Mittwoch morgen, 6.30 Uhr:
Radfahren zur Nebeler Strandhalle
Laufen bis zum Wasser und Entledigen der lästigen Klamotten
Schwimmen in der freundlichen Morgensonne
Wie Genoveva aus dem Bade schritt ich aus den Fluten in das sich wiederspiegelnde Sonnenlicht hinein. Kitschig schön. Allein an weiten Staden, wie der liebe Gott mich geschaffen hat... dabei mutiere ich gerade von einer Forelle zum Wal...
Das ist doch mal ein Morgensportprogramm. Das Schwimmen macht Spaß - aber bei ablaufendem Wasser ist es nicht ganz ungefährlich. Also immer in Stehhöhe schwimmen und nicht so weit nach draußen, denn sonst kommt der Blanke Hans, packt mich und zieht mich wech... und am Strand nur mein Schlüssel, aus dem niemand schließen kann, wer ich bin, meine roten Sandalen, die noch nicht mal auf der Insel gekauft wurden, das Blaue GAP Sweatshirt, das mir meine Helen aus USA mitbrachte.. Tja solche Gedanken kommen schon mal, wenn ich mutterseelenallein "auf eigene Gefahr" außerhalb der offiziellen Badezeiten plansche...
Keine Bange, ist ja alles gut. Ich habe gefrühstück, werde jetzt unter die Dusche steigen und sehen, was der Tag noch alles bringt. Auf jeden Fall Cathy, die von Sylt kommend, einen Tag mit ihren Stiefmüttern verbringen möchte (hmmm. gestern wollte sie das noch).
Es ist Mittwoch, der 14. Juli 2010
Allons Enfants de la Patrie-ie-e, le Jour de Gloire est arrivet.
Kleine Insel, große Freiheit
Mittwoch, 14. Juli 2010
Montag, 12. Juli 2010
Sommerimpressionen...
Gestern abend noch als Eva am Strand in der blauen Stunde... der Strand, das Wasser und die Wolken waren in ein märchenhaftes Blau getaucht... und heute... ABGEKÜHLT

No. 64 Strandkorb von Jannen, innen hing ein Zettel "Wenn Sie mich mieten möchten, rufen Sie diese Nummer an: 0170..usw". Brav rief ich an und bat, mir von 17.00 Uhr an diesen Korb noch zu überlassen. "Der ist vermietet, und wenn die Mieter kommen, einigen Sie sich doch einfach mit denen und verraten nicht, dass Sie mit mir sprachen"... Ein Strandkorb für lau, direkt am Wasser, mit diesem Blick!
Neben mir eine lustige Hamburger nahtlos knackebraune ehemalige Musiklehrerin, die mich fragte, ob ich denn nun die Mieterin sei, denn heute morgen sei eine furchtbar laute Familie mit zwei pubertierenden Wesen da gewesen....
Zweimal war ich im Wasser ... es fühlte sich an wie eine adriatische Badewanne, lauwarm. Aber herrlich. Ganz allein bei tief stehender Sonne schwamm ich in das Licht hinein, das die Sonne auf das Wasser warf, in Millionen von Diamanten.
Niemand außer mir am Strand - ganz alleine in diesem blauen Licht...wie allein auf der Welt, in einem geschützten Raum...

Seit heute morgen um 4.00 Uhr gewitterte es den ganzen Tag. Immer wieder. So stelle ich mir die Regenzeit in Indien vor: es ist brütend heiß, es gewittert und regnet... und bleibt heiß und schwül. Endlich um 16.00 Uhr heute krachte es reinigend ganz gewaltig: die Blitze direkt über uns... zogen sich über den ganzen Himmel: Blitz, krach bumm... so ging es fast eine ganze Stunde lang. Und plötzlich ist alles wieder klar und sauber, wie frisch gewaschen: die Luft, das Auto, selbst mein Fahrrad. Der Blick aus meinem Veluxfenster, mit Zoom fast wie Urwald...
No. 64 Strandkorb von Jannen, innen hing ein Zettel "Wenn Sie mich mieten möchten, rufen Sie diese Nummer an: 0170..usw". Brav rief ich an und bat, mir von 17.00 Uhr an diesen Korb noch zu überlassen. "Der ist vermietet, und wenn die Mieter kommen, einigen Sie sich doch einfach mit denen und verraten nicht, dass Sie mit mir sprachen"... Ein Strandkorb für lau, direkt am Wasser, mit diesem Blick!
Neben mir eine lustige Hamburger nahtlos knackebraune ehemalige Musiklehrerin, die mich fragte, ob ich denn nun die Mieterin sei, denn heute morgen sei eine furchtbar laute Familie mit zwei pubertierenden Wesen da gewesen....
Zweimal war ich im Wasser ... es fühlte sich an wie eine adriatische Badewanne, lauwarm. Aber herrlich. Ganz allein bei tief stehender Sonne schwamm ich in das Licht hinein, das die Sonne auf das Wasser warf, in Millionen von Diamanten.
Niemand außer mir am Strand - ganz alleine in diesem blauen Licht...wie allein auf der Welt, in einem geschützten Raum...
Seit heute morgen um 4.00 Uhr gewitterte es den ganzen Tag. Immer wieder. So stelle ich mir die Regenzeit in Indien vor: es ist brütend heiß, es gewittert und regnet... und bleibt heiß und schwül. Endlich um 16.00 Uhr heute krachte es reinigend ganz gewaltig: die Blitze direkt über uns... zogen sich über den ganzen Himmel: Blitz, krach bumm... so ging es fast eine ganze Stunde lang. Und plötzlich ist alles wieder klar und sauber, wie frisch gewaschen: die Luft, das Auto, selbst mein Fahrrad. Der Blick aus meinem Veluxfenster, mit Zoom fast wie Urwald...
Sonntag, 11. Juli 2010
11. Juli 2010 - WM Endspiel
Ein Kommentar unserer Insefrau, die von FuBall nichts versteht. Wirklich.
Also, wenn ich das Geholze in Johannesburg anschaue, dann denke ich: die wahren Weltmeister sind unsere Jungs, mit ihrem spritzigen, pfiggigen, intelligenten und flüssigem Spiel. Und: es ist kein Wunder, dass sie gegen die Spanier verloren haben, die sind ja auch im Spiel gegen die Holländer unerbittlich. Hier und heute allerdings werden von den Hölländern Beine und Bäuche aber keine Bälle getreten, und wenn sie Bälle treten, dann verpassen sie die Tore und die Pässe. Und immer sind die spanischen Abwehrspieler wie die reinsten Abfangjäger unterwegs. Treten, spucken und kratzen galt auch zu meiner Schulzeit als unfein unter Sportsfreunden.
Und wie es aussieht, muss das noch in die Verlängerung gehen.... denn sie schießen weiterhin neben und über das Tor....
Wir sind in der Verlängerung, das Spiel wurde schneller und heißer. Gelernt habe ich gerade, dass dies "Ergebnisfußball" sei, nur das Ergebnis zählt. Nicht zu verwechseln mit Erlebnisfußball, das Freude beim Zuschauen macht.
Meine Gedanken gehen in die Bankzeit zurück: ergebnisorientiert arbeiten... nur das Ergebnis zählt... und wo bleibt der Spaß? Wo bleibt die Schönheit des Tuns, die Lust und das Fließen im Spiel?
Klotzen und Foulen um jeden Preis, egal wie, Hauptsache das Ergebnis stimmt.
Hier beim Spiel blockieren sie sich gegenseitig und nichts geht... kein Ball geht ins Tor, kein Zusammen SPIEL, es herrscht Krieg auf dem Platz.
Ich bin sehr froh, dass sie unsere Jungs DEM nicht aussetzen mussten.
Es lebe Jogi Löw und sein Bundesverdienstkreuz, das er sich verdient hat. Wahrlich.
Also, wenn ich das Geholze in Johannesburg anschaue, dann denke ich: die wahren Weltmeister sind unsere Jungs, mit ihrem spritzigen, pfiggigen, intelligenten und flüssigem Spiel. Und: es ist kein Wunder, dass sie gegen die Spanier verloren haben, die sind ja auch im Spiel gegen die Holländer unerbittlich. Hier und heute allerdings werden von den Hölländern Beine und Bäuche aber keine Bälle getreten, und wenn sie Bälle treten, dann verpassen sie die Tore und die Pässe. Und immer sind die spanischen Abwehrspieler wie die reinsten Abfangjäger unterwegs. Treten, spucken und kratzen galt auch zu meiner Schulzeit als unfein unter Sportsfreunden.
Und wie es aussieht, muss das noch in die Verlängerung gehen.... denn sie schießen weiterhin neben und über das Tor....
Wir sind in der Verlängerung, das Spiel wurde schneller und heißer. Gelernt habe ich gerade, dass dies "Ergebnisfußball" sei, nur das Ergebnis zählt. Nicht zu verwechseln mit Erlebnisfußball, das Freude beim Zuschauen macht.
Meine Gedanken gehen in die Bankzeit zurück: ergebnisorientiert arbeiten... nur das Ergebnis zählt... und wo bleibt der Spaß? Wo bleibt die Schönheit des Tuns, die Lust und das Fließen im Spiel?
Klotzen und Foulen um jeden Preis, egal wie, Hauptsache das Ergebnis stimmt.
Hier beim Spiel blockieren sie sich gegenseitig und nichts geht... kein Ball geht ins Tor, kein Zusammen SPIEL, es herrscht Krieg auf dem Platz.
Ich bin sehr froh, dass sie unsere Jungs DEM nicht aussetzen mussten.
Es lebe Jogi Löw und sein Bundesverdienstkreuz, das er sich verdient hat. Wahrlich.
Samstag, 10. Juli 2010
wieder da....
Hach, ich bin gar nicht so schusselig, wie ich dachte.
"Stecks doch gleich in den Rucksack, sonst ist es nachher weg", Ich tat es. Allerdings - total unbewusst und unachtsam. Und so verbrachte das iphone die ganze Nacht im Rucksack neben meinem Bett, begleitete mich ins Hotel... und ich wusste es nicht. Schön, nicht?
Alles durchsuchte ich heute morgen im Hotel noch einmal (Hannah hatte das heute nacht auch schon getan). An meiner Flappe erkannte sie messerscharf, dass ich es nicht gefunden hatte, mein iphone. Irgendwann am späten Vormittag muss ihr der Kragen geplatzt sein, sie diskutierte mit mir über den Rucksack, ich gab ihn ihr mürrisch mit den Worten: "Bitte, schau halt ein 22. Mal nach. Es ist nicht drin!!!"
"Und was ist das?" fragte sie mit einem entsetzt-grinsenden Gesicht? So schaut sie ihren Mann an, wenn sie zum 6. Mal seinen Schlüssel findet, weiß ich jetzt.
Der Rucksack hat eine Außentasche, die ich als solche nie wahrnehme, aber wohl unbewusst auch mal benutze - wie gestern. Und nun ist es wieder da, entsperrt und liegt gut im Wohnclo, wenn ich unterwegs bin.
Eines habe ich gelernt: ich mache mich nicht mehr zum Sklaven meines Spielzeuges. Ist es dabei, fingere ich mit ihm rum. Und wenn nicht, sitze ich ruhige auf einer Bank, schaue in das Wattenmeer und bin ganz bei mir.
Gut gelernt, meine Lektion, oderrrrr?
"Stecks doch gleich in den Rucksack, sonst ist es nachher weg", Ich tat es. Allerdings - total unbewusst und unachtsam. Und so verbrachte das iphone die ganze Nacht im Rucksack neben meinem Bett, begleitete mich ins Hotel... und ich wusste es nicht. Schön, nicht?
Alles durchsuchte ich heute morgen im Hotel noch einmal (Hannah hatte das heute nacht auch schon getan). An meiner Flappe erkannte sie messerscharf, dass ich es nicht gefunden hatte, mein iphone. Irgendwann am späten Vormittag muss ihr der Kragen geplatzt sein, sie diskutierte mit mir über den Rucksack, ich gab ihn ihr mürrisch mit den Worten: "Bitte, schau halt ein 22. Mal nach. Es ist nicht drin!!!"
"Und was ist das?" fragte sie mit einem entsetzt-grinsenden Gesicht? So schaut sie ihren Mann an, wenn sie zum 6. Mal seinen Schlüssel findet, weiß ich jetzt.
Der Rucksack hat eine Außentasche, die ich als solche nie wahrnehme, aber wohl unbewusst auch mal benutze - wie gestern. Und nun ist es wieder da, entsperrt und liegt gut im Wohnclo, wenn ich unterwegs bin.
Eines habe ich gelernt: ich mache mich nicht mehr zum Sklaven meines Spielzeuges. Ist es dabei, fingere ich mit ihm rum. Und wenn nicht, sitze ich ruhige auf einer Bank, schaue in das Wattenmeer und bin ganz bei mir.
Gut gelernt, meine Lektion, oderrrrr?
Freitag, 9. Juli 2010
Einfach nur schusselig?
Wir schreiben den 9. Juli 2010, es ist nicht Freitag der 13.
Und dennoch passierten heute Dinge, die eigentlich nur an Freitagen passieren dürfen, die auf einen 13. fallen.
Beim Anräumen der Frühstückstische stellte ich mein Tablett so auf die Anrichte, dass das darauf stehende Geschirr der Anziehungskraft der Erde folgte... Dreck, Scherben, Ärger über mich selbst. Eine Sekunde der Unachtsamkeit. Wahrlich ertappte ich mich bei dem Gedanken: jetzt konzentrier Dich, sonst geht es so weiter. Meine milchverschmutzte weiße Hose ging gleich in die Waschmaschine, denn ich konnte in eine schwarze umziehen. Eine weiße Bluse hing auch noch gebügelt in der Waschküche. So weit so gut.
Mein iphone lag bei Hannah im Zimmer - ein kurzer Gedanke: tu es in den Rucksack... dann kam Jes und wollte was und es blieb bei dem Gedanken. Inzwischen ist die SIM Karte gesperrt, das iphone nicht wieder aufgetaucht und ich überlege, warum dies nun passierte.
Ein iphone ist ein schönes Spielzeug, macht viele Dinge - manchmal auch Telefonate. Immer und überall kann ich mails lesen, Bilder machen und als mail verschicken, meine Lieben damit an meinem Leben teilhaben lassen. Ich kann mit allen verbunden sein.
Aber bin ich mit mir verbunden? Bin ich wirklich bei mir, wenn ich meine Freude mit anderen teile.
Nicht von ungefähr hatte ich heute "Muscheln in meiner Hand" in der Hand und bewunderte beim Durchblättern die Tiefe der Gedanken, die Anne Lindbergh beim Anblick von Muscheln entwickelte. Das habe ich so bei mir noch nicht erlebt. Nehme ich mir die Zeit, mich in Gedanken zu vertiefen oder hüpfe ich auch hier auf der Insel von Event zu Event, von Ort zu Ort. Mal eben mit dem Rad die Insel umfahren... 16 km.. das tut gut und powert aus. Aber warum setze ich mich nicht mal in den Wald oder wieder auf meine Lieblings-Bohlenwege und lausche der Stille, so wie ich es zu Beginn meiner Inselzeit konnte.
Aber heute gerade jetzt denke ich: ich bin viel zu sehr mit meinen Lieben Freunden beschäftigt, mit Tun und Treffen und machen... statt mich wirklich wieder in die Stille zu begeben - ohne handy in der Tasche. Und da ich dies nicht freiwillig täte (zumindest kam ich noch nicht auf die Idee) werde ich dazu jetzt vom Leben gezwungen.
Nichts passiert ohne Grund, das wissen wir ja.
Mir macht mein Leben hier wirklich Spass - nein: FREUDE, ich genieße die Insel, den Blick auf das Meer, die Ruhe am Strand gegen abend, das wunderbare Wasser, die TS Ausflüge nach Sylt - das Arbeiten im Hotel. Alles. Und doch kam in den letzten Tagen der Gedanke auf, dass ich mal ein wenig in die Tiefe gehen sollte, ein wenig mehr den Sinn all dessen erfassen. Und ein wenig mehr in mich hineinhören.... welch gute Gelegenheit das doch ist, fernab aller Erreichbarkeit.
Traurig bin ich über meine Schusseligkeit, dankbar über diese Einsicht.
Und dennoch passierten heute Dinge, die eigentlich nur an Freitagen passieren dürfen, die auf einen 13. fallen.
Beim Anräumen der Frühstückstische stellte ich mein Tablett so auf die Anrichte, dass das darauf stehende Geschirr der Anziehungskraft der Erde folgte... Dreck, Scherben, Ärger über mich selbst. Eine Sekunde der Unachtsamkeit. Wahrlich ertappte ich mich bei dem Gedanken: jetzt konzentrier Dich, sonst geht es so weiter. Meine milchverschmutzte weiße Hose ging gleich in die Waschmaschine, denn ich konnte in eine schwarze umziehen. Eine weiße Bluse hing auch noch gebügelt in der Waschküche. So weit so gut.
Mein iphone lag bei Hannah im Zimmer - ein kurzer Gedanke: tu es in den Rucksack... dann kam Jes und wollte was und es blieb bei dem Gedanken. Inzwischen ist die SIM Karte gesperrt, das iphone nicht wieder aufgetaucht und ich überlege, warum dies nun passierte.
Ein iphone ist ein schönes Spielzeug, macht viele Dinge - manchmal auch Telefonate. Immer und überall kann ich mails lesen, Bilder machen und als mail verschicken, meine Lieben damit an meinem Leben teilhaben lassen. Ich kann mit allen verbunden sein.
Aber bin ich mit mir verbunden? Bin ich wirklich bei mir, wenn ich meine Freude mit anderen teile.
Nicht von ungefähr hatte ich heute "Muscheln in meiner Hand" in der Hand und bewunderte beim Durchblättern die Tiefe der Gedanken, die Anne Lindbergh beim Anblick von Muscheln entwickelte. Das habe ich so bei mir noch nicht erlebt. Nehme ich mir die Zeit, mich in Gedanken zu vertiefen oder hüpfe ich auch hier auf der Insel von Event zu Event, von Ort zu Ort. Mal eben mit dem Rad die Insel umfahren... 16 km.. das tut gut und powert aus. Aber warum setze ich mich nicht mal in den Wald oder wieder auf meine Lieblings-Bohlenwege und lausche der Stille, so wie ich es zu Beginn meiner Inselzeit konnte.
Aber heute gerade jetzt denke ich: ich bin viel zu sehr mit meinen Lieben Freunden beschäftigt, mit Tun und Treffen und machen... statt mich wirklich wieder in die Stille zu begeben - ohne handy in der Tasche. Und da ich dies nicht freiwillig täte (zumindest kam ich noch nicht auf die Idee) werde ich dazu jetzt vom Leben gezwungen.
Nichts passiert ohne Grund, das wissen wir ja.
Mir macht mein Leben hier wirklich Spass - nein: FREUDE, ich genieße die Insel, den Blick auf das Meer, die Ruhe am Strand gegen abend, das wunderbare Wasser, die TS Ausflüge nach Sylt - das Arbeiten im Hotel. Alles. Und doch kam in den letzten Tagen der Gedanke auf, dass ich mal ein wenig in die Tiefe gehen sollte, ein wenig mehr den Sinn all dessen erfassen. Und ein wenig mehr in mich hineinhören.... welch gute Gelegenheit das doch ist, fernab aller Erreichbarkeit.
Traurig bin ich über meine Schusseligkeit, dankbar über diese Einsicht.
Donnerstag, 8. Juli 2010
Vom Wachsen und Werden
Ein Haus, ein ganz bestimmtes Haus in Nebel, fotografiere ich fast jedes Mal, wenn ich an ihm entlang radele. Für mich ist es "Gradmesser" der Botanik. Hier kann ich den Stand des Sommers erkennen - auch wenn ohne Händchen für Ackerbau, Viehzucht und Gartenbau. Das Wachsen ist es, was mich betört, das Werden und auch das Pflegen, Züchten und Sorgen.
Ganz selten ist niemand im Garten, ganz selten scheint die Natur sich selbst überlassen - hier an der Ecke zum Watt.
Meistens treffe ich jemanden, der das Unkraut jätet, um den Pflanzen neuen Raum zum Atmen und Werden zu geben, der jemanden, der unermüdlich sprengt und Wasser spendet. Die Herrin des Hauses ist die "Rösnerin". Sie beschneidet die Rosen, sprengt sie und hat sie gehegt und gepflegt.

Spannend war das erste Bild... ordentlich, frühlingshaft und winterfern, einladend wirkte der Garten. Sparsam und in keiner Weise auf den Reichtum hinweisend, den er im Laufe des Sommers entwickeln würde.



Wachsen ist Arbeit.Für den, der wächst und für den, der möchte, dass es wächst. Ist Fürsorge. Ist Ordnen. Ist Nähren und Lenken.
Wachsen ist Vision. Wenn die Eignerin dieses wundervollen Gartens nicht eine Vision hätte, wie es im Sommer aussehen sollte, würde nichts wachsen ausser Unkraut und vielleicht Tulpen, die sie eh gesetzt hatte.
Hier erlebe ich einen Garten, eine kleine Welt, die organisch perfekt ineinander passt, die sich nährt und befruchtet, die Freude bereitet ( zugegeben: auch Arbeit), die eine Augenweide ist für jeden Wanderer und Ansporn zugleich.
Ein Wunder ist es, ein Geschenk.
Ganz selten ist niemand im Garten, ganz selten scheint die Natur sich selbst überlassen - hier an der Ecke zum Watt.
Meistens treffe ich jemanden, der das Unkraut jätet, um den Pflanzen neuen Raum zum Atmen und Werden zu geben, der jemanden, der unermüdlich sprengt und Wasser spendet. Die Herrin des Hauses ist die "Rösnerin". Sie beschneidet die Rosen, sprengt sie und hat sie gehegt und gepflegt.

Spannend war das erste Bild... ordentlich, frühlingshaft und winterfern, einladend wirkte der Garten. Sparsam und in keiner Weise auf den Reichtum hinweisend, den er im Laufe des Sommers entwickeln würde.


Wachsen ist Arbeit.Für den, der wächst und für den, der möchte, dass es wächst. Ist Fürsorge. Ist Ordnen. Ist Nähren und Lenken.
Wachsen ist Vision. Wenn die Eignerin dieses wundervollen Gartens nicht eine Vision hätte, wie es im Sommer aussehen sollte, würde nichts wachsen ausser Unkraut und vielleicht Tulpen, die sie eh gesetzt hatte.
Hier erlebe ich einen Garten, eine kleine Welt, die organisch perfekt ineinander passt, die sich nährt und befruchtet, die Freude bereitet ( zugegeben: auch Arbeit), die eine Augenweide ist für jeden Wanderer und Ansporn zugleich.
Ein Wunder ist es, ein Geschenk.
Montag, 5. Juli 2010
Morgenrituale...
Mäh-mäh-mäh....um 20 nach 5 holt mich mein iPhone aus den letzten Träumen. Ja, ich träume hier viel und wie Film. Wach bin ich dann schon lange, weil der Tag bereits (jetzt im Hochsommer) kurz nach 4 an mein Fenster klopft. Behend springe ich aus dem Bett, stelle den am Vorabend gefüllten Wasserkocher für den Tee und das ebenfalls am Vorabend vorbereitete Müsli, decke meinen Hocker und begebe mich mit dem Frühstück und der Süddeutschen Zeitung via Internet nochmal ins Bett. Soooo sieht das dann aus:

Jetzt, im Hochsommer, steht die Sonner so hoch, dass das Meer schon morgens so wunderschön wie Millionen von Brillanten glitzert....aufgenommen auf meinem Weg zum Hotel um dreiviertel sieben.

Und wenn Ihr Euch die beiden Bilder genau anschaut, dann erkennt Ihr der Amrumer Vögel Morgenritual. Wenn das Wasser morgens da ist, also so wie auf dem Bild, hocken sie fast alle am Rand, aufgereiht wie eine Kette. Wahrscheinlich warten sie darauf, dass das Wasser wieder verschwindet, damit sie im Watt ihr Frühstück finden.

Wie gut geht es mir da.... ich brauche nur an den Kühlschrank zu gehen... ob Wasser da oder weg.
Jetzt, im Hochsommer, steht die Sonner so hoch, dass das Meer schon morgens so wunderschön wie Millionen von Brillanten glitzert....aufgenommen auf meinem Weg zum Hotel um dreiviertel sieben.
Und wenn Ihr Euch die beiden Bilder genau anschaut, dann erkennt Ihr der Amrumer Vögel Morgenritual. Wenn das Wasser morgens da ist, also so wie auf dem Bild, hocken sie fast alle am Rand, aufgereiht wie eine Kette. Wahrscheinlich warten sie darauf, dass das Wasser wieder verschwindet, damit sie im Watt ihr Frühstück finden.
Wie gut geht es mir da.... ich brauche nur an den Kühlschrank zu gehen... ob Wasser da oder weg.
Abonnieren
Posts (Atom)