Kleine Insel, große Freiheit

Kleine Insel, große Freiheit

Samstag, 28. März 2020

Virtuelle Nähe in Social Distance

Eigentlich wollten wir alle, meine Zwillingsschwester Gisela und ich, ihre drei Kinder mit Partnern und drei Enkelkindern, meine Tochter Helen mit Mann und Enkeltochter Fritzi eine Woche auf der Insel sein. Erstens kommt es anders zweitens als man denkt:
Insel gesperrt seit 16.3.2020 ,  
Ferienhaus nicht erreichbar, 
Reise-  und Ausgehbeschränkungen  bundesweit
70. Geburtstag GANZ anders.

Im iPad meine Schwester, die wie ich, im Laptop einen Film anschaut, den uns unsere Kinder aus Video Grußbotschaften unserer Freund*innen aus der ganzen Republik zusammen geschnitten haben. Lauter liebevolle virtuelle Geburtstags-Glückwünsche.
Links sprachen, sagen, lachten Freund*innen , rechts heulte Gisela vor Rührung. Crémont für Kehle.
Freunde berühren uns via Video, WhatsApp....Die  "Corona Welt". Welch ein Segen, dass wir die Technik haben und auch ein wenig mit ihr umgehen können.
Philipp, der ältere Sohn meiner Schwester, lud nach dem Film zur Video-Konferenz ein.  Das  fühlte sich wirklich an wie am großen Esstisch in dem Haus, das wir gemietet hatten. 40 Minuten Palaver und Freude miteinander. Großartig.

Meine Telefonate werden immer länger. Es rufen mich Freund*innen an, die sonst eher zurückhaltend mit dem Medium Telefon waren. Es wird gewhatsappt, dass sich die Balken biegen.

Fritzi, meine süße Enkelin, wacht aus dem Mittagsschlaf auf und sagt "Oma"... dann wird gefacetimed. Ihr erstes Wort ist "WauWau", wir  schwenken zu Herrn Schmid , der sich bemüht,  freundlich in das Handy zu schauen. "Backe Backe Kuchen" ist  unser Lieblings- und Erkennungslied, zu "Wer will fleißige Handwerker sehen" tanzen wir  und schließlich wird  wetteifert, wer länger auf den  Zehenspitzen stehen kann. Fritzi und Oma werden sich nicht fremd, trotz Reiseverbot und 1000 km Entfernung. 

Virtuelle Nähe baut Brücken in Zeiten von Social Distance.  Ich finde das ganz großartig.


Mittwoch, 25. März 2020

Du hast ja wenigstens den Hund




Wo sind all die anderen?

Stimmt!
Susanne aus Hamburg sagte das gestern am Telefon. Stimmt! Wenn ich mir vorstelle, dass sie in ihrem Edelstadtteil aus dem Haus geht in ein Häusermeer, ohne Hund, sich im 1,5 Meter- Abstand-Slalom um die Menschen windet...
Dann bin ich hier auf der Insel auf 35qm gerne allein allein.

Eigentlich sollte gerade meine ganze Familie hier sein.
Ein großes Haus war gemietet, das gute Wetter bestellt. Und masochistisch, wie ich manchmal bin, ging ich heute an eben dieses Haus, schaute hinein und stellte fest: DAS wäre unser Preis gewesen. Riesenhafter Garten
mit Schaukel, Blick auf das Watt, Riese-Wohnküche mit großem Esstisch für 10. Personen.
Ein kleines Rahmenprogramm im Geiste erstellt, Essensquellen  auf der Insel eruiert... Vorbei. Schade.! Es tut sicherlich noch ein bisschen länger weh.
Aber - ich lebe, bin gesund, bin abgesichert, lebe in eigenen 4 Wänden. Zum Knuddeln gibt's den Hund. Allein allein... Corona lehrt, auch in diesen Zeiten gut mir mir zu sein.

Neues heute morgen:
Mit Helen im Ohr (und ich bei ihr) stöckerten wir. Ich bis nach Nebel und sie durch die Englischen Garten. Gemeinsam hatten wir die strahlende Sonne und das Gespräch. Eine
schöne Idee, die wir da gestern hatten. Wird wieder gemacht.

🏡 Auf Privatgrundstücken, in Wohnungen und an anderen privaten Orten dürfen sich Menschen verschiedener Haushalte nur noch besuchen, wenn dies absolut notwendig ist.
.
Sehnsucht nach der Familie, der frische Apfelkuchen oder ein Geburtstag sind zwar sehr verständliche, aber keine ausreichenden Gründe. 😌 Wir schützen unsere Liebsten und andere Menschen momentan am besten, wenn wir ihnen nicht begegnen.

Diese Hinweise des Nordfriesischen Gesundheitsamtes verbieten mir leider,  morgen an meinem 70. Geburtstag, wenigstens ein Sektfrühstück mit der Pastorin zu haben.
"Ein Schluck Segen und ein Schluck Sekt"? Passt das in Dein DONNERSTAGSPROGRAMM?
fragte sie liebevoll. Es hätte gepasst, hätte ich dies nicht gelesen.

Und so feiere ich heute den letzten Tag meines 69. Jahres.  Allein allein , aber nicht einsam.








Dienstag, 24. März 2020

Beginne, Deine beste Freundin zu sein, es gibt grad keine andere

Heute war ein Tag, an dem Ärger und Wut meine Laune bestimmt hat, der arme Herr Schmid bekam alles ab. Keine Freude und kein Lachen.

Und es ging um Geld.... oberflächlich.... Eigentlich ging und geht es darum, dass ich im Zusammenhang mit dem Storno der Ferienwohnungen einen Fehler gemacht habe: ein typischer Fiermann... schnell und unüberlegt. 4 Stunden bevor die Inseln offiziell gesperrt wurden, bat ich Arne, die Wohnung ins Netz zu stellen (Cordula hatte das vorgeschlagen und ich folgte ihr).
Dieser Fehler kostet nun mein Geld und nicht wenig.
Das Schlimmste ist, dass ich mich so ärgere über mich, dass es wehtut. Ganz tief innen drin
brennt es. Das ist Wut und Ärger. Und das Gefühl, der Wut ausgeliefert zu sein.

Wenn ich mich annehme, auch mit dieser blöden Aktion... und mir nicht mehr böse bin, bin ich einen Riesenschritt näher, meine beste Freundin zu werden.  Ja, es gibt wirklich gerade niemanden mehr.

Vielleicht passt deshalb die Überschrift heute so gut: Beginne, Deine beste Freundin zu sein.


Sonntag, 22. März 2020

"Ich lass mich ein auf die Stille, die auf die Welt gefallen ist."

Mich auf die Stille einlassen, die auf die Welt gefallen ist....
Dieses Bild gebrauchte heute ein Berliner Sänger, der im Deutschlandradio interviewt wurde.

Lange bevor ich dies hörte, spürte ich an mir, wie ich innerlich immer ruhiger geworden bin während der letzten Woche. Ich laufe langsamer mit dem Hund, ich sehe mehr von dem, was mich umgibt. Ich kann dankbar, immer wieder dankbar sein. Dankbarkeit fühlen, ganz tief drinnen,  fühlt sich wohlig an und trägt, wärmt mich von innen. Ich bin so dankbar, dass ich jetzt auf "meiner" abgeschlossenen Insel sein darf. Ein Dach über dem Kopf habe und  IMMER genug zu essen. Allein das ist ja schon, ohne Corona-Virus, ein großes Privileg.

Wir auf der Insel verhalten uns, so erlebe ich es, vorbildlich. Wir treffen einander beim Spazierengehen. 10 mal 3,5km sind 35 Quadrat-Kilometer für ca.  2.400  Inselbewohner. Da kann man sich prima aus dem Weg gehen. Und wenn wir uns treffen, winken wir uns fröhlich zu und wünschen uns "Bleibt gesund".



Tolles Wetter und einsame Strände. 
Das Wetter ist grandios. Alle haben Zeit. 
Das klingt wie das Marketing der AmrumTouristik. 


Vielen hier bereitet die verordnete Zeit große Probleme , denn es fehlt das Geld, das sie JETZT hätten verdienen müssen. Der Winter war lang. Die Kassen sind leer. Die Saison sollte dieser Tage beginnen. Es sind die Kleinbetriebe, Selbständige, die jetzt um ihre Existenz bangen und sich fragen: wie lange kann ich durchhalten? Wie wird das mit der Hilfe der Öffentlichen Hand dauern?
Was kann ich tun, um wenigstens die Fixkosten zu erwirtschaften?

Im Internet fand ich gestern das Angebot eines Gastes, der den Insulanern seinen Online-Betrieb kostenlos zur Verfügung stellt.  Vielleicht ist schon das Angebot eine Einladung zur Zuversicht.

Ich lasse mich ein auf die Stille, die auf die Welt gefallen ist.



Samstag, 21. März 2020

Vor einer Woche war ich noch draußen

Eine Zeit, die die Geschichtsbücher vielleicht als die große Wende der Welt kennzeichnen.
Und wir waren dabei.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit
(2. Tim. 1,7) Mein Konfirmation-Spruch passt gut in diese Zeit.

Vor einer Woche,  Samstag auf Sonntag, hatte ich noch einen Termin auf Sylt in meinem Ehrenamt.
Nach Rücksprache mit meinen Kollegen löschte ich alle weiteren Termine. Auf der Fähre-und später Zugfahrt kam mir die neue Welt mit Corona-Virus das erste Mal so richtig  REAL entgegen. Auf unserer "Insel der Glückseligen" haben wir viel Platz, kennen einander, sind die ganze Zeit da und waren, wie alle im Lande, zuversichtlich, dass der Virus uns nichts anhaben kann.

So vielen Menschen auf einmal, wie auf der Fähre und im Zug, war ich schon seit Monaten nicht mehr begegnet. Die Insel im wohlverdienten Winterschlaf. Die Devise hieß,  sich schön machen für die Saison. Auf der Fähre saß ich bewusst allein, im Zug im Abteil für die Fahrräder, wohl daran denkend, dass ich dort mindestes 1 1/2 Meter Platz um mich hatte. Komisch war das Gefühl schon. Du musst Dich absentieren, möchtest gerne mit den Menschen ins Gespräch kommen... und immer denkst Du "Hoffentlich holst Du Dir jetzt den Virus nicht".  Dann wieder die Selbstberuhigung:" reg Dich nicht auf, Du kennst keinen Infizierten, Du passt auf und hälst Dich entfernt und selbst hast Du noch keine Symptome".

Dienst war okay, die Rückfahrt mit dem Zug nach Niebüll auch, Fähre voll. Saß einer Bekannten gegenüber, wir setzten uns ver-setzt, damit wir uns nicht direkt an-atmeten, der Tisch zwischen uns  ist bestimmt weniger als ein Meter breit. Befreundete Insulaner kamen bestens gelaunt aus Hamburg.
"Super, Du kriegst überall einen Parkplatz, in den Lieblingsrestaurants musst Du nicht mehr reservieren" Upps. Und "Ach ja, nicht vorstellbar, dass wir vor 11 Tagen noch im Elsass waren".

Noch nie vorher hatte ich einen Menschen gebeten, sich wirklich einen Meter von mir weg zu stellen. Spooky, das Ganze.

Richtig sicher fühlte ich mich erst in meinem Auto über die Insel fahrend. Direkt zum Friseur... mal sehen, wie lange der neue Schnitt nun reichen muss.

Inzwischen ist die Insel seit sechs Tagen  ZU - für alle, die hier ihren Zweitwohnsitz haben oder Gäste.  Insulaner unter sich. Viel draußen, viel Radio hören, viel im Internet Zeitung lesen... Corona kommt mir zwar zu den Ohren raus.. aber Input muss immer noch sein.

Ich merke, dass ich in der Tagesroutine sicherer werde. Allein mit Hund bei strahlender Sonne draußen ist schon viel mehr, als Millionen von Menschen können, die wirklich Ausgangssperre haben. Ich fühle mich sicher, geborgen und privilegiert.  Ich darf in einer eigenen Wohnung wohnen und bekommen monatlich meine Rente. Die ist mir sicher. Diese Sicherheit haben heute viele Amrumer nicht mehr.

Die Restaurants beginnen, die Insulaner mit Take-away-Mahlzeiten zum erfreuen. Essen ist Fun und Abwechslung und Rauskommen. Und vor allem: die keinen Unternehmen unterstützen. Wenn wir nicht ihre Pizza essen, von draußen darf jetzt keiner rein. Also:
Heute gibt es Pizza.
Und ein Pfund Zuversicht.






Donnerstag, 30. November 2017

Gewahr sein und bewusst

Heute morgen schreckte ich durch den Wecker aus einem Traum auf... ich fühlte mich wie aus einem Film herausgerissen.

In einer Sequenz achtete ich ständig darauf, ob  ein bestimmter Mann mich beachtet. Ich wollte gesehen werden, um jeden Preis, fühlte es sich an.
Aber... da passierte nix.
Der Mann schien ein Künstler, Schauspieler zu sein. Nach anfänglich eher holprigen "Auftritten" sah ich ihn dann in Vollendung und Harmonie mit anderen agieren... es floss und machte einfach nur Freude, ihm zuzuschauen. Das bunte Geschehen wirkte fast so, als blickte ich durch ein Kaleidoskop... faszinierend.

In einer anderen Sequenz entdeckte ich etwas auf einem fremden Schreibtisch... es fiel mir runter und ich nahm es einfach mit (keine Ahnung was es war) Mir war im Traum bewusst, dass das nicht okay ist.
Kollegen saßen in einem anderen Raum (drei oder vier), hörten einem Philosophen zu (über den Bildschirm) und begannen dann,  es wirkte zunächst wie Satire, unisono Völkisches  fas"Hitler-resk" zu zitieren... und sie lachten dabei. Ich dachte, upps, hier bist Du falsch. Verstand kein Wort, fühlte mich als dummes PraktikantenMädchen, das einfach mit lachte, ohne zu verstehen, worum es geht.
Strange.

In einer dritten Sequenz in eben diesem Büro kam ein Mann mit Mirko auf mich zu und fragte: was haben Sie da gemacht?  Ich fühlte mich ertappt... hatte das Gefühl von Kilroy is watching you und merkte, dass er mein Mitlachen ohne Verstand meinte....

Dann klingelte der Wecker.

Herzrasen hatte ich, beklommen fühlte ich mich.

Meine Erkenntnis:  Bin ich bewusst und achtsam, ganz bei mir, dann muss ich nicht um Beachtung buhlen und gröle nicht unbewusst jeden Mist mit... heule nicht mit den Wölfen.

Welch kraftvoller Traum zur Adventszeit.

Samstag, 25. November 2017

Veränderung aktiv gestalten

Eine Vita ist zu schreiben... mit einem Statement von mir....
Vita und Wie ich für mich Veränderungen gestaltet habe....

Ich finde es schwer, denn eigentlich ist beständig Veränderung im Leben...


Wie war das damals in der Bank?

Love it,  change it or leave it.

"Leave it" war in meinem Alter  und als Alleinerziehende Mutter einer studierenden Tochter
keine Option.
"Change it" ... hieß für mich immer, die Situation erst einmal so annehmen und dann für
mich das Beste daraus machen. In das Neue hineinwachsen, es zu meinem machen.
"Love it"  ... es war ganz selten Liebe auf den ersten Blick, sie schlich sich dann ein mit der Zeit...  mit dem persönlichen Motto: was ich machen muss, mache ich lieber gern.

So  ging ich, in der Retrospektive, mit den vielen Veränderungen in meinem Berufsalltag um.


Ganz anders, als ich auch im "ganzen" Leben meine eigene Chefin wurde...
Mit dem Zeitpunkt meiner Entscheidung, ganz aktiv mit der Altersteilzeit auszusteigen, begann ich,
mich viel mehr mit mir selber zu beschäftigen, mich besser kennenzulernen.
Die Bankfrau und Mutter kannte ich gut, mich ganz innen überhaupt nicht.
Was macht mich aus? Wer bin ich, wenn es die Bank nicht mehr gibt? Wie fühle ich mich mit dem
Abschied? Was soll darf kann dann kommen?

Den Sigrid-Prozess schob ich ca. 4 Jahre vor dem eigentlichen (gewünschten) Aufstiegstermin an.
mit einer spirituellen Ausbildung, deren Ziel es war, meiner Seele auf die Spur zu kommen, mir
ganz anders zu begegnen als in selbstreflektorischen  FührungsSeminaren oder Therapien.

"Ich will gut aus meinem Beruf aussteigen in die nächste Lebensphase". Dieser Wunsch entstand in dieser Zeit...

Es kam das genau passenden Ehrenamt auf mich zu... flog fast vom Himmel.

Ich lernte, meiner inneren Stimme zu vertrauen, dem Lebensfluss zu folgen, eher als verkopft und gegen Widerstände zu kämpfen. Ich wurde immer mehr eins mit mir...klar und wach.
Damit wurde auch das Leben in der Bank leichter... Ich ging einfach achtsamer mit mir um.

Meine Tage begannen um 6.00 mit einer Stunde Joggen durch den englischen Garten, dann 30 min Mediation, Frühstück, mit dem Fahrrad entlang der Isar zur Arbeit oder zu Fuß. Ich hatte mir dann in den ersten drei Stunden des Tages schon so viel Gutes getan, dass ich gewappnet war für den Tag.

Es gab Impulse, ganz neue Dinge zu tun... Ich begab mich allein auf den Jakobsweg von München nach Kempten, erfuhr Grenzen und spürte, dass sie mich nicht hindern. Das machte mich stärker und mutiger. Offener für Neues.

Da waren die Existenzängste, die mich an den Rand meines Mutes brachten...Schaff ich das mit dem wenigen Geld hier in München? will ich nicht lieber alles zurück rechnen lassen und bis 65 arbeiten?
Wie paralysiert saß ich drei Tage zu Hause, mit hohem Blutdruck und nicht in der Lage, irgendetwas Positives zu denken... Schaff ich das? Nach drei Tagen Agonie  und die laute der Antwort der inneren Stimme auf die Fragen: Zurück und wieder voll arbeiten? NEIN, niemals. Erst als ich durch die Angst geschritten war, kamen die Ideen.... NA gut, dann suchst Du Dir halt 450 Euro Jobs dort, wo andere Urlaub machen. DAS ist dann fast wie urlaub. War ich also wieder einen  Schritt weiter.

Da gab es Gespräche mit Menschen... immer die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt.  Eine Kollegin schwärmte von Schleswig-Holstein und ihrem Traum, nach der Bank irgendwo auf dem Land zu leben, in einem Hofladen zum arbeiten und einfach mit der Natur verbunden zu sein.

Die spontan mit Tochter Helen vereinbarte Woche an der Nordsee verbrachten wir auf Amrum. Hier kam er wieder der Spleen, die FlitzIdee einmal einen Sommer auf der Insel zu jobben... da wo andere Urlaub machen...


KOMPASS war ein Web-Seminar, sich selber besser kennen zu lernen...ging über drei Monate und arbeitete mit Visionen: was willst Du in 5 Jahren tun, wer willst Du sein. Da stellte ich mir die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt.

"Schreib Dir Dein Leben" war eine Aufgabe.. ich denke ich schrieb mich mit den Visionen auch ein bisschen nach Amrum.
Es durften Sehnsucht nach Meer und Weite ihren Raum haben, der Wunsch nach einem Hund haben, und die Angst vor der Isolation in der großen Stadt, die ich später so beschrieb: "da hüpfe ich von VHSKurs zu VHSKurs, um meinem Tag eine Struktur zu geben und wenn es ganz schlimm wird, laufe ich mit einem Klappkissen unter dem Arm mit dem Alpenverein mit. "


Und heute sollte ich eine Vita schreiben, weil ich alte liebe Kollegin mich als Gast einbauen möchte in eine Seminarreihe: Nature& Soul.

Da geht es um:
Sich selbst bewusst werden, Werte Stärken und Energie
Selbstregulative Kräfte fördern
Bereichernde Beziehungen leben
Veränderungen leben, Wirklichkeit bestalten
Selbstreflexion der persönlichen Entwicklung

Stelle fest: genau das war mein eigener Prozess...  hab ich also alles richtig gemacht?

Das ganze Leben ist Veränderung... die Wirklichkeiten ändern sich immer wieder.

Achtsam sein, Ängste spüren, durch die hindurch gehen, Chancen erkennen, Impulse richtig  verstehen, dem Lebensfluss vertrauensvoll folgen.

Ein bisschen wie Hinfallen, aufstehen, Krönchen rücken und weiterlaufen.