihm entgegen... Eine herzliche Begrüßung, das Gespräch mit Menschen aus dieser Zeit beginnt immer mit dem Abgleich: zu wem hast Du noch Kontakt, wen trafst Du, wo ist die oder der? Als wir dann auch feststellten, dass wir vor weiland 10 Jahren in Berlin einer Freundin letzten Rotwein in deren Camper am Straßenrand getrunken hatten und der und der und der auch dabei waren.... waren die alten Zeiten wieder so präsent.
Wir saßen bis um 2.00 Uhr, leerten eine Flasche besten Rotweins und erzählten... aus unseren Leben, über alten Zeiten...
Mit den Erinnerungen kommen auch die Gefühle zurück. Das Herzklopfen, das tiefe positive Lebensgrundgefühl... und es entsteht so schnell eine Vertrautheit. Das ist für mich immer wieder ein wunderbares Phänomen... Wir sind auf einer ganz tiefen Ebene immer miteinander verbunden... Ist es die gemeinsame Idee, die gemeinsame Zeit, sind es dieselben Erfahrungen? Wahrscheinlich ist es von allem etwas. Eine wunderbare Gemeinschaft.
Und immer wieder fühle ich mich von der damaligen Welle getragen.
Nachdem meine Mutter das Video im November gesehen hatte, ging es ihr schlagartig besser. Immer wieder schaute sie es sich an... und freute sich so sehr. Die Welle hatte auch sie (wieder) erreicht.
Gestern abend erhielt ich eine mail... ich las sie gegen 22.10h... Darin meldete sich ein Mensch in etwa meinem Alter, den ich vor 10 Jahren in Berlin getroffen hatte ... mit über 100 anderen.... zu einem Alumnitreffen meiner "Jugendbewegung"... Ende der 60iger, mitten in der, oder besser... zur gleichen Zeit wie die Studentenbewegung, tourten wir, US-infiziert, als ein die Welt verbessern wollender Chor durch die Gegend, mit einer mitreißenden lebensbejahenden Show. Wir, die Bewegung, nannte sich damals "Sing-out-Deutschland", wurde später zu "Up With People" (Titelsong)...Hiermit oute ich mich offiziell mit einem Ausschitt aus der RudiCarellShow 1969...
http://www.youtube.com/watch?v=6i3UaIKHb_o
Nun, dieser Mensch war gemeinsam mit seiner Frau seit ein paar Tagen auf Amrum, keine 5 min von mir entfernt und musste erst die Antwortmail meiner Schwester abwarten... damit er meine Kontaktdaten erhielt.... ein kurzes Telefonat und wir trafen uns noch. Schmid und ich liefen ihm entgegen... Eine herzliche Begrüßung, das Gespräch mit Menschen aus dieser Zeit beginnt immer mit dem Abgleich: zu wem hast Du noch Kontakt, wen trafst Du, wo ist die oder der? Als wir dann auch feststellten, dass wir vor weiland 10 Jahren in Berlin einer Freundin letzten Rotwein in deren Camper am Straßenrand getrunken hatten und der und der und der auch dabei waren.... waren die alten Zeiten wieder so präsent.
Wir saßen bis um 2.00 Uhr, leerten eine Flasche besten Rotweins und erzählten... aus unseren Leben, über alten Zeiten...
Mit den Erinnerungen kommen auch die Gefühle zurück. Das Herzklopfen, das tiefe positive Lebensgrundgefühl... und es entsteht so schnell eine Vertrautheit. Das ist für mich immer wieder ein wunderbares Phänomen... Wir sind auf einer ganz tiefen Ebene immer miteinander verbunden... Ist es die gemeinsame Idee, die gemeinsame Zeit, sind es dieselben Erfahrungen? Wahrscheinlich ist es von allem etwas. Eine wunderbare Gemeinschaft.
Und immer wieder fühle ich mich von der damaligen Welle getragen.
Nachdem meine Mutter das Video im November gesehen hatte, ging es ihr schlagartig besser. Immer wieder schaute sie es sich an... und freute sich so sehr. Die Welle hatte auch sie (wieder) erreicht.
Mittwoch, 9. Januar 2013
Lang, lang ist's her.....
Seit August kein Post....
Bei unserem Usselwetter auf der Insel ist das Schreiben wieder dran. Und grad...
sehe ich zu meiner großen Freude, dass die Riesentanne von Nachbars, die schon einen Teil meines Meerblickes zugewachsen hatte.... gestern gefällt wurde. Nun habe ich wieder den Freien Blick. Witzig, denn erst letzte Woche dachte ich: na, wenn die so weiterwächst, siehst Du im Sommer nur noch grün statt Wasser und Sand. Et voilà.... Das nennt man Manifestation von Wünschen.
Was war los in den vergangenen 4 1/2 Monaten?
Saisonende im Hotel.... mit meiner Entscheidung, keine Frühstücksfee mehr sein zu wollen. Bisher habe ich die Entscheidung nicht revidiert. "Freifrau" zu sein ohne Verpflichtungen.... das finde ich gar nicht so einfach. Ein SingleHaushalt lässt sich schnell ordnen und putzen, Hr. Schmid muss auch nicht den ganzen Tag raus, bei Freund André helfe ich zeitweise... Heute morgen gab ich das JobThema ab an meine himmlischen Helfer... Schaun wir mal, wie es weitergeht.
Reise an Festland.... Sechs Wochen tourte ich durch den Süden unserer Republik. Der Tacho zeigte letzten 3.950 km... Ohne Schwierigkeiten. Gast zu sein, fiel mir nicht schwer, nur "Tochter" während der ersten drei Tage. Muttern geht es seit unserer gemeinsamen Zeit so gut... ich sei Balsam für ihre Seele gewesen. Nun, das freut mich und motiviert schon wieder zur nächsten Tour.
Inselleben.... Irgendwie wird es für mich immer kuscheliger hier. Meine Kontakte nehmen zu, ich fühle mich nach diesem zweiten Jahr zugehöriger als nach dem ersten. das ist sicherlich auch ein eigenes inneres Gefühl, nicht mehr der Gast hier auf der Insel zu sein, sondern hier meinen Lebensmittelpunkt zu haben.
"Meine" Insel liebe ich mehr und mehr. Da ändert selbst das graueste Wetter nix. Schmid und ich waren heute bei strömendem Regen eine geschlagene Stunde draußen. Sooo gute Luft, Spiel und Spß für Hund und Bewegung für Muttern. Super.
Fest- und Feiertage.... So viel Familie auf einem Haufen hatte ich schon lange nicht mehr. Die Tagen verflogen kurzweilig, harmonisch und fröhlich.
Herr Schmid.... ist nach wie vor mein treuer Begleiter. In München bekam er das Prädikat "ganz besonders wohl erzogen", hier auf der Insel geht der Jagdmodus mit ihm auch mal durch... da steh ich wie blöd und warte auf ihn. Hätte nie gedacht, dass er mir so ans Herze wachsen könnte. Ja, das ist er tatsächlich
Die innere Ruhe nach den vielen turbulenten Zeiten wieder zu finden, das ist mein Ziel. Ein Weg dorthin ist das bewusste Besinnen auf meinen Tag, meine Gefühle, meine Handlungen und meine Gedanken. Und das will ich nun wieder hier tun.....
Die Blogstatistiken schaute ich mir mal an. Höchst erstaunte mich die Erkenntnis, dass dieser mein Blog auch in USA, UK, Russia und Poland gelesen wird.
Thank you very much for your interest. I'd love your comments, really!
In diesem Sinne freue ich mich über Euer aller Begleitung sehr!
Bei unserem Usselwetter auf der Insel ist das Schreiben wieder dran. Und grad...
sehe ich zu meiner großen Freude, dass die Riesentanne von Nachbars, die schon einen Teil meines Meerblickes zugewachsen hatte.... gestern gefällt wurde. Nun habe ich wieder den Freien Blick. Witzig, denn erst letzte Woche dachte ich: na, wenn die so weiterwächst, siehst Du im Sommer nur noch grün statt Wasser und Sand. Et voilà.... Das nennt man Manifestation von Wünschen.
Was war los in den vergangenen 4 1/2 Monaten?
Saisonende im Hotel.... mit meiner Entscheidung, keine Frühstücksfee mehr sein zu wollen. Bisher habe ich die Entscheidung nicht revidiert. "Freifrau" zu sein ohne Verpflichtungen.... das finde ich gar nicht so einfach. Ein SingleHaushalt lässt sich schnell ordnen und putzen, Hr. Schmid muss auch nicht den ganzen Tag raus, bei Freund André helfe ich zeitweise... Heute morgen gab ich das JobThema ab an meine himmlischen Helfer... Schaun wir mal, wie es weitergeht.
Reise an Festland.... Sechs Wochen tourte ich durch den Süden unserer Republik. Der Tacho zeigte letzten 3.950 km... Ohne Schwierigkeiten. Gast zu sein, fiel mir nicht schwer, nur "Tochter" während der ersten drei Tage. Muttern geht es seit unserer gemeinsamen Zeit so gut... ich sei Balsam für ihre Seele gewesen. Nun, das freut mich und motiviert schon wieder zur nächsten Tour.
Inselleben.... Irgendwie wird es für mich immer kuscheliger hier. Meine Kontakte nehmen zu, ich fühle mich nach diesem zweiten Jahr zugehöriger als nach dem ersten. das ist sicherlich auch ein eigenes inneres Gefühl, nicht mehr der Gast hier auf der Insel zu sein, sondern hier meinen Lebensmittelpunkt zu haben.
"Meine" Insel liebe ich mehr und mehr. Da ändert selbst das graueste Wetter nix. Schmid und ich waren heute bei strömendem Regen eine geschlagene Stunde draußen. Sooo gute Luft, Spiel und Spß für Hund und Bewegung für Muttern. Super.
Fest- und Feiertage.... So viel Familie auf einem Haufen hatte ich schon lange nicht mehr. Die Tagen verflogen kurzweilig, harmonisch und fröhlich.
Herr Schmid.... ist nach wie vor mein treuer Begleiter. In München bekam er das Prädikat "ganz besonders wohl erzogen", hier auf der Insel geht der Jagdmodus mit ihm auch mal durch... da steh ich wie blöd und warte auf ihn. Hätte nie gedacht, dass er mir so ans Herze wachsen könnte. Ja, das ist er tatsächlich
Die innere Ruhe nach den vielen turbulenten Zeiten wieder zu finden, das ist mein Ziel. Ein Weg dorthin ist das bewusste Besinnen auf meinen Tag, meine Gefühle, meine Handlungen und meine Gedanken. Und das will ich nun wieder hier tun.....
Die Blogstatistiken schaute ich mir mal an. Höchst erstaunte mich die Erkenntnis, dass dieser mein Blog auch in USA, UK, Russia und Poland gelesen wird.
Thank you very much for your interest. I'd love your comments, really!
In diesem Sinne freue ich mich über Euer aller Begleitung sehr!
Freitag, 24. August 2012
Wie im Film...
Gestern morgen um 9.00 Uhr.
An der Wasserkante.
Schmid mit guter Laune, holte brav immer den Schleuderball zurück, den ich für ihn, auf meinen Sandalen im Sand sitzend, mal mit dem Wind, mal gegen den Wind, warf.
Rings um uns rauschendes Wasser, über uns Himmel, manchmal Sonne, um uns 5 Windstärken mit Kraft und Gebrüll.
Und auf einmal war da das Gefühl, in einem Film zu sein. Der Augenblick schien so unwirklich... so schön, so vollkommen. Nur einen kurzen Moment dauerte das Gefühl, dann fing das Denken wieder an... Mir fielen Bilder und Geschichten ein, Filme, die ich gesehen hatte...
Welch ein gelungener Tagesanfang!!
Freitag, 17. August 2012
Du lebst den Traum vieler....
Und ob ich das weiß!
Jetzt zum Beispiel sitze ich völlig entspannt nach zwei anstrengenden schönen Tagen auf der Insel der Schönen und der Reichen hier bei mir... ein Glas Rotwein und eine Zigarette zum Abschluss des Tages und zur Anregung des Schreibflusses, Stille mit Grillengezirpe, alle Veluxfenster geöffnet, um die Frische der Sommernacht zu spüren. Herr Schmid schläft wie ein Baby in seinem Haus.
In mir und um mich ist Frieden.
Heute abend vor 8 spielten Schmid und ich noch auf dem Kniep. Der kleine Mann war während der Sylt-Tage so tapfer und brav, dass er sich die Tobestunde wirklich verdient hatte. Zum Glück besitzen wir einen Gummiball an einer Gummischnur, den auch ich weit werfen kann, schleudern, um es genauer zu sagen. Hätte ich die heutige Technik des Schleuderns schon zu Schulzeiten heraus gehabt...wäre ich auch bei den Sommer-Bundesjugendspielen mit einer Urkunde belohnt worden. Nun, alles hat seine Zeit. Schmid hatte einen Heidenspaß. Auf dem Nachhauseweg holte er sich noch Streicheleinheiten von Robby, dem Strandbar-Wirt, ab und trottete dann total zufrieden mit mir. Das ist Leben im Hier und Jetzt. Der Hund zeigt mir wirklich, wie es geht.
Westerland auf Sylt... Da kamen mir heute Fluchtgedanken. Es fühlte sich an, wie wenn ich mitten in der Kaufingerstraße in München sitze... tausende von Menschen, Hunden, Geschnatter und Gezeter. Dankbar nahm ich den Bus nach Hörnum, um wieder auf die ruhige Insel zu fahren. Auch Schmid war froh, wieder hier zu sein.
Dennoch: einmal Sylt pro Monat ist die Inselkoller-Vermeidungsstrategie.
Und... eine Amrumer Freundin empfahl mich zu ihren "Hair-Stylisten"... so schöne Strähnen bekam ich bisher nur in München... Dafür zahlte ich dann auch gerne Münchner Preise.
Ich lebe den Traum vieler... stimmt bestimmt. Ich lebe meinen Traum? Eigentlich hatte ich nie den Traum, auf einer Nordseeinsel zu leben... es war die Sehnsucht nach einem Zuhause, nach einem Ort, an dem ich mich wohl fühle, richtig fühle. Meistens jedenfalls. Ja, es war immer eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Der folgte ich und landete hier.
Das konnte ich erst, als ich frei war von beruflichen Verpflichtungen, gesichert durch Rente und Altervorsorge. Es macht mich traurig, wenn ich denke, zu welch niedrigen Löhnen sich die Menschen hier verdingen, im Gastro-Bereich. So können sie nie auf eine gute Rente rechnen. Ich bin dankbar für meine finanzielle Sicherheit, die sich wie eine Hängematte anfühlt.
Andererseits könnten weniger Besitzstände auch wieder größere Freiheit bedeuten, denn ich muss nicht festhalten, ausharren. Und könnte viel früher meiner Sehnsucht folgen?
Und: Finanzielle Sicherheit - ist das nicht eine Illusion, eine Riesenillusion?
Was ist denn, wenn der Euro nichts mehr taugt? Wenn ihn keiner will? Dann haste was und kannst damit gar nichts anfangen. Er gibt keine Sicherheit und kein Brot.
Dann besinnst Du Dich auf Deiner Hände Arbeit und erarbeitest Dir, was Du brauchst.
Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe, arbeiten kann und Freunde habe. Und wenn dies auf diesem wunderbaren Fleckchen Erde gelingt, ja, dann leb ich meinen Traum - und den vieler?
Jetzt zum Beispiel sitze ich völlig entspannt nach zwei anstrengenden schönen Tagen auf der Insel der Schönen und der Reichen hier bei mir... ein Glas Rotwein und eine Zigarette zum Abschluss des Tages und zur Anregung des Schreibflusses, Stille mit Grillengezirpe, alle Veluxfenster geöffnet, um die Frische der Sommernacht zu spüren. Herr Schmid schläft wie ein Baby in seinem Haus.
In mir und um mich ist Frieden.
Heute abend vor 8 spielten Schmid und ich noch auf dem Kniep. Der kleine Mann war während der Sylt-Tage so tapfer und brav, dass er sich die Tobestunde wirklich verdient hatte. Zum Glück besitzen wir einen Gummiball an einer Gummischnur, den auch ich weit werfen kann, schleudern, um es genauer zu sagen. Hätte ich die heutige Technik des Schleuderns schon zu Schulzeiten heraus gehabt...wäre ich auch bei den Sommer-Bundesjugendspielen mit einer Urkunde belohnt worden. Nun, alles hat seine Zeit. Schmid hatte einen Heidenspaß. Auf dem Nachhauseweg holte er sich noch Streicheleinheiten von Robby, dem Strandbar-Wirt, ab und trottete dann total zufrieden mit mir. Das ist Leben im Hier und Jetzt. Der Hund zeigt mir wirklich, wie es geht.
Westerland auf Sylt... Da kamen mir heute Fluchtgedanken. Es fühlte sich an, wie wenn ich mitten in der Kaufingerstraße in München sitze... tausende von Menschen, Hunden, Geschnatter und Gezeter. Dankbar nahm ich den Bus nach Hörnum, um wieder auf die ruhige Insel zu fahren. Auch Schmid war froh, wieder hier zu sein.
Dennoch: einmal Sylt pro Monat ist die Inselkoller-Vermeidungsstrategie.
Und... eine Amrumer Freundin empfahl mich zu ihren "Hair-Stylisten"... so schöne Strähnen bekam ich bisher nur in München... Dafür zahlte ich dann auch gerne Münchner Preise.
Ich lebe den Traum vieler... stimmt bestimmt. Ich lebe meinen Traum? Eigentlich hatte ich nie den Traum, auf einer Nordseeinsel zu leben... es war die Sehnsucht nach einem Zuhause, nach einem Ort, an dem ich mich wohl fühle, richtig fühle. Meistens jedenfalls. Ja, es war immer eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Der folgte ich und landete hier.
Das konnte ich erst, als ich frei war von beruflichen Verpflichtungen, gesichert durch Rente und Altervorsorge. Es macht mich traurig, wenn ich denke, zu welch niedrigen Löhnen sich die Menschen hier verdingen, im Gastro-Bereich. So können sie nie auf eine gute Rente rechnen. Ich bin dankbar für meine finanzielle Sicherheit, die sich wie eine Hängematte anfühlt.
Andererseits könnten weniger Besitzstände auch wieder größere Freiheit bedeuten, denn ich muss nicht festhalten, ausharren. Und könnte viel früher meiner Sehnsucht folgen?
Und: Finanzielle Sicherheit - ist das nicht eine Illusion, eine Riesenillusion?
Was ist denn, wenn der Euro nichts mehr taugt? Wenn ihn keiner will? Dann haste was und kannst damit gar nichts anfangen. Er gibt keine Sicherheit und kein Brot.
Dann besinnst Du Dich auf Deiner Hände Arbeit und erarbeitest Dir, was Du brauchst.
Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe, arbeiten kann und Freunde habe. Und wenn dies auf diesem wunderbaren Fleckchen Erde gelingt, ja, dann leb ich meinen Traum - und den vieler?
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